Mama mit Tochter (10, ADS, LRS, Dyskalkulie, AWVS usw.)

Hier könnt ihr euch und euer Kind bzw. eure Kinder vorstellen.

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Paulinaundich
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Mama mit Tochter (10, ADS, LRS, Dyskalkulie, AWVS usw.)

Beitragvon Paulinaundich » 18.03.2019, 21:15

Hallo ihr Lieben..,

unsere Geschichte ist sehr lang und sehr kompliziert.
Ich bemühe mich um eine Kurzfassung...😬
Ich bin Alleinerziehende, seit unsere Tochter 4 1/2 Jahre ist.
Aus erster Ehe habe ich noch eine große Tochter (26), die außer den üblichen kleinen Hürden und Ärgernissen, keine Schulprobleme hatte und letztlich ganz normal ihr Abitur und ihr Studium absolviert hat.

Kurz nach der Einschulung der kleinen Tochter gab es bereits große Probleme mit dem Schulstoff etc...diese Probleme waren mir und später auch den Schulärzten etc im Vorfeld aufgefallen, aber man ging davon aus, dass es sich „noch geben könnte“.
Und es waren in der Tat auch keine schwerwiegenden Auffälligkeiten.

Es gab darauf in Absprache mit der Schule diverse Diagnostik über die Jahre...Therapie...Medikamente..,und leider - und das ist und war das eigentlich Belastende - sehr viel „Ärger“ mit der Schule und noch sehr viel mehr Ärger mit dem Vater des Kindes

Letztlich hat er (unter anderem) alle Therapien abbrechen lassen, Therapeuten mit rechtlichen Schritten bedroht, den zuvor gemeinsam beschlossenen Schulwechsel verhindert und mir das Münchhausen by proxy unterstellt.

Ich habe daraufhin nach den Jahren des hin und her (seit der Trennung stimmt er keiner persönlichen Kommunikation mehr zu und diese findet daher nur per E-Mail oder WhatsApp statt) eine Anwältin beauftragt und mit ihr nach erfolglosen Schriftwechseln und der Bitte um Einigung, die Alleinsorge für die Bereiche Schule und Gesundheit beantragt.

Es kam zum Gutachten, selbst der Gutachter konnte es ihm nicht ausreden und das Kind musste zum 3. Mal in knapp zwei Jahren alle Tests wiederholen mit dem immer wieder gleichen Ergebnis.

Darauf mahnte der Gutachter im gemeinsamen Abschlussgespräch meinen Ex, wir sollten uns doch nun einigen und das folgende Familiengutachten sein lassen, es brächte nur böses Blut und nun sei doch wirklich alles klar.
Aber mein Ex wiederholte in meinem Beisein, dass er nicht bereit sei mit mir zu reden.

Dann kam die nächste Gutachterin, bat auch um gemeinsame Gespräche, die er immer ablehnte.
Er stimmte schließlich doch nach Monaten einem Gespräch zu dritt zu, aber war nur bereit über den Umgang zu sprechen.
Dieser war nie strittig, aber nur darüber wolle er reden, käme das Thema Schule usw würde er aufstehen und gehen.
Es gab das Gespräch - 4 Stunden hasserfüllte Blicke und Verachtung für nichts - und als ich am Ende bat auch die wirklich relevanten Themen zu besprechen, machte er wieder klar: keine Gespräche über die Themen Schule und Gesundheit und das er eine Entscheidung über das Gericht wolle.
Ich hätte es ja nicht anders gewollt.

Die Gutachterin kam dennoch zum Schluss, dass die Eltern eventuell doch gemeinsam (mit Hilfe) zu Ergebnissen kommen könnten und empfahl das Sorgerecht bei uns beiden zu belassen und wenn, dann eventuell das Sorgerecht betreffend Schule an mich zu übergeben.
Am vergangen Donnerstag war nach fast zwei Jahren Verhandlung.

