Baby mit Asphyxie entwicklungsverzögert

Hier könnt ihr euch über die unterschiedlichsten Therapiemöglichkeiten (Logopädie, Petö, Cranio Sacrale) für eure Kinder austauschen und Fragen rund ums Thema Krankengymnastik und Frühförderung stellen.

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melly210
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Beitragvon melly210 » 02.02.2019, 15:14

Sagen wir so, wenn soweit mit 9 Monaten alles unauffällig ist, wird sie entweder komplett gesund sein, oder max leichte Einschränkungen haben.
Auch bei meinem Sohn war erst so mit 2 rum sichtbar, daß er doch leichte Baustellen hat (leichte Muskelhypotonie sowie Wahrnehmungsstörungen). Er bekommt Ergo, geht als Regelkind in einen ganz normalen Kiga, macht sich gut da und wird sicher ein normales Leben führen können.

Will sagen: ja es kann sein, daß noch kleinere Probleme auftauchen, aber je später die sichtbar werden desto geringer sind sie normalerweise.

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Alexandra2014
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Beitragvon Alexandra2014 » 02.02.2019, 15:43

Hallo melly,

tendenziell ist das sicher so, aber es ist kein Garant.
Mein Kind hat sich bis zur U7 auch relativ unauffällig entwickelt. Bißchen spät gelaufen (mit 19 Monaten) und sprachverzögert, obwohl mit 14 Monaten schon erste deutliche Worte kamen. Mehr war erstmal nicht.
Dann kam irgendwann mal die Diagnose (mit 4) motorische Dyspraxie, dann visuelle Wahrnehmungsstörung (mit 6), ein Dreivierteljahr später kam die Epilepsie dazu, mit 8 die verbale Dyspraxie, mit 9 die auditive Wahrnehmungsstörung und mit 10 Jahren (fast 11) dann die Autismusdiagnose. Das ist natürlich kein typischer Verlauf, aber man weiß es vorher eben nicht.
Beim Robben konnte man anfangs eine leichte Hemiparese rechts sehen. Als sie später krabbelte, war das dann wieder völlig unauffällig.

Mir war aber ab ca. 2,4 Jahren schon klar, dass da noch mehr ist. Man muss nur auch erstmal wissen, in welche Richtung man suchen muss. Gerade nach einem Sauerstoffmangel, haben viele Kinderärzte nur die typischen und häufigsten Auffälligkeiten auf dem Schirm.

Letztlich gehören die Dyspraxien und die Wahrnehmungsstörungen zum Autismus.
Kind hat aber so gut kompensieren können, dass man an Autismus erstmal nicht gedacht hat. Sie ist im Umgang mit Erwachsenen sehr charming, was viele Neuropädiater veranlasste, den fraglichen Autismus vom Tisch zu wischen, obwohl von Therapeuten konkret danach gefragt wurde. :wink:

Bei Autismus denken ja viele gleich an den unerreichbaren frühkindlichen Autisten, der in der Ecke vor der Wand sitzt und den ganzen Tag mit dem Oberkörper hin und her schaukelt, auf nichts reagierend.
Mein Kind ist eher das Gegenteil davon. Den ganzen Tag fröhlich, aktiv und am erzählen. Andererseits ist sie aber nicht in der Lage adäquat Kontakt zu Gleichaltrigen aufzunehmen, Freundschaften zu schließen oder Gefühle wie Ängstlichkeit oder Wut an der Mimik anderer zu erkennen.

Aber auch das ist alles gut. Ich habe einfach immer im Hinterkopf, dass es hätte viel viel schlimmer kommen können und dass wir viel Glück im Unglück hatten.

Gruß
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

Sermin84
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Beitragvon Sermin84 » 02.02.2019, 16:48

Von einem Garant hat doch auch kein Mensch gesprochen??????
Mein KiA und die Gynokologin sowie Neurologin und Oberärztin in der Klinik drückten sich folgendermaßen aus: Spätfolgen aufgrund der schwierigen Geburt sind nicht zu erwarten.

