Kältewelle - rausgehen mit infektanfälligen Kindern?

So manches Kind muss aufgrund seiner Behinderung besonders intensiv betreut werden - z. B. mit Hilfe eines Pflegedienstes. Viele Kinder werden von einer Krankenschwester in Kindergarten oder Schule begleitet, um optimal versorgt werden zu können. Das gilt beispielsweise für viele tracheotomierte Kinder. In dieser Rubrik können sich Eltern von so genannten Intensivkindern über die besonderen Bedürfnisse ihrer Kinder austauschen.

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Irmengardelisabeth
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Kältewelle - rausgehen mit infektanfälligen Kindern?

Beitragvon Irmengardelisabeth » 23.01.2019, 15:53

Hallo Community,

Wir sind gerade sehr vorsichtig mit der frischen/ scharfen Luft bei unserem Bubi .
Die obstruktiven Bronchien waren gerade wieder etwas genesen nach dem letzten Infekt und nun haben wir morgens wenn der Fahrdienst kommt -8 Grad.
Die letzten Tage haben wir unser Kind vorsorglich zuhause gelassen.
Schade, nun kann er wieder nicht in die Sve.

Wie macht ihr das mit euren infektanfälligen Kindern?

Liebe Grüße
Irmi

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Alexandra2014
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Beitragvon Alexandra2014 » 23.01.2019, 16:11

Hallo Irmi,

kalte Luft allein, macht ja noch keinen Infekt. Dazu braucht es immer auch einen Erreger, der in irgendeiner Form zu jeder Jahreszeit unterwegs ist.
Ein gesundes Kind würde ich nicht Zuhause lassen.

Gruß
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

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Beitragvon JasminsMama » 23.01.2019, 16:20

Hallo Irmi,

ich finde, gar nicht raus gehen ist keine Option, denn frische Luft tut ja auch gut. Evtl. mit Tuch vor dem Mund, wenn das Kind viel durch den Mund atmet.

Es aus der SVE zu Hause zu lassen ist irgendwie auch keine Lösung finde ich, aber ich kann Deine Angst auch verstehen, das sich das Kind gleich wieder was holt.

Aber leider kann man sie nicht immer in Watte packen.

Zur Not würde ich ihn selbst zur Schule fahren, wenn es im / am Bus zu kalt ist aber ein gesundes (wenn auch infektanfälliges) Kind würde ich nicht zu Hause lassen.

LG
Sandra
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Jasmin Marie 05/02 globale Entwicklungsverzögerung, vis. Wahrnehmungsstörung, Lernbehinderung, starke Hyperopie rechts, hochpathologisches EEG (Besserung seit Jan. 12),
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Beitragvon Irmengardelisabeth » 23.01.2019, 16:25

Hallo Alex,

Es geht mir um Eltern mit Kindern mit Lungenproblemen.'
Entzündete Bronchien können sich durch die sehr kalte Luft schneller wieder entzünden.
Intensiv- Kinder, die mehr durch den Mund atmen bekommen natürlich kältere Luft in die Lunge.
Insbesondere gilt dies für tracheotomierte Kinder.

Mein Beitrag ist leider in der falschen Rubrik gelandet.
Meine Bitte an die Moderatoren: Könntet ihr den Beitrag zu den Intensivkindern verschieben?

Danke
Liebe Grüße
Irmi
.

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Beitragvon Isolde » 23.01.2019, 16:30

erl.

Gruß Isolde
„Ich habe den lieben Gott in manchen Kneipen besser kennengelernt als in manchem Bibelkreis.“ Rainer Maria Schießler, Pfarrer in München St. Maximilian

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Beitragvon Jakob05 » 23.01.2019, 16:46

Wir haben seit 10 Jahren ein tracheotomiertes Kind und das ging und geht bei jedem Wetter raus. Zur Not warm auf dem Schlitten eingepackt. Gerde in dieser Kälte gibt es draussen keine Keime, das beste was passieren kann.
Schon als Baby stand er draussen im KiWa zum Schlafenn auch bei -15°C. Eine Wärmflasche an den Füssen und einen Dikce Decke drum rum.
Lieber 3x am Tag für eine halbe Stunde raus, als einmal so lange bis man friert.
Cordula (65) mit I. (86), M. (88 mehrfachbehindert, HF-Autist), J. (†28.07.05,*02.08.05,37.SSW) + K. 10/07 (GS, HD, Rachenfehlbildung,Tracheostoma)

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Beitragvon Irmengardelisabeth » 23.01.2019, 17:34

Hallo Cordula,

Wie macht ihr das mit der feuchten Nase, dass da nicht so ungewärmt die kalte Luft in die Trachea kommt ?
Unser Pflegedienst rät immer extrem ab bei Kälte raus zu gehen mit ihm.

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Beitragvon Jakob05 » 23.01.2019, 17:43

Versucht habe ich zu diesem Thema schon so ziemlich alles, Schals, leichte Windeln,Fleece-Tücher. den Anorak zu machen, aber nix wurde toleriert. Er besteht auf einem freien Zugang und akzeptiert die Kälte.
Als er klein war, habe ich das Regenverdeck von kinderwagen drübergezogen, sodass ein temperierter Luftraum im KiWa entstand.
Man muss ja bei solchen Temperaturen auch nicht stundenlang draussen rumrennen. in den ersten halben Stunde steckt ja auch noch viel Wärme in allen Sachen, wenn diese vorher im Has gelagert waren.
Mein PD war früher auhh total gegen das rausgehen, aber ich habe es durchgesetzt und mittlerweile glauben auch die KKS, dass tracheotomierte Kinder nicht in Watte gepackt werden müssen, sondern von diesem Winterwetter profitieren.
Cordula (65) mit I. (86), M. (88 mehrfachbehindert, HF-Autist), J. (†28.07.05,*02.08.05,37.SSW) + K. 10/07 (GS, HD, Rachenfehlbildung,Tracheostoma)

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Beitragvon Tina&Andi » 23.01.2019, 18:19

Hallo,

wenn ich morgen auf die Werkstatt fahre oder weggehen ziehe ich mich schon dick an.
Jacke, Schal, Handschuhe, Mütze und Boot(manchmal auch ein 2. Paar Socken).

Meine Mutter will nicht dass ich denn ganzen die warme Sachen anhabe.
Wenn ich in die Werkstatt komme ziehe mich um und ziehe eine Strickjacke und Hausschuhe an.

Vielleicht bin ich kein guter Vergleich.

Aber ich denke ist nicht schlecht wenn man mal raus gehe, leider komme im Winter nicht viel dazu, wegen laufen.

LG
Tina
Tina : Tetraspastik, beinbetont,

Andi : Tetraspastik, armbeton, vorallem schreibfaul

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Beitragvon Irmengardelisabeth » 02.02.2019, 22:00

Hallo Community,

Erstmal danke an Isolde fürs verschieben des Beitrags zu den Intensivkindern.

Zwei Tage war der Bub in der sve ( bei morgendlichen -4 grad, von mir gefahren euren Tipps folgend bei-1 am Vormittag) . Tja, und wieder ein Infekt und eine Woche Zuhause.

Mein Kind ist leider, selbst wenn es ihm gut geht, kein gesundes Kind.

Hoffentlich ist der Winter bald rum, heut ist ja schon Maria Lichtmess.
Ansonsten müssen mein Mann und ich unsere Auswander Phantasien doch konkretisieren.

Vielleicht könnten noch andere Eltern berichten mit infektanfälligen Intensivkindern, wie es bei euch so läuft im Winter.

Liebe Grüße
Irmi


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