War von euch jemand schon einmal selbst in ein solches Verfahren involviert?
Wenn ja, dann wisst ihr sicher wir das abläuft.
Wenn nicht: seid froh, denn man verliert tatsächlich jedes Vertrauen an den gesunden Menschenverstand und an die Gerechtigkeit.
Das man solche Lügen erzählen kann, die eigentlich innerhalb von Sekunden schriftlich beweisbar widerlegt werden können...damit komme ich einfach nicht klar.

Nachdem er im Vorfeld alles hat abbrechen lassen, mich als krank dargestellt hat, behauptet hat, nur ich würde die Probleme unserer Tochter als so schwerwiegend darstellen und sie damit in die Rolle eines behinderten Kindes hineindrücken wollen, ist er nun zur Taktik des ahnungslosen Opfers und abgehängten, besorgten und liebenden Vaters übergegangen.

Er hätte gar nichts abbrechen lassen, hätte niemals Gespräche verhindert, im Gegenteil hätte ich ihn zum Beispiel weder im Vorfeld noch über den Termin des Gesprächs mit der neuen Förderlehrerin informiert.
Dass ich ihn (immer) schriftlich per WhatsApp und einige Tage zur Erinnerung in einer E-Mail informiert habe - und alle Schriftwechsel somit lückenlos nachvollziehbar wären, interessiert niemanden.
Es heißt dann nur lapidar: die Eltern hätten unterschiedliche Wahrnehmungen von bestimmten Abläufen.
Das es hier nicht um Wahrnehmung geht, da schriftlich belegbar, darauf heißt es dann nur: dass sich das im Nachgang nicht nachvollziehen lassen könnte.
😡
Könnte schon - wenn man denn wirklich wollte.

Er hätte natürlich überhaupt kein Problem damit, dass nun der seit drei Jahren bestehende Verdacht das ein Anspruch auf sonderpädagogischen Förderbedarf bestehen könnte und daher überprüft werden sollte...
Mit Inklusion..hat er natürlich auch gar kein Problem...
Schulbegleiter...allem stimme zum Wohle seiner Tochter selbstverständlich zu...usw
🙁

Nur 5 Minuten später sagt er dann...er wehre sich im Interesse seiner Tochter dagegen, dass man behaupten würde, das Kind sei behindert...worauf ihn der Richter hinwies, dass er doch gerade erst gesagt hätte Inklusion...usw damit er hätte er kein Problem...ob er denn
überhaupt wisse, dass das völlig im Widerspruch steht.
Keine Antwort.

Ich kann hier nicht alles wiedergeben...es würde ein ganzes Buch füllen.

In 5 Wochen werde ich erfahren was der Richter entschieden hat.

Ja...und dann...

Was dann?
Der Vater bleibt immer ein Problem - das weiß ich - Kind und Frau vor uns traf das gleiche Schicksal, ebenso seine Mitarbeiter, Kunden und seine Mutter ...

Daran kann ich nichts ändern.
Er ist eben so.

Wo ihr mir hoffentlich helfen könnt: welche Erfahrungen habt ihr mit euren Kindern die nicht im „landläufigen Sinne“ behindert sind, mit der Schule?
Alle drei bisher zuständigen Förderlehrer unserer zuständigen Förderschule raten uns eigentlich von einer Beschulung dort ab.

Von den Inhalten und dem Kollegium her, wäre es optimal für sie, aber...und das sagten über die drei Jahre nun alle Förderlehrer, sie passe von ihrer Persönlichkeit her gar nicht in das Umfeld.
Und da stimme ich leider zu.
🙁

Und Inklusion an Regelschulen - brauche ich vermutlich hier vielen nicht lange erklären - ist eine feine Sache, aber das Gelingen hängt von sehr vielen Faktoren ab und leider bietet keine staatliche Schule im Umkreis von 40km etwas auch nur einigermaßen passendes an.
Alle sind letztlich überfordert.

