Ich könnte heulen, Reha abgelehnt

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Michaela.Sandro
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Beitragvon Michaela.Sandro » 30.01.2019, 21:28

Hallo Callalina, nein, ich habe das nicht falsch verstanden/gelesen. Der Wortlaut war eindeutig. Sie haben geschrieben, dass aufgrund der starken Einschränkungen keine Reha genehmigt werden kann. Sie haben auch geschrieben, dass er nicht aktiv mitmachen könnte und nicht gruppenfähig ist, beides ist ohne jeden Bezug aufgeführt. Ich finde diese Unterstellungen heftig und das auch beim Widerspruch thematisiert. Natürlich ist Sandro bei weitem nicht in der Lage, im gleichen Leistungsumfang mitzumachen wie ein nicht behindertes Kind, aber er ist durchaus in Gruppen integrierbar, versteht Anweisungen/Aufgaben und macht mit, auch wenn seine Konzentration eher schwach ist bzw. er schnell abgelenkt ist. Ich bin jetzt gespannt, wann und wie die RV reagiert, habe den Widerspruch vorgestern abgeschickt. L. G. Michaela
Michaela alleinerziehend, Teilzeit berufstätig (Bj. 12/67) und Sohn Sandro (19.01.07.) Herz-OP nach Geburt, geistige Behinderung, Diagnose, evtl. ein unbekanntes Syndrom. Er kann laufen, einigermaßen sprechen, PG 4 , 100% SB aber ein Schatz!

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togram
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Beitragvon togram » 30.01.2019, 21:45

Hallo,

so wie hier schon geschrieben geht es nicht um gruppenfähigkeit /etc sondern wenn er geistig behindert ist in wie weit kann er später in die RV einzahlen..wie schon erwahnt eine RV ist dazu da die Arbeitskraft zu stärken...Die KK verweist immer zuerst auf die Rv weil sie vielt ausgehen das ein Sachbearbeiter doch nicht so bewandt ist und einer Reha zustimmt...Bei uns wurde schon 2mal bei der RV abgelehnt mit der Begrundung das meiner Tochter mit der Behinderung nicht in den 1. Arbeitsmarkt einsteigen kann was völlig ok ist..2mal wurde es dann zuruck geschickt an die KK die es dann genehmigt hat..Ich finde es auch unmöglich dieses Hin und her geschiebe weil es einfach zeit kostet...und Geld den die Sachbearbeiter kosten ja auch Geld..Aber das muss wahrscheinlich keiner verstehen!

LG Togram
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Beitragvon Callalina » 30.01.2019, 22:35

Hallo Callalina, nein, ich habe das nicht falsch verstanden/gelesen. Der Wortlaut war eindeutig. Sie haben geschrieben, dass aufgrund der starken Einschränkungen keine Reha genehmigt werden kann. Sie haben auch geschrieben, dass er nicht aktiv mitmachen könnte und nicht gruppenfähig ist, beides ist ohne jeden Bezug aufgeführt. Ich finde diese Unterstellungen heftig und das auch beim Widerspruch thematisiert. Natürlich ist Sandro bei weitem nicht in der Lage, im gleichen Leistungsumfang mitzumachen wie ein nicht behindertes Kind, aber er ist durchaus in Gruppen integrierbar, versteht Anweisungen/Aufgaben und macht mit, auch wenn seine Konzentration eher schwach ist bzw. er schnell abgelenkt ist. Ich bin jetzt gespannt, wann und wie die RV reagiert, habe den Widerspruch vorgestern abgeschickt. L. G. Michaela
Hallo Michaela,
gut, dass du es richtig gestellt hast bei der RV. Toll, dass du geschrieben hast wie dein Sohn wirklich ist. Mit den Diagnosen und dem hohen SBA kann das bei manchem Sachbearbeiter schon mal falsch verstanden werden. Denkst du, dass dein Sohn mal in die RV einbezahlen wird? Wir wohnen sehr ländlich doch da sind einige die in Betrieben beschäftigt sind. Brotzeit holen, Lager....
LG Callalina
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Beitragvon Michaela.Sandro » 01.02.2019, 21:04