Wurde hier was garantiert? Nein. Kann trotzdem was sein? Sicherlich aber während der größte Teil der Kinder die diese Prognose erhalten tatsächlich unauffällig bleiben, entwickelt ein kleiner Teil womöglich doch Entwicklungsstörungen.

Es ging nur darum Mut zu machen an einer Stelle bzw. in einem Fall in welchem es durchaus angebracht ist ohne utopisch zu denkem. Und natürlich OHNE eine Garantie zu geben. Aber wer kann das auch schon. Sicher ist lediglich der Tod. Das sagte mir eine Oberärztin um das Restrisiko das immer besteht zum Ausdruck zu bringen.

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Beitragvon Sermin84 » 02.02.2019, 16:55

Ich möchte nichts vorwegnehmen und hoffe dass ich DiMa die ich wie gesagt in einem anderen Forum kennengelernt habe tatsächlich dieselbe Person ist.

Sie hatte nämlich günstige Prognosen bei der Entlassung erhalten. Wollte deutlich machen dass sie darauf RELATIV vertrauen kann da der bisherige Entwicklungsverlauf diese Prognose untermauert. Ich hoffe jetzt aber wirklich das ich niemand verwechsle das wäre echt peinlich 😀 aber die Dame hiess auch DiMa und ihr Kind wurde mit Elektroden 2 Tage überwacht.

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Alexandra2014
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Beitragvon Alexandra2014 » 02.02.2019, 17:15

Von einem Garant hat doch auch kein Mensch gesprochen??????
Mein KiA und die Gynokologin sowie Neurologin und Oberärztin in der Klinik drückten sich folgendermaßen aus: Spätfolgen aufgrund der schwierigen Geburt sind nicht zu erwarten.

Wurde hier was garantiert? Nein. Kann trotzdem was sein? Sicherlich aber während der größte Teil der Kinder die diese Prognose erhalten tatsächlich unauffällig bleiben, entwickelt ein kleiner Teil womöglich doch Entwicklungsstörungen.

Es ging nur darum Mut zu machen an einer Stelle bzw. in einem Fall in welchem es durchaus angebracht ist ohne utopisch zu denkem. Und natürlich OHNE eine Garantie zu geben. Aber wer kann das auch schon. Sicher ist lediglich der Tod. Das sagte mir eine Oberärztin um das Restrisiko das immer besteht zum Ausdruck zu bringen.
Es haben hier aber auch alle, inklusive mir, nur ermutigende Antworten gegeben. Bis zu dem Punkt, an dem du geschrieben hast „wenn alle bisherigen U‘s ok waren, wird auch nichts mehr kommen“ - bei einem 9 Monate altem Kind. Angesichts der vielen gegenteiligen Erfahrungen, auch hier im Forum, kann man das einfach nicht so stehen lassen, ganz unabhängig davon, wie der APGAR, BE oder die Prognose der Ärzte bezüglich DiMas Kind waren. Denn die Werte kannten wir alle nicht!

Du hast nach meiner Geschichte, meiner Erfahrung, Angst bekommen, dein Kind könne auch noch Autismus bekommen, so wie du es mir geschrieben hast.
Unsere Geschichte, meine Erfahrung war aber nunmal so. Wenn du daraus ableitest, dass sich dein Kind dann genauso entwickeln muss, wie meins, kann doch aber ich nichts dafür. Und es hat vor allem nichts mit DiMas Kind zu tun.
Du nutzt diesen Threas hier, um mit mir „abzurechnen“, weil du dich über deine schlaflosen Nächte und unbegründeten Ängste geärgert hast, die offenbar durch meine Geschichte ausgelöst wurden.
Soll hier jetzt jeder seine Geschichte schön schreiben, damit du besser schläfst?