Die nächsten - normalen privaten Schulen sind zwei Waldorfschule - was der Vater strikt ablehnt.
Zwei heilpädagogische Waldorfschulen gibt es auch.
Aber auch hier wären die Wege lang: 40 Minuten bzw eine Stunde einfache Fahrt.
Dazu muss ich sagen, dass wir sehr ländlich leben und generell auch fast alle anderen Haupt- & Realschulen im Schnitt mit 30-40 Minuten Fahrzeit verbunden sind.

Der Wechsel zur weiterführenden Schule steht im nächsten Jahr an.
In knapp einem Jahr müssen die Kinder bereits angemeldet sein und die Lehrer haben uns nun mehrfach signalisiert, dass sie ratlos sind.

Sie bekommt Lerntherapie seit nun fast drei Jahren, ich bin auf Anraten der Ärztin der jetzigen Kipsy wieder zur Pädaudiologie in die Uniklinik hier und sie soll wieder Logopädie machen.

Dem Vater ist das alles zu viel an Therapie ...ich lerne seiner Ansicht nach einfach zu wenig mit dem Kind, verhindere soziale Kontakte usw.
Am Gericht hat er wieder ein Schreiben vorgelegt, dass ich das Sorgerecht nur wolle, um dem Kind durch weitere sinnlose ärztliche Behandlungen und einem Schulwechsel zu schaden.

Ich wolle mich am Kind bereichern und würde es daher mit der Darstellung der Probleme übertreiben bzw. diese erfinden.
Dies hatte er im Vorfeld immer wieder zu allen gesagt.
Daher hatte er mir auch den Antrag auf einen Pflegegrad vorgeworfen...worauf ich die Kipsy gebeten habe ihn aufzuklären und ihm zu sagen, dass diese Form der Unterstützung auch Teil der Beratung im Elterntraining in der Kipsy war.
Das hat die Ärztin freundlicherweise auch gemacht und hat mich im Anschluss darauf angesprochen, dass er doch nichts dagegen habe...was ich denn erzählen würde...
Tja...jetzt am Gericht fing er wieder damit an...er ist ja nicht dumm.
Er weiß schon recht gut, wann er was sagen bzw nicht sagen sollte.
🙁
Ich steh dann jedes Mal da, als würde ich es erfinden.

Ich geh am Stock.
Ich bin seit 2 Jahren arbeitsunfähig, seit über einem Jahr warte ich auf die Entscheidung für eine berufliche Reha für mich.

Das Kind schläft seit 2 Jahren nach einem
Urlaub bei ihm, nur noch bei mir im Bett...und zu ihm wollte sie längere Zeit gar nicht mehr über Nacht...was wieder zu massiven Ärger führte und weiteren Vorwürfen gegen mich.
Dabei war sie all die Jahre so gerne bei ihm :(
Sie hat sich jedes Mal so sehr darauf gefreut bei ihm zu sein.

Nun bekommt sie Circadin zum schlafen und die Kipsy ist restlos begeistert, dass sie dadurch wieder problemloser mit dem Vater mitgeht.
Tabletten lösen jedes Problem
- So toll kann ich das ehrlich gesagt nicht finden :(

Dass das Kind Angst vor der Angst hat...sprich: sie hat Angst bei Papa Heimweh zu bekommen oder Angst vorm schlafen und Alleinsein zu haben, weil sie weiß wie aggressiv ihr Vater unter Umständen darauf reagiert.
Weil er es scheinbar als Angriff gegen sich als Vater wertet, wenn sie Heimweh hat.
Da sie sich daher nicht sicher fühlt und keine Ahnung hat was sie machen soll, braucht sie ihre Tabletten, um sicher dort einschlafen zu können.

Nicht falsch verstehen: er ist nicht immer aggressiv zu ihr!
Er kann durchaus sehr liebevoll zu ihr sein - wenn er gerade Lust hat und sie ihn nicht „verärgert“ oder stört.

Aber sie kann natürlich nicht abschätzen wer nun genau vor ihr steht: Jekill oder Hyde. Leider ist dieses Verhalten bei ihm üblich und nicht nachvollziehbar und hat ihm auch schon viel Ärger eingebracht.
Sie kann das aber als Kind nicht lösen, reden kann sie nicht mit ihm: also die Tabletten.

