Verletzung in der Kurzzeitpflege

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Anke0104
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Verletzung in der Kurzzeitpflege

Beitragvon Anke0104 » 04.03.2019, 09:20

Guten Morgen liebe Forengemeinde,

mein Sohn war vergangenes Wochenende in einer Kurzzeizpflege untergebracht. Als ich ihn abholte merke ich sofort das etwas mit ihm nicht stimmt, er hatte deutlich schmerzen und war sehr weinerlich. Ich stelte fest das sein Oberschenkel deutlich geschwollen war. Laut Mitarbeiterin sein ihr nicht bekannt das was vorgefallen wäre.
Kurzum bin ich von der Kurzzeitpflege in die Notaufnahme, wo sich ein Oberschenkelbruch oberhald des Knies heraus.
Ich bin jetzt etwas kopflos. Hat jemand hatschläge tipps wie ich mich jetzt verhalten soll, wie weiter vorgehen? Anwalt Krankenkasse. ich bin jetzt etwas überfordert. ich danke schon mal für eure Hilfe, ich muss jetzt nochmal los in die Noraufnahme.


Viele grüße Anke

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IlonaN
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Beitragvon IlonaN » 04.03.2019, 09:36

Hallo Anke0104,
Auweia, es tut mir sehr leid was ihr gerade erlebt. Da muß ja was vorgefallen sein. Auch wenn ich die rechtliche Situation nicht mit §§ untermauern kann, muß es ja eine Versicherung geben.
Ich 1961 Ösophagusatresie
Großfamilie mit leibl.Kindern/Ado-Kind und Pflegekindern mit FASD, ADHS, Autismus, Bindungsstörung mit Enthemmung ,Asthma, Neurodermitis u.v.m.

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Alexandra2014
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Beitragvon Alexandra2014 » 04.03.2019, 09:58

Hallo!

Das ist ja echt ein Ding, also vor allem, dass man davon nichts gemerkt haben will. Ein Oberschenkelknochen bricht ja nicht mal eben so...

Ich würde mich wohl mit dem Vorgesetzten der Kurzzeitpflege verbinden lassen. Er soll mit seinen Mitarbeitern klären, wie das passieren konnte.
Kommt es nicht zu einer nachvollziehbaren Erklärung, würde ich Anzeige erstatten.

Gruß
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

kati543
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Beitragvon kati543 » 04.03.2019, 10:37

Hallo,
ich hatte bei meiner Großmutter vor einigen Jahren einen ähnlich gelagerten Fall. Sie war seit Jahren bettlägerig und in der Kurzzeitpflege. Nach der Kurzzeitpflege fiel uns der wirklich extrem dunkelblau bis lilafarbene Unterarm auf, inklusive einiger Schrammen. Die Pflegerinnen und Pfleger wussten von nichts. Die Ärzte stellten einen mehrfachen Bruch fest, der sich wohl ergeben haben muss, als sie aus dem Bett gefallen ist...nur sie hatte die Gitter am Bett.
Nach einigen hin und her haben einige Pfleger zugegeben, dass sie bei der Grundpflege weggerutscht und nach unten gefallen ist. Daher auch die Schrammen, denn die Pfleger, versuchten schon noch sie zu halten.
Das Ganze ist letztendlich im Sande verlaufen.
LG
Katrin
Katrin (Epilepsie)
O. (Frühk. Autismus (HFA), Sprachentwicklungsstörung, Ptosis, Hypotonie, AVWS, LRS, Vd. Valproatembryopathie)
D. (geistige Behinderung, Frühk. Autismus, Epilepsie, Esstörung, Trigonoceph., Hypertonie, Opticushypoplasie, Amblyopie, Mikrodeletion 3p26.3, Vd. Valproatembryopathie, Z.n. Schädelbasisfraktur)

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Beitragvon yanaica » 04.03.2019, 11:18

Hallo Anke,

da ich über deinen Sohn so gar nichts weiss kann ich nicht viel dazu sagen.
Sollte dein Sohn Spastiker sein, kann es , wie bei unserem Andy vor ein paar Jahren, durch einen Spastikeinschuss , durchaus passieren, dass was bricht.
Bei Andy war es kurz oberhalb des Knies.
Ich habe ihn ganz normal abenda bettfertig gemacht , da war alles in Ordnung, morgens hat er gejammert, sind ins KKH zum Röntgen gefahren , wo der Bruch dann festgestellt wurde.
Laut Arzt kann das bei einem nächtlichen Spastikeinschuss durchaus passieren, evtl. dass sich der Fuss in der Bettdecke verhakt hat.
In der Kurzzeitpflege wird Protokoll geführt, lass es dir zeigen.
Sauer wäre ich auch, aber da das bei mir zu Hause auch schon passiert ist, kann ich dir nicht dagen, was ich dann machen würde.
Wichtig ist , dass es festgestellt wurde und ärztlich versorgt ist.

LG yanaica
Es ist eine grosse Erfahrung im Leben, besondere Kids zu haben.