Hallo Callalina, ich weiß nicht, ob Sandro in die RV einzahlen wird, weil ich nicht weiß wie weit er kommt und auch nicht, wie das in ein paar Jahren mit Inklusion in Betrieben aussieht. Er wird sicher keinen Job machen, der hohe Ansprüche stellt, das ist klar, daher hängt er vermutlich zwischen RV und KK in der Zuständigkeit. Man kann es aber zum jetzigen Zeitpunkt trotzdem nicht sicher ausschließen, dass er einzahlen wird. Mein Widerspruch beinhaltet genau diese Erklärung. Dazu Erläuterung zu Gruppenaktivität, die Fähigkeit zum Mitmachen, Teilhabe und die Hinweise, dass die RV Mutmaßungen/Unterstellungen anbringt. Selbst wenn sie ablehnen (wovon ich eigentlich ausgehe), musste ich das einfach „loswerden“und gehe erst dann zur KK. L. G. Michaela
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Beitragvon HeikeLeo » 02.02.2019, 12:45

ich weiß nicht, ob Sandro in die RV einzahlen wird

An sich gibt es den Grundsatz: "Reha vor Rente und Reha vor Pflege". Also selbst wenn er nicht in die Rentenkasse einzahlen können sollte irgendwann - das weiß ja sowieso jetzt noch niemand - wird durch die Rehe auch JETZT schon die Pflegebedürftigkeit verbessert bzw. soll verbessert werden. Durch eine Verweigerung der Reha könnte sein Gesundheitszustand vielleicht ja so schlecht werden, dass höhere Pflegeansprüche daraus abzuleiten wären ganz abgesehen davon, dass Du als Mutter dann womöglich als Einzahlerin wegfallen könntest.

Ich finde es gut, dass Du Widerpruch eingelegt hast. Inzwischen denke ich, dass so das Spiel geht.

Liebe Grüße
Heike

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Beitragvon Callalina » 03.02.2019, 14:24

Hallo Callalina, ich weiß nicht, ob Sandro in die RV einzahlen wird, weil ich nicht weiß wie weit er kommt und auch nicht, wie das in ein paar Jahren mit Inklusion in Betrieben aussieht. Er wird sicher keinen Job machen, der hohe Ansprüche stellt, das ist klar, daher hängt er vermutlich zwischen RV und KK in der Zuständigkeit. Man kann es aber zum jetzigen Zeitpunkt trotzdem nicht sicher ausschließen, dass er einzahlen wird. Mein Widerspruch beinhaltet genau diese Erklärung. Dazu Erläuterung zu Gruppenaktivität, die Fähigkeit zum Mitmachen, Teilhabe und die Hinweise, dass die RV Mutmaßungen/Unterstellungen anbringt. Selbst wenn sie ablehnen (wovon ich eigentlich ausgehe), musste ich das einfach „loswerden“und gehe erst dann zur KK. L. G. Michaela
Hallo Michaela,
ich finde du hast den Widerspruch sehr gut begründet. Sehe es wie du, dass die RV zuständig sein müsste. Weiß jetzt den Paragraphen nicht auswendig, doch zur Abwendung einer Behinderung oder Verbesserung der Situation müssten die das genehmigen. Dafür seid ihr der klassische Fall :) Bleib bloß hartnäckig.
Ist schon komisch, die einen wollen nicht zur Reha und fahren und die anderen die die Notwendigkeit sehen bekommen immer Steine in den Weg.
Die Daumen sind gedrückt :)
Liebe Grüße Callalina
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Beitragvon Rob » 03.02.2019, 19:56

Hallo, in die Runde,

§ 15 a SGB VI
https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_6/__15a.html

Ich würde mich an dieser Stelle vielleicht auch noch mal mit einem Patientenbeauftragten / Behindertenbeauftragten besprechen - und zwar jetzt, bevor man sich an ein Sozialgericht wenden muss.

Viele Grüße und viel Erfolg.

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Irisda
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Re: Ich könnte heulen, Reha abgelehnt

Beitragvon Irisda » 24.03.2019, 13:18

versuch es mal in Geesthacht die bieten das an


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