Auch sonst wird sie immer lustloser...schwer zu motivieren...dabei wurde uns die ersten beiden Jahre immer gesagt, wir sehr man sich in der Schule wundere, dass das Kind sich bei alle dem noch so gut motivieren könne.
Ich hab damals schon gesagt, dass das auch irgendwann mal vielleicht vorbei sein wird.
Und nun ist es so. 🙄

Ich hab eine scheiss Angst.
Angst, dass das Sorgerecht weiter bei uns beiden bleibt, denn dann weiß ich, dass wir weitere 8 Jahre das mitmachen, was seit über 3 1/2 Jahren läuft.

Und das k a n n ich nicht und dem Kind kann man das doch nicht ernsthaft zumuten.
Ihre Kindheit ... die paar Jahre, die uns im besten Fall ein Leben lang tragen sollen...ist so lange schon belastet...und ich seh die letzten Jahre davon vergehen, ohne dass ich ihr wirklich wirksam helfen kann.

Habt ihr irgendeinen Rat?
Erfahrungen mit dem Thema Sorgerecht, Inklusion etc.?

Ach ja: der vom Gericht bestellte Gutachter, der unsere Tochter im medizinischen Bereich begutachtet hatte (der Leiter einer Kinder - und Jugendpsychiatrie), hat mir bereits zu Beginn die Frage gestellt, ob es den niemanden gäbe, dessen Autorität der Vater anerkennen würde und der es ihm damit auch glaubhaft machen könne, dass unsere Tochter tatsächlich all diese Beeinträchtigungen habe.
Darauf habe ich ihm gesagt, dass es niemanden gibt, zumindest wüsste ich niemanden.

Ich werde sicher nie vergessen, wie er darauf reagiert hat...er meinte nur etwas selbstherrlich lächelnd, dass er davon ausginge, dass der Vater ihn als Autorität anerkennen und ihm damit glauben würde, denn (und da hab ich gedacht ich hör nicht richtig), e r sei ja a u c h wie der Vater ein ausgeprägter Narzisst, aber eben doch in anderer Art und Weise und er ginge daher auch davon aus, dass ein Narzisst einem anderen glaubenhaft machen könne, was richtig sei.

Hätte er nur mal auch in das Gutachten geschrieben, dass er den Vater als Narzissten erkannt habe.
😂

Ich sag euch...manchmal weiß ich nicht, ob ich lachen oder weinen soll.
Schriftliche Beweise sind leider sinnlos.
Er behauptet einfach das Gegenteil und wenn ich sage, dass es darüber schriftliche Aufzeichnungen gibt, dann geht niemals jemand darauf ein.
Er verweigert die direkte Kommunikation mit mir, lässt alles über WhatsApp und Co. laufen und behauptet dann einfach er wäre nicht informiert worden.

Jeder Rat oder Hinweis ist herzlich willkommen.
Ich bin so ratlos und hab so wenig Hoffnung.

Tut mir leid...nun ist es doch so lang geworden, aber ich hab einfach niemanden, der in einer ähnlichen Lage ist und wirklich nachvollziehen kann, wie es uns geht.
Meine Familie ist auch ratlos, wütend und oft verzweifelt.
Freunde können es nicht nachvollziehen und ich kann das auch gut verstehen 😕

Liebe Grüße

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Sheila0505
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Beitragvon Sheila0505 » 18.03.2019, 22:02

Hi Paulinaundich, fachlichen Rat oder persönliche Erfahrungen in solchen Rechtsfragen kann ich dir nicht geben. Aber was ich mich gefragt habe war: hast du denn keine Anwältin/Anwalt für Familienrecht an deiner Seite?
Komisch finde ich, dass du Schriftliches zum Widerlegen der Vorwürfe nicht vorlegen darfst/kannst. Mir wäre es wichtig, dass das zu den Akten kommt und der Richter zu Kenntnis nimmt.