Jeder hier hat das Recht, seine Erfahrungen mitzuteilen. Dass dir meine nicht gefallen, kann ich nicht ändern.
Kläre das dann nächstes Mal doch bitte nur über PN, als Teile meiner PNs hier ins Forum zu übernehmen. :wink:
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

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Beitragvon Sermin84 » 02.02.2019, 17:55

Warum bist du denn so gehässig sag mal. Auch in den PN hast du mich beleidigt und bist ziemlich persönlich geworden. Du hättest dich doch auch einfach mit mir freuen können darüber dass ich meine Ängste überwunden habe. Ich war doch nicht respektlos und habe dir ehrlich erzählt was deine Worte in mir ausgelöst haben und positive Prognosen und die super Entwicklung gar nichts mehr gezählt hat, wollte vermeiden dass es anderen genauso geht. Dass wir über PN schreiben hast du plötzlich erwähnt nicht ich; dann ist es denke ich auch ok wenn ich erkläre um was es ging.

Von Abrechnen kann wirklich keine Rede sein. Ich sagte schon dass ich dich gar nicht darauf angesprochen hätte wenn dein Einwurf nicht gekommen wäre.

Niemand soll seine Geschichte schön schreiben aber z.B. sollte man vorsichtig sein mit Aussagen wie: Wir haben einen seeeeehr ähnlichen Geburtsverlauf ohne die genauen Werte zu kennen; oder man sollte umstrittene Thesen und Meinungen zu möglichen Ursachen bestimmter Krankheiten zumindest mit erwähnen. Man sollte auch Mal sagen können tendenziell sieht alles gut aus, ohne dass du deinen Einwurf, dass man aber Genaueres erst in 7 Jahren weiß, und wenn du wirklich meinst das zu schreiben solltedt du nicht unerwähnt lassen dass aber EIGENTLICH nur selten so lange Zeit eine bestimmte Erkrankung unauffällig bleibt. All das sind im Grunde nicht Dinge wofür wir uns so angiften müssen. Letzendlich kannst du machen was du willst, ich habe erzählt was es auslösen kann und womöglich oft unbegründet.

Du sprichst ständig von Garantie, dabei stand das gar nicht zur Debatte. Deine Worte sind nicht ermutigend, meine waren es und ich kann mir nicht erklären warum dich das so sehr stört. Du wirst persönlich und greifst mich regelrecht an und daher bitte ich dich meine Wertungen einfach nicht zu kommentieren und am besten zu ignorieren.

Liebe Grüße

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Beitragvon Sermin84 » 02.02.2019, 18:27

P.s. Dein Kind kann offensichtlich alles was ihre Altersgenossen können. Die psychischen Störungen die sich wegen Autismus ergeben haben sicherlich auch zig vermeintlich "gesunde" Kinder.

Und du hast ja erzählt dass deine Kleine motorisch alles mögliche macht und Unterhaltungen führt etc. Die Krankheit an sich ist nicht das gewesen was mir so Angst gemacht hat sondern die Tatsache das bestimmte Dinge so lange Zeit unerkannt bleiben können.

Mein KiA der mir dann erklärte dass Vieles bereits im Säuglingsalter erkannt wird und Autismus auch meistens innerhalb der ersten 2 Lebensjahre erkannt wird und überhaupt die genetische Veranlagung eine wesentliche Rolle dafür spielt hat mich sehr beruhigt.

Wenn er sich irrt und Nachholbedarf besteht dann ist daa so aber sowas kannst du doch auch freundlicher sagen. Gerade weil du ähnliche Dinge durchgemacht hast solltest du doch mich verstehen. Jdfls ist es wirklich nicht meine Art zu streiten und diese Diskussion ist echt ausgeartet.

Wenn ich dich irgendwie verletzt habe entschuldige ich mich. Wäre dir sehr dankbar wenn wir das endlich so stehen lassen könnten.

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Alexandra2014
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Beitragvon Alexandra2014 » 02.02.2019, 18:48

Sermin, du hast damit begonnen, mir PNs zu schreiben, du hast mich angemahnt, meine Geschichte würde dich und andere ängstigen, ich solle doch bitte schön mehr Mut machen stattdessen.
Du hast mir unterstellt, Informationen zu unterschlagen, um ein anderes Bild darzustellen, also bitte!

Ich habe auf das geantwortet, was DiMa an Informationen geboten hat. Wir hatten nunmal den gleichen NapH und eine sehr ähnliche Entwicklung im ersten Jahr.
Was möchtest du denn von mir? Es ist doch nicht mein Fehler, wenn DiMa weder vom APGAR schreibt, noch von nur zwei Tagen Überwachung...