Andy 31 SSW - schwerstmehrfachbehindert, blind, kein Sprachvermögen, Epilepsie, Button
Matze 28 SSW - schwerbehindert, Tetraparese, links beinbetont, BPD, ADHS
Kev 39 SSW - ADHS hochgradig, grob, fein, und graphomotorische Störung
Robby 32 SSW mit 14 Mon. Sternenkind 1997

Lottijoni
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Beitragvon Lottijoni » 04.03.2019, 12:43

Hallo Anke,

unsere "kleine Maus" hat sich bereits zwei mal in der Kurzzeitpflege verletzt (gleiche Einrichtung, das selbe Personal).
Einmal den Ellenbogen bei vermuteten Sturz auf Wiese gebrochen. Es hat 12 Wochen gedauert, bis sich der Bruch vollständig wieder ausgerichtet hatte und der Ellenbogen frei beweglich war. Bis zu dem Zeitpunkt war nicht sicher, ob dauerhafte Schäden bleiben.
Ein Jahr zuvor hat sich unser Kind eine riesige Schürfwunde über dem Steißbein zugezogen.
Beide Male konnte uns niemand sagen, was passiert ist. Die Schürfwunde haben wir erst Abends zu Hause beim Duschen entdeckt, da war ich schon etwas sauer.

Wir haben mit den verantwortlichen Betreuer darüber gesprochen. Rechtliche Schritte haben wir nicht unternommen, da unser Kind nicht sprechen kann und wir Niemandem eine bewusste Gefährdung oder gar Verletzung vorwerfen können.

Die bittere Konsequenz ist allerdings, dass wir unser Kind seit dem nicht mehr in Kurzzeitpflege gegben haben, unser Vertrauen zu einzelnen Personen ist einfach nicht mehr da.

Ich wünsche deinem Kind von Herzen eine schnelle Genesung und dir starke Nerven für die anstrengende Zeit.

Liebe Grüße,
Janni

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Beitragvon Eulen-Tina » 04.03.2019, 22:03

Hallo,

ganz klar.... ich würde zur Polizei gehen und Anzeige erstatten...das muss aufgeklärt werden und bevor die Akten nachträglich bearbeitet werden...würde ich das so machen... ein normaler Oberschenkelbruch passiert ja nicht eben so...

Und wenn schon ein Sturz oder so passiert, ja das kann ja passieren, dann muss die Einrichtung dies dokumentieren und einen Arzt zu rate ziehen...welche Schmerzen Dein Junge haben musste...hätten sie ihn eine Woche so liegen lassen aus Angst vor Entdeckung? Schlimm...

Gute Besserung für Deinen Sohn und lass es aufklären...

Liebe Grüße
Tina
Tochter (2010):Micro-Gendefekt, Kombinierte Entwicklungsstörung der Sprache, Motorik, Wahrnehmung; Aufmerksamkeitsstörung, Hypotonie, Verdacht auf Lernbehinderung, viele Allergien, nächtliches Einnässen
PT (2015): Epilepsie,Tetraspastik,Cerebralparese und viele weitere Besonderheiten, kein sitzen, kein sprechen, viele Anfälle

Anke0104
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Beitragvon Anke0104 » 05.03.2019, 10:50

Hallo zusammen,
erst einmal Danke für eurer Mitgefühl und Zuspruch.

@ Alex Die Pflegeleiterin ist informiert und geht auf Spurensuche. Sie hat sich 100mal entschuldigt. Aber passiert ist passiert, dann muss man auch dazu stehen. Ich habe morgen nochmal ein Gespräch mit ihr und hoffe das es was neues gibt.

@ Yanaica mein Sohn hat einen sehr schwachen Muskeltonus, viel allein bewegen kann es sich nicht. Man muss wirklich alles erledigen bei ihm. Deshalb bin ich mir eigentlich sicher das es ein Problem bei der Handhabung gab.


@ Tina Anzeige erstatten so weit wollte ich eigentlich nicht gehen. Mein Lebensgefährte (nicht Vater des Kindes) meinte aber ich sollte auf jedenfall zum Anwalt.

Die Problematik wird sein, mein Sohn kann auch nicht sprechen oder sich mit Mimik verständlich machen. Ich vermute das man keine Chance hat es zu beweisen. Und noch ein Kampf mehr den man führt, ich glaube da fehlt mir auf Dauer die Kraft . Wir wissen alle, das es mit unseren Kindern ständig was zu kämpfen gibt.

Liebe Grüße Anke

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Beitragvon IlonaN » 05.03.2019, 11:08

ohje, aber das heißt doch im Umkehrschluss auch das er sich nicht groß selbst fortbewegen kann, oder? Wie konnte das dann passieren. Wer furchtbar wenn das an der "Handhabung" lag. was sagt das dann über die Qualifikation aus :evil:
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Beitragvon Anke0104 » 05.03.2019, 11:32

Ja Ilona genau das heisst es. Er kann nicht laufen, nicht selbständig sitzen, sich nicht drehen, nichts greifen. Entwicklungsstand eines 3 Monate alten Babys wird gesagt.


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