Diesbezüglich könntest du vielleicht etwas nachreichen? Keine Ahnung, ich habe ja keine Erfahrungen diesbezüglich, aber niemals würde ich das ohne Fachanwältin angehen.

Bei uns gibt es auch jemanden, welcher sicherlich eine narzistische Persönlichkeitsstörung hat - dessen Ehefrau hatte ich schon wiederholt dazu geraten, zumindest eine entsprechende Selbsthilfegruppe aufzusuchen. Sie hat die narzistische PS durchaus erkannt und leidet sehr unter dem Zusammenleben mit ihm. Immer ist sie froh, wenn er unterwegs ist und nicht zu Hause ist. Aber eine Trennung fürchtet sie aufgrund der Konsequenzen viel zu sehr.
Du bist auf jeden Fall nicht alleine und ich finde, du solltest dir auch jemanden zum Reden suchen. Solche massiven Vorwürfe und solche Lügen gehen i.d.R. nicht einfach so an einem vorbei, was man ja auch deinem Text entnehmen kann.

Wirklich wichtige und entscheidende Sachen/Angelegenheiten/Informationsübermittlung, würde ich wohl nur noch via Einschreiben/Rückschein mit ihm kommunizieren. Zudem einen entsprechenden Ordner anlegen, wann du genau was geschickt hast, sodass alles auf den ersten Blick nachvollzieh- und belegbar ist.

Ich würde ein Tagebuch führen und jegliche Kommunikation mit ihm stichhaltig festhalten:
Datum, Uhrzeit, Rahmenbedingungen, ggf. Zeugen anführen, Kommunikationsmittel usw. und alles aufheben, nichts löschen, nichts wegwerfen.

Auch würde ich dokumentieren, wann er welchen Therapeuten wie gedroht hat, was, wann und wo gesagt hat usw.

Viel Arbeit, aber primär sollte es zum Ziel haben, dich vor seinen Lügen und Angriffen - insbesondere hinsichtlich Sorgerechtsstreitigkeiten - zu schützen.

Ich wünsche Dir sehr viel Kraft und euer Tochter ebenso

Liebe Grüße Sheila

Petra.Berlin
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Beitragvon Petra.Berlin » 18.03.2019, 22:26

Hallo,

Ich habe leider keinen Rat für dich, aber ich möchte nicht wortlos gehen.

Ich wünsche euch viel Kraft, welche ihr sicher gut gebrauchen könnt - leider

Lg
M. 2007 Asperger Syndrom

Anna-Nina
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Re: Mama mit Tochter (10, ADS, LRS, Dyskalkulie, AWVS usw.)

Beitragvon Anna-Nina » 20.03.2019, 20:32

Sag mal, hast du schon den IQ messen lassen deiner Tochter.

Daran würde man eindeutig sehen, ob sie Förderbedarf hätte oder nicht.

Man kann ja mit Teilleistungsstörungen und hohem IQ durchaus eine Regelschule besuchen - aber ein niedriger IQ und so viele Teilleistungstörungen, da geht das denke ich nicht.
Aus letzteren Gründen habe ich meine Tochter jetzt auf die Förderschule gegeben. Allerdings ist für ihre Störungen grundlegend eine fiese Epilepsie verantwortlich.
Empfehlenswert wäre ein sprachfreier IQ -Test an einer Sprachheilschule in eurem Fall.

Ich denke wichtig wäre für deine Tochter wirklich, dass Streß reduziert wird.

Schlimm, dass dein Mann so wenig Einsicht zeigt, ich denke er will nicht wahrhaben, dass seine Tochter nicht so fit ist wie die anderen. Das ist auch schwer zu verkraften - ich selber musste diesen Prozess auch durchmachen - bis zum Ende habe ich gehofft, dass E. es auf der Regelschule schafft (obwohl ich wusste das geht nie gut) ich wollte es auch nicht wahrhaben. Aber ich habe jetzt sofot regaiert als die Lehrer Alarm schlugen. SIe ist jetzt nach 5 Monaten Regelschule in der Schule für Körperlich und motorisch Beeinträchtigte. Und sie ist richtig glücklich dort.