Ich bin nicht gehässig, ich verstehe nur dein Problem und dein Unterstellung per PN nicht und das lasse ich ganz sicher so hier nicht stehen.
Wenn ich eine Frage in einem öffentlichen Forum stelle, dann muss ich mit solchen und solchen Erfahrungsberichten rechnen.

Meine Geschichte ist eigentlich eher eine Mutmachgeschichte, denn es hätte sehr viel schlimmer ausgehen können. Das scheint dir irgendwie nicht bewusst zu sein.
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Beitragvon Alexandra2014 » 02.02.2019, 19:11

P.s. Dein Kind kann offensichtlich alles was ihre Altersgenossen können. Die psychischen Störungen die sich wegen Autismus ergeben haben sicherlich auch zig vermeintlich "gesunde" Kinder.

Und du hast ja erzählt dass deine Kleine motorisch alles mögliche macht und Unterhaltungen führt etc. Die Krankheit an sich ist nicht das gewesen was mir so Angst gemacht hat sondern die Tatsache das bestimmte Dinge so lange Zeit unerkannt bleiben können.

Mein KiA der mir dann erklärte dass Vieles bereits im Säuglingsalter erkannt wird und Autismus auch meistens innerhalb der ersten 2 Lebensjahre erkannt wird und überhaupt die genetische Veranlagung eine wesentliche Rolle dafür spielt hat mich sehr beruhigt.

Wenn er sich irrt und Nachholbedarf besteht dann ist daa so aber sowas kannst du doch auch freundlicher sagen.
Der Punkt ist nicht, dass dein Kinderarzt sich irrt - und mit obiger markierter Aussage hat er nun zum wiederholten Male bewiesen, dass er keine Ahnung von Autismus hat- , sondern dass du darauf beharrst, dass er Recht hat.
Damit sprichst du allen Autisten, die nicht genetisch vorbelastet sind, ihre Diagnose ab. Die Genetik ist sicher eine der Hauptursachen, aber eben nicht die einzige. Es ist falsch zu behaupten, dass Autismus ausschließlich bei genetischer Vorbelastung auftritt und das hast du in der PN!

Dass Autismus meist innerhalb der ersten zwei LJ erkannt wird, gilt vielleicht für einige Kinder mit schweren Verläufen von frühkindlichem Autismus. Die meisten anderen fallen durchs Raster. Besonders Asperger Autismus fällt oft erst im Kindergarten, oder sogar erst mit Schulstart auf.

Deinen ersten Absatz begreife ich inhaltlich gar nicht! Was willst du mir sagen? Nie habe ich irgendwo geschrieben, dass mein Kind alles kann, wie gesunde Gleichaltrige??
Ehrlich, ich versteh‘s nicht...

Ist es denn meine Schuld, dass manche Dinge so lange unerkannt bleiben, bin also ich für deine Ängste verantwortlich oder eher die Tatsache ansich?

Hier im Forum sind einige Mütter, deren Kinder jahrelang unentdeckt nachts gekrampft haben. Mein Kind gehört dazu. Viele epileptische Anfälle verlaufen nicht so, wie man sich das als Laie vorstellt und so ist es manchmal schwierig, es herauszufinden, vor allem wenn es nur nachts passiert oder wenn die Anfälle nur aus Übelkeit und Erbrechen oder kurzen Abwesenheiten bestehen.
Auch Wahrnehmungsstörungen, vor allem auditiv und visuell, sind einfach nicht so leicht zu entdecken, wie eine offensichtliche Blindheit oder Gehörlosigkeit. Das ist nunmal so.
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Beitragvon Alexandra2014 » 02.02.2019, 19:31

Ich habe es gerade nochmal nachgelesen.
Du hast in deiner Vorstellung ja sogar explizit nach Spätfolgen trotz unauffälligen Befunden und vorerst unauffälliger Entwicklung gefragt.
Und dann beschwerst du dich über ebensolche Antworten, weil sie dich ängstigen?

Meine Antwort war ja nun auch wirklich sehr sachlich und mutmachend.

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