Anne mit Lars (V.a. Autismusspektrumsstörung)

Hier könnt ihr euch und euer Kind bzw. eure Kinder vorstellen.

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Alexandra2014
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Re: Anne mit Lars (V.a. Autismusspektrumsstörung)

Beitragvon Alexandra2014 » 05.04.2019, 16:36

Bärbel99 hat geschrieben:Ah ich sehe gerade du hast dich schon entschieden.
Unser SPZ (nicht Bremen) hat nach einer kurzen Testung von 20 min mit einem seit 20!Jahre veralteten Test fest gestellt, alles ist gut.
2 Jahre Odyssee und dann der Termin bei Dr. Kirsten. ADHS und ASS.
Das er öfter ASS diagnostiziert als andere liegt für mich in der Natur der Sache.
Zum einen geht man nicht ohne Grund zu ihm und zum zweiten erkennt er als Spezialist vermutlich eher die ASS, als ein Arzt im SPZ, der für alle Krankheitsbilder zuständig ist. Bei uns war es zudem im SPZ kein KJP, der getestet hat, sondern ein Psychologe, die nochmal wieder andere Ansätze haben.


Zwangsläufig, wenn man bedenkt, dass Autismus im Psychologie-Studium nur kurz angeschnitten und ansonsten kaum thematisiert wird.

@Anne: solche Epilepsien sind nicht sooo selten. Mein Kind hat auch übersehene nächtliche Anfälle im Frontallappen gehabt. Auch ob die Windel nachts trocken bleibt, ist kein Ausschlusskriterium für das Vorhandensein einer Epilepsie. Selbst ein völlig sauberes EEG ist kein Ausschlusskriterium, weil auch das immer nur eine Momentaufnahme ist. Unsere Wach-EEG waren alle tiptop. Erst das Schlafentzugs-EEG brachte die Auffälligkeiten ans Licht.

Gruß
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

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Bärbel99
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Re: Anne mit Lars (V.a. Autismusspektrumsstörung)

Beitragvon Bärbel99 » 05.04.2019, 19:22

melly210 hat geschrieben:
Bärbel99 hat geschrieben:Ah ich sehe gerade du hast dich schon entschieden.
Unser SPZ (nicht Bremen) hat nach einer kurzen Testung von 20 min mit einem seit 20!Jahre veralteten Test fest gestellt, alles ist gut.
2 Jahre Odyssee und dann der Termin bei Dr. Kirsten. ADHS und ASS.
Das er öfter ASS diagnostiziert als andere liegt für mich in der Natur der Sache.
Zum einen geht man nicht ohne Grund zu ihm und zum zweiten erkennt er als Spezialist vermutlich eher die ASS, als ein Arzt im SPZ, der für alle Krankheitsbilder zuständig ist. Bei uns war es zudem im SPZ kein KJP, der getestet hat, sondern ein Psychologe, die nochmal wieder andere Ansätze haben.


Ich kenne den spezifischen Arzt jetzt nicht und weiß nicht wie und wie gut er diagnostiziert. Aber meine Schwester ist Entwicklungspsychologin. Sie hatbeike ganze Zeit in einem SPZ gearbeitet, jetzt bei einem großen Kiga-Träger. Sie sagt auch, daß es Ärzte gibt von denen jedes einzelne Kind daß sie dorthin überweist mit einer ASS-Diagnose zurückkommt, und daß sie das sehr kritisch sieht, weil es einfach nicht sein kann, daß sich der Verdacht in 100 % der Fälle bestätigt. Dh es gibt sehr wohl Ärzte die ASS-Störungen deutlich überduagnostizieren. Nur weil jemand ASS-,Diagnosen häufig vergibt heißt daß nicht, daß derjenige unbedingt gut oder richtig diagnostiziert.


Ganz bestimmt nicht, da hast du Recht, aber wenn sich ein KJP über 20 Jahre nahezu ausschließlich mit Autismus beschäftigt, ist mein Vertrauen um einiges größer, als bei einem Psychologen im SPZ der zig verschiedene Krankheiten behandelt, aber ich bin auch gebrandmarkt, weil ich so bitter enttäuscht von unserem SPZ bin und mich völlig verschaukelt fühle! Leider hab ich das schon öfter gehört, von unserem sowieso, aber auch von anderen SPZs.
VG, Bärbel
(Pflege) Sohn *2011 Asperger Autismus und ADHS
(Pflege) Tochter*2013 Asperger Autismus

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Re: Anne mit Lars (V.a. Autismusspektrumsstörung)

Beitragvon melly210 » 05.04.2019, 21:42

Bärbel99 hat geschrieben:
melly210 hat geschrieben:
Bärbel99 hat geschrieben:Ah ich sehe gerade du hast dich schon entschieden.
Unser SPZ (nicht Bremen) hat nach einer kurzen Testung von 20 min mit einem seit 20!Jahre veralteten Test fest gestellt, alles ist gut.
2 Jahre Odyssee und dann der Termin bei Dr. Kirsten. ADHS und ASS.
Das er öfter ASS diagnostiziert als andere liegt für mich in der Natur der Sache.
Zum einen geht man nicht ohne Grund zu ihm und zum zweiten erkennt er als Spezialist vermutlich eher die ASS, als ein Arzt im SPZ, der für alle Krankheitsbilder zuständig ist. Bei uns war es zudem im SPZ kein KJP, der getestet hat, sondern ein Psychologe, die nochmal wieder andere Ansätze haben.


Ich kenne den spezifischen Arzt jetzt nicht und weiß nicht wie und wie gut er diagnostiziert. Aber meine Schwester ist Entwicklungspsychologin. Sie hatbeike ganze Zeit in einem SPZ gearbeitet, jetzt bei einem großen Kiga-Träger. Sie sagt auch, daß es Ärzte gibt von denen jedes einzelne Kind daß sie dorthin überweist mit einer ASS-Diagnose zurückkommt, und daß sie das sehr kritisch sieht, weil es einfach nicht sein kann, daß sich der Verdacht in 100 % der Fälle bestätigt. Dh es gibt sehr wohl Ärzte die ASS-Störungen deutlich überduagnostizieren. Nur weil jemand ASS-,Diagnosen häufig vergibt heißt daß nicht, daß derjenige unbedingt gut oder richtig diagnostiziert.


Ganz bestimmt nicht, da hast du Recht, aber wenn sich ein KJP über 20 Jahre nahezu ausschließlich mit Autismus beschäftigt, ist mein Vertrauen um einiges größer, als bei einem Psychologen im SPZ der zig verschiedene Krankheiten behandelt, aber ich bin auch gebrandmarkt, weil ich so bitter enttäuscht von unserem SPZ bin und mich völlig verschaukelt fühle! Leider hab ich das schon öfter gehört, von unserem sowieso, aber auch von anderen SPZs.


Ja viele SPZs sind leider generell was Wahrnehmungsstörungen im weitesten Sinne angeht (da schließe ich jetzt neben den klassischen SI-Störungen auch ASS und AD(H)S ein nicht gut. Unseres war leider auch furchtbar und wir haben die Betreuung dort abgebrochen. Das hört man auch öfter. Mit sichtbararen Behinderungen a la Down-Syndrom tun sie sich scheinbar leichter, aber die Wahrnehmungsstörungen sind halt was was oft nicht so greifbar ist. Das ist nichts was man auf einen Blick diagnostizieren kann. Plus: gerade da ist die Zusammenarbeit mit den Eltern wichtig, und ihre Beschreibung des Verhaltens. Und gerade damit tun sich viele SPZ-Experten schwer. Meine Schwester sagt das ist so, weil im SPZ auch immer ein großer Anteil an Kindern aus Problemfamilien sind die vom Jungendamt zugewiesen wurden. Dh die müssen dort hingehen, haben oft einen Haufen eigener Probleme und sind null kooperativ. Demnach haben sich viele SPZ-Experten angewöhnt die Eltern sehr außen vor zu lassen und ihre Beschreibungen nicht allzu stark zu gewichten, weil sie oftmals nicht stimmen. Somit ist dann eine sinnvolle Zusammenarbeit mit den Eltern und eine gute Diagnose einer Wahrnehmungsstörung oft nicht möglich.

Natürlich gilt das nicht für alle SPZs. Genausowenig wie ein Arzt der viel ASS diagnostiziert automatisch überdiagnostiziert ist ein SPZ automatisch schlecht was Wahrnehmungssstörungen angeht. Wenn ihr ein gutes Gefühl beim SPZ habt, dann lasst es dort machen. Ist was weitere Betreuung dort angeht sicher einfacher.


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