Alles Gute Euch!

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Re: Mama mit Tochter (10, ADS, LRS, Dyskalkulie, AWVS usw.)

Beitragvon JasminsMama » 21.03.2019, 09:10

Hallo,
ich möchte nicht wortlos wieder gehen, auch wenn ich nicht viel helfen kann.

Ich verstehe nicht, warum schriftliche Nachweise über Informationsaustausch nicht eingesehen werden wollen von den Zuständigen. Da würde ich noch einmal nachhaken. Auch würde ich alles Schriftliche, vor Versand, einem unabhängigen Zeugen zeigen, der beim Absenden dabei ist und das auch schriftlich bestätigt. Es kann nicht sein, dass solche Beweise nicht akzeptiert werden!

In Bezug auf die Beschulung frage ich mich, was empfiehlt denn die Schule für eine weiterführende Schule? Habe ich es richtig verstanden, dass die jetzige Schule eine Förderschule für gut befände und die Förderschule, die Beschulung an ihrer Schule nicht empfiehlt?

LG
Sandra
Sandra 06/76
Jasmin Marie 05/02 globale Entwicklungsverzögerung, vis. Wahrnehmungsstörung, Lernbehinderung, starke Hyperopie rechts, hochpathologisches EEG (Besserung seit Jan. 12),
PG 3, SBA 80% B, G, H
***Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht***

Callalina
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Re: Mama mit Tochter (10, ADS, LRS, Dyskalkulie, AWVS usw.)

Beitragvon Callalina » 22.03.2019, 17:18

Hallo,
ich kann dich voll verstehen.
Musste das bei meinem großen Sohn mitmachen bis er 18 war.
Mein Ex ist genau wie deiner. Hat auch alles blockiert etc.
Zum Glück war mein Sohn nicht beeinträchtigt, das kommt bei dir ja noch erschwerend dazu. Trotzdem hatte er eine Kindheit mit vielen Gutachtern, vielen Gerichts Terminen, die man keinem wünscht und ganz klar Spuren hinterließ.
Leider war ich wie du machtlos.
Ich weiß, dass hier keine Nachweise zählen. Da werden Gutachter eingeschaltet, Leute die das Kind nur wenige Male gesehen haben berichten dem Gericht.... es ist alles Haar sträubend.
Kenne ich alles. Man kann nur zusehen und zuhören. Je mehr man auf Dinge hinweist die man belegen kann umso unglaubhafter wird man vor Gericht. Es heißt dann, man will dem Ex einfach nur böses anlasten und verliert total aus den Augen, dass das Kind im Vordergrund stehen sollte. Völlig verrückt.

Ich habe nach ein paar Jahren meine Anwältin für Familienrecht gewechselt. Die neue hielt in einer Grossstadt einen Vortrag und es hörte sich an, als ob mir die wirklich helfen konnte.
Um dich nicht zu entmutigen schreibe ich lieber nicht wie es bei uns ausgegangen ist. Kann nur sagen, die neue Anwältin kostete mich 10.000€ und brachte mir genauso wenig wie die andere.
Solche Fälle gibt es zum Glück sehr sehr selten.
Wenn du magst kannst du mir gerne eine PN schicken zum austauschen.
Denn so was kann man nur verstehen wenn man es selber erlebt hat.
Liebe Grüße Callalina
7/12, Mikrodeletion 2p25.3, VED, entwicklungsverzögert, bald Prismenbrillen Trägerin, Kiss-Kidd Syndrom behandelt - endlich beschwerdefrei
"Jedes Kind ist etwas besonderes. Kinder sind wie Schmetterlinge im Wind... Manche fliegen höher als andere, doch alle fliegen so gut sie können. Jeder ist etwas besonderes. JEDER IST WUNDERBAR"


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