Pflegekraft will Hund mitbringen

So manches Kind muss aufgrund seiner Behinderung besonders intensiv betreut werden - z. B. mit Hilfe eines Pflegedienstes. Viele Kinder werden von einer Krankenschwester in Kindergarten oder Schule begleitet, um optimal versorgt werden zu können. Das gilt beispielsweise für viele tracheotomierte Kinder. In dieser Rubrik können sich Eltern von so genannten Intensivkindern über die besonderen Bedürfnisse ihrer Kinder austauschen.

Moderator: Moderatorengruppe

Silvia & Iris
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 3735
Registriert: 20.03.2007, 18:32
Wohnort: Österreich

Beitragvon Silvia & Iris » 24.08.2018, 20:57

... ich kenne auch Hunde, die am Arbeitsplatz mit dabei sind... bei uns hat auch eine Lehrkraft einen Hund dabei... - sie ist als Therapiehund deklariert und auch in der Schule gibt es eigentlich kein Problem durch den Hund. - Meine Eltern hatten auch immer wieder mal Hund mit in der Arbeit (allerdings nicht im Bereich Pflege) und die Kunden haben auch nachgefragt, warum der Hund heute nicht mit ist... (er durfte manchmal selbst entscheiden, ob er lieber zu Hause im Garten bleibt, oder mitfährt, vor allem an kürzeren Arbeitstagen - die dann durch die Altersteilzeit bedingt waren...)

Pudel und die schon erwähnten Rassen KÖNNEN ein allergenarmes Fell haben... es gibt aber manchmal Ausnahmen (Unterwolle darf keine vorhanden sein!)

6 Stunden kann der Hund auch durchhalten ohne Futter und Gassigehen... - vor allem Nachts... und wenn die Chemie wirklich stimmt, kann man sicherlich auch ein Stück weit entgegen kommen (kleine Pause...)

Ausprobieren lohnt sich sicherlich...

... auch in der Schule nutzt die Lehrerin die 10 Uhr Pause zum raus gehen - und auch die Mittagspause...

LG
Silvia
Liebe Grüße
Silvia
Tochter *03/2003, PCH, HG-versorgt, ein Sonnenschein
Sohn *03/2006 AVWS + was so dazu gehört

Werbung
 
Anna-Nina
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 273
Registriert: 09.12.2017, 20:26

Beitragvon Anna-Nina » 24.08.2018, 23:09

ich habe ja selber schon immer Hunde. Auch auf der Arbeit im Büro dabei gehabt.

Ich dürfte meinen Hund heute auch ins jetzige Büro mitbringen, mache dies aber nicht, weil der Hund noch jung ist. Ich denke als erfahrener Hundebesitzer weiß man eigenltich schon, ob man dem Hund es zumuten kann mit auf Arbeit zu gehen. Gerade ältere Hunde sind denke ich eher unproblematisch. Vielleicht fragst du mal wie alt der Hund ist und welche Rasse. Die kleinen Rassen sind teilweise sehr aktiv.

Nachts sehe ich eher weniger ein Problem. Hunde sind tagaktiv. Sie schlafen eigenltich nachts immer komplett. (meine von 21-9 Uhr morgens mindestens ohne, dass man raus müsste oder so).

Haaren kommt wirklich sehr auf den Hund an. Ich habe jetzt meinen vierten Hund und der haart so extrem, dass ich ihn nichtmal bei anderen Leuten ins Auto lassen würde und es mir unangenehm ist ihn in andere Haushalte mitzunehmen. Die anderen drei Hunde haben gar nicht gehaart. (Alles Mischlinge)

Unhygienisch finde ich Hunde nicht. Ich bin eher gegen sterilität. (Allerdings habe ich auch keine Erfahrung mit schwer pflegebedüftigen und infektanfälligen Kindern.) Ich bin zwar PTA von Beruf kenne mich mit Keimen also schon gut aus. Natürlich muss beim umgang mit Kranken auf hygene geachtet werden.
Prinzipiell bin einfach der Meinung unser Immunsystem sollte gefordert werden - das gilt aber eben nur für nicht immungeschwächte Kinder. Es soll ja auch gegen allergien helfen möglichst viele Keime als Kind abzubekommen....
Was ich aber weiß, dass man sich von einem Hund nicht wirklich etwas holen kann. Er kann keine Krankeheiten haben, an denen wir uns anstecken könnten. Außer Würmer - da macht man aber regelmäsig eine Wurmkur und diese würde man auch nur bekommen, wenn man sich vom Hund abschlecken lässt. (Ich lasse mich schon immer abschlecken von meine Hunden - die Kinder auch und von uns hatte in 25 Jahren noch nie einer Würmer). Klar an den Pfoten haben sie Keime von draußen. Die jeder andere auch reintragen wird an den Schuhen.
Auch kenne ich jedemenge Allergiker (unsere Familie ist leider schwer betroffen). Ich selber bin auf fast alles allergisch was es gibt. Kann kein einheimisches Obst essen, Pollen, Hausstaubmilben, Schimmelpilze, Pflegemittel einfach alles. Aber Hunde sind kein Problem. Ich habe bisher auch noch niemanden kennen gelernt, der eine Hundeallergie hat. Katzen höre ich sehr oft - Hunde kenne ich niemanden. Vermute, dass ist eher selten.
Ich würde der Dame auf alle Fälle eine Chance geben. Allerdings wirklich nach dem Charakter des Hundes fragen und dem Alter. Dann siehtst du auch ob sie schon Hunde erfahren ist. Bzw. fragen ob es ihr erster Hund ist. Wenn sie diesen erst seit kurzen hat und er noch jung ist würde ich es lassen. Dann hat sie noch nicht genug Erfahrung mit Hunden und deren Bedürfnissen und weiß vielleicht gar nicht, was sie dem Hund zumutet, wenn sie ihn mit zur Arbeit nimmt.

Ist der Hund schon 2-3 Jahre und eine ruhige Rasse dann würde ich es machen. Immerhin hättest du dann eine sehr zuverlässige Arbeitskraft, die es bestimmt zu schätzen weiß, dass ihr Hund akzeptiert ist.

LG
Anna

Benutzeravatar
Inga
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 7234
Registriert: 18.03.2005, 20:14
Wohnort: RLP

Beitragvon Inga » 24.08.2018, 23:10


6 Stunden kann der Hund auch durchhalten ohne Futter und Gassigehen... - vor allem Nachts... und wenn die Chemie wirklich stimmt, kann man sicherlich auch ein Stück weit entgegen kommen (kleine Pause...)

LG
Silvia
Und wer passt während der kleinen Pause auf das Kind auf?
Man bekommt in der Regel den Pflegedienst für nachts bewilligt, weil man den Patienten NIE unbeaufsichtigt lassen kann. Kurze Pause würde heißen, dass Ani in der Zeit aufstehen müßte... Außer der Hund darf vor die Tür machen, da könnte man dann mit einem Kamera-Babyphone arbeiten.

Gruß, Inga
Michelle 02 Apert-Syndrom & Epi
Josephine 05 Albinismus
Emma 07
Nico 09 ADHS,...
"Joshua" 14 Epi, Hemi, Blind
Joleen 16 Schinzel-Giedion-Syndrom

Betreuer von Danielo '96 und Steven '98

Unsere Vorstellung: http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic2393.html
Unsere Galerie: http://www.REHAkids.de/phpBB2/album_per ... er_id=1278

Benutzeravatar
Ellert
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 5750
Registriert: 21.03.2004, 21:29
Wohnort: bei Berlin
Kontaktdaten:

Beitragvon Ellert » 25.08.2018, 10:40

Inga, das wäre auch mein Gedanke -
entweder der Hund muss nachts nicht raus , dann kann er auch alleine daheim bleiben, oder er muss nachts raus oder will spielen etc, dann geht das am Kind verloren.
Ein Hund ist ja schon anders als ein Kleinkind welches man hat, der Hund kann alleine bleiben (sonst könnte ja niemand mit Hund arbeiten gehen) ein Kleinkind halt nicht aber das würde auch keiner zur Arbeit regelmäßig mitbringen wollen oder ?
DAGMAR mit
Ellert 24.SSW &
3 fitten Schwestern
www.mini-ellert.de

Lisaneu
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1886
Registriert: 27.01.2017, 08:24

Beitragvon Lisaneu » 25.08.2018, 11:18

Na, zwischen kurz mal rauslassen (vor die Tür) und Gassi-gehen ist schon ein Unterschied! Ich erwarte von einer Pflegekraft auch nicht, dass sie nachts keinen Stuhlgang hat, wo sie 3min am WC verbringt.
Sohn 3/2010 hochfunktionaler Asperger-Autist + ADHS
Sohn 7/2012, gehörlos + kurzsichtig + frühkindlicher Autist
Mama und Papa stark kurzsichtig (Kommentar eines Optikers: Wie habt ihr euch überhaupt gefunden?)

Benutzeravatar
Inga
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 7234
Registriert: 18.03.2005, 20:14
Wohnort: RLP

Beitragvon Inga » 25.08.2018, 11:52

Lisa, bei uns haben sie beim Klogang das Babyphone mit dabei oder lassen die Türe auf (das Bad ist hinter Joleen´s Zimmer). Einfach 3 Minuten das Kind nicht hören geht leider bei uns nicht, da Joleen "aus dem Nichts veraus erbricht", einen Anfall bekommen kann oder die Sättigung "einfach so" mal in den Keller rauscht. Da kann das Kind nach dem 3 Minuten schon großen Schaden genommen haben. :cry:

Gruß, Inga
Michelle 02 Apert-Syndrom & Epi
Josephine 05 Albinismus
Emma 07
Nico 09 ADHS,...
"Joshua" 14 Epi, Hemi, Blind
Joleen 16 Schinzel-Giedion-Syndrom

Betreuer von Danielo '96 und Steven '98

Unsere Vorstellung: http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic2393.html
Unsere Galerie: http://www.REHAkids.de/phpBB2/album_per ... er_id=1278

RikemitSohn
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 719
Registriert: 20.09.2015, 23:25

Beitragvon RikemitSohn » 25.08.2018, 12:00

Hallo,

ich würde erst einmal fragen, warum der Hund mit muß. Braucht er Betreuung oder Bespaßung? Wir haben in der Verwandschaft einen Hund, der nicht alleine bleibt. Der macht aber auch schon Theater, wenn Frauchen den Raum verlässt oder die Aufmