Baby mit Asphyxie entwicklungsverzögert

Hier könnt ihr euch über die unterschiedlichsten Therapiemöglichkeiten (Logopädie, Petö, Cranio Sacrale) für eure Kinder austauschen und Fragen rund ums Thema Krankengymnastik und Frühförderung stellen.

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Alexandra2014
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Beitragvon Alexandra2014 » 02.02.2019, 08:10

. Wenn die bisherigen U's unauffällig waren ist eig nichts mehr zu erwarten.
Das kann man so leider nicht sagen!
Unsere U-Untersuchungen im ersten Lebensjahr waren alles soweit unauffällig.
Bei der U7 mit 2 Jahren wurde dann das erste Mal die Sprachentwicklung als auffällig markiert, sowie das freie Laufen, weil dies noch sehr breitbasig war.

Trotzdem sollte man vom Besten ausgehen. :wink:

Gruß
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

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Sermin84
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Beitragvon Sermin84 » 02.02.2019, 09:36

Doch wenn es sich um dieselbe DiMa handelt die ich kennengelernt habe dann bin ich mir sehr sicher dass sie sich nicht sorgen muss. Ihr Kind kam nicht leblos zur Welt und hatte Apgar 8/9. Darum hat man auch nur 2 Tage überwacht und nicht wie bei uns etliche Sonos EEG Neurokonsiluntersuchungen etc. gemacht.

Dazu passt ja der bisherige Verlauf (dieser war zu erwarten).

Im Gegenteil ist der normale Entwicklungsverlauf bei einem reanimierten Baby eine erfreuliche positive Sache und die nicht normale Entwicklung etwas das im Vergleich zu gesund Geborenen eher vorkommen kann. Gerade Verläufe wie bei dir Alexandra (unauffällig bis zur U7) kommen eher selten vor (hier im Forum kann man sich gerne den Thread "wann wurde die Besonderheit eures Kindes festgestellt" anschauen.

Darum und vor allem wegen den Superwerten kann DiMa relativ entspannt (im Hinblick auf etwaige Hirnschäden) sein.

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Alexandra2014
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Beitragvon Alexandra2014 » 02.02.2019, 09:48

Liebe Sermin,

von den „super Werten“ stand hier nichts. Der Nabelschnur pH von 6,9 wird aber nicht aus dem Nichts gekommen sein!

Ob eine Reanimation Schösen nach sich zieht, hängt wesentlich davon ab, warum die Reanimation eingetreten ist, wie lange die Unterversorgung gedauert hat und wie lange reanimiertbwerden musste, bis Herzschlag und Atmung wieder einsetzten.
Bei uns waren das z.B. nur 1,5 Minuten.

Man kann das also nicht pauschal beantworten und das ist auch der Grund, warum sich Ärzte mit Prognosen zurückhalten. Man kann es einfach nicht vorhersehen.

Es macht weder Sinn, den Teufel an die Wand zu malen, noch so zu tun, als wäre „nichts“ gewesen.
Gesunder, optimistischer Realismus hilft einem in beide Richtungen. Man freut sich über positive Entwicklung, fällt aber nicht so tief, wenn doch noch etwas kommt. :wink:

Gruß
Alex
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Jörg75
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Beitragvon Jörg75 » 02.02.2019, 09:57

Moin
Ihr Kind kam nicht leblos zur Welt und hatte Apgar 8/9.
APGAR 8/9 und Nabel-pH von 6,9 passen eigentlich auf den ersten Blick nicht unbedingt zusammen ... aber gut.

Trotz allem bin ich auch der Meinung, dass man zumindest zum jetzigne Zeitpunkt nicht "Alarm" schreien muss und schon gar keine sedierten MRT's durchführen lassen muss.

Gruß
Jörg
K., *2013, Extremfrühchen (27. +3 SSW), ICP, GdB 100 G aG H B, PS II+/ PG 4
J., *2016, aktuell keine Besonderheiten

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Beitragvon Sermin84 » 02.02.2019, 10:43

Du hast Recht Apgarwerte und NPH dürfen nicht sehr auseinanderfallen aber das ist noch im Rahmen, ich hab auch jmd kennengelernt mit Apgar 7/8 und PH 6,81.

Bei mir war z.B. NPH noch im Rahmen während Apgar miserabel war.

Wielange der Säugling unterversorgt war lässt sich vom BE ableiten.

Mein Sohn wurde ziemlich lange reanimiert (20 min) wobei er kein Herzstillstand sondern niedrige HF von 40 hatte. Auf meine Nachfrage bez. der langen Reanimierungszeit wurde mir erklärt dass er ab Lebensminute 3 eine HF von 60 hatte (wichtiger Grenzwert) und bei relativ noch guter Sauerstoffversorgung sofort Sauerstoff erhalten habe (dieser Sauerstoff reiche für eine gewisse Zeit aus um das Gehirn zu bedienen da die anderen Organe nicht so sehr darauf angewiesen seien bzw. eine gewisse Zeit länger ohne Sauerstoff auskommen könnten). D.h. es ist neben der Reanimierung an sich wichtig ob noch Puls da ist und wie lange die Unterversorgung stattgefunden hat. D.h. auch hier kann man nichts pauschalisieren.

Abschließend kann man jedoch festhalten, dass DiMa sich nicht allzu sehr sorgen muss weil ihre Tochter etwas noch nicht macht dass sie noch gar nicht können muss und eher zu erwarten ist dass keine neurologischen Folgeschäden zu erwarten sind als welche. Und das ist doch schon mal eine prima Prognose.

Drück euch ganz fest die Daumen.

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Alexandra2014
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Beitragvon Alexandra2014 » 02.02.2019, 12:01

Sermin, niemand hat hier etwas anderes geschrieben.
Ich schreibe dir die ganze Zeit (auch per PN), dass es einfach von ganz vielen Faktoren abhängt und keine Geschichte der anderen gleicht.

Ich würde, wie bereits gesagt, auch kein MRT deswegen machen lassen.
Aber die Aussage von dir, dass wenn alle U-Untersuchungen bisher in Ordnung waren, auch nichts mehr kommen wird, ist einfach falsch. Nicht mehr und nicht weniger!

Wir wissen wie der pH war und jetzt von dir, wie der APGAR war (ich hoffe, das war der TE überhaupt Recht). Wir wissen nicht wie der PCO2 oder der BE war. Wenn hier als „Maß“ nur der pH genannt wird, dann kann man auch nur darauf eingehen.

Die TE fragte nach einem MRT und sie hat vernünftige Antworten bekommen.

Gruß
Alex
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Sermin84
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Beitragvon Sermin84 » 02.02.2019, 12:24

Alexandra, ich habe lediglich gesagt dass wenn die bisherigen U's unaufällig waren (angenommen es handelt sich tatsächlich um Apgar 6/8/9 und ich verwechsle sie nicht) EIGENTLICH nicht zu erwarten ist dass was nachkommt an neurologischen Schäden. Die Bedeutung des Wortes Eigentlich kennst du sicherlich. Und diese Aussage ist nicht falsch.

Darum vermute ich haben die Ärzte auf Kältetherapie verzichtet aber nichts desto Trotz 2 Tage beobachtet. Weil EIGENTLICH nichts sein solltw aber trzdem es nicht ganz ausgeschlossen werden kann.

Und ich schreibe dir die ganze Zeit auch per PN wie ich mich damals gefühlt habe als du mir von deiner Erfahrung berichtet hast (unauffällig später Autismus etc) und dann aber von meinem KiA erfahren habe dass der Sauerstoffmangel Autismus begünstigen aber nicht alleine auslösen kann ohne dass die genetische Veranlagung da ist. Es KANN höchstens ein Zusammenspiel der Genetil MIT Geburtskomplikationen sein. Wenn du meinst dass er sich irrt ist das ok. Ich will ihm glauben und hoffe dass ich nicht enttäuscht werde.

Ich möchte und KANN keine sicheren Prognosen geben. Prognosen können nur Ärzte geben und über günstige Prognosen sollten wir uns freuen und abwarten. Wenn es heisst bei diesen Werten überlebt ein erheblich überwiegender Teil der Säuglinge die Sache ohne neurologische Schäden darf man durchaus positiv gestimmt sein und das heisst nicht dass man tut als wäre nichts.

An der Stelle möchte ich die Diskussion aber auch beenden da sie nichts bringt. Ich denke mein Standpunkt wurde deutlich. Positiv sein wenn gute Gründe dafür sprechen und trotzdem wachsam bleiben da ausnahmsweise wenn auch nicht zu erwarten doch was sein kann.

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Beitragvon sandy.albert » 02.02.2019, 14:15

Hallo,

ich wollte nur kurz einwerfen, dass deine Tochter auch motorisch keine Verzögerung zeigt. Sie ist korrigiert 8 Monate und robbt. Das ist völlig altersgemäß. Sie versucht in den Vierfüßlerstand zu gelangen und hält sich in diesem, wenn ihr sie unterstützt. Von daher zeigt sie eine altersgemäße motorische Entwicklung. Es gibt sicher Kinder, die krabbeln auslassen aber auch das Erlernen zwischen 10. und 12. Monat ist nicht verzögert.

Liebe Grüße Sandy
Kinderphysiotherapeutin/SPZ

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Alexandra2014
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Beitragvon Alexandra2014 » 02.02.2019, 14:25

Sermin,
ich weiß nicht, warum du das jetzt alles auch nochmal ins Forum schreibst.
Die Entstehung von Autismus ist noch überhaupt nicht abschließend geklärt.
Es steht aber außer Frage, dass es genetische und nicht-genetische Komponenten gibt.
Ein Kind kann auch ohne genetische Vorbelastung und ohne Sauerstoffmangel Autismus haben.
Lies dich mal durch das Autismusforum, dort gibt es einen tollen Thread dazu.
Viele Kinderärzte haben leider sehr wenig Ahnung von Autismus.
Ich finde es schwierig, wenn du Menschen aufgrund solcher zweifelhafter Aussagen, ihre eigenen Erfahrungen absprichst.

Trotzdem ist deine Aussage nicht richtig, auch wenn sie ein „eigentlich“ enthält.
Das Kind mit APGAR 6/8/9 wird keine schwersten neurologischen Schäden haben - die würde man auch jetzt schon sehen, aber im Alter von 9 Monaten, nur aufgrund der stattgehabten U-Untersuchungen, die bisher unauffällig waren, darauf zu schließen, dass EIGENTLICH nichts mehr nachkommen dürfte, ist nichts weiter, als Glaskugel lesen.
Man kann es zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen! Ein NapH von 6,9 wird seinen Grund gehabt haben - welche Folgen daraus resultieren, kann man erst in ein paar Jahren sicher sagen. Die Ungewissheit ist schlimm, ich weiß, aber es bleibt einem nichts anderes übrig, als abzuwarten.

Hypothermie hat mein Kind übrigens auch nicht erhalten. :wink:
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

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Alexandra2014
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Beitragvon Alexandra2014 » 02.02.2019, 14:40

Hier ein Auszug zur Autismusentstehung:

„Risikoaktoren für Autismus in Schwangerschaft und Geburt:

Bestimmte Infektionskrankheiten der Mutter in der Schwangerschaft, wie die Rötelninfektion, sind belegte Risikofaktoren für Autismus-Spektrum-Störungen. Eine dänische Register-basierte Studie fand ein erhöhtes Risiko nach schweren Virus- im ersten Trimenon und schweren bakteriellen Infektionen im zweiten Trimenon. Mehrere populationsbasierte Studien konnten des Weiteren zeigen, dass eine (starke) Frühgeburtlichkeit das Risiko für Autismus-Spektrum-Störungen erhöht. Als allgemeine Schwangerschafts-assoziierte Risikofaktoren sind mütterlicher Diabetes sowie postpartale Hypoglykämie und Lungenfunktionsprobleme bei Termin-geborenen Kindern beschrieben worden. Eine weitere Studie diskutiert die Einnahme von Serotonin-Wiederaufnahmehemmmern in der Schwangerschaft als Risikofaktor, wobei die Anzahl der Kinder, die SSRIs in der Schwangerschaft ausgesetzt waren, relativ gering war. Auch Antiepileptika-, insbesondere Valproat-Einnahme in der Schwangerschaft war in klinischen Studien mit erhöhten Raten von Autismus-Spektrum-Störungen bei den Kindern assoziiert. Als Schwangerschafts-assoziierte Risikofaktoren ausgeschlossen werden konnten bisher Alkoholkonsum sowie eine starke psychosoziale Belastung der Mutter.“


Hier kopiert:
https://www.neurologen-und-psychiater-i ... /ursachen/

Das kannst Du deinem Kinderarzt gerne vorlegen, vielleicht hilft es anderen Kindern...
Auch Neumutationen sind nicht ungewöhnlich, z.B. bei höherem Lebensalter von Mutter und/oder Vater. :wink:
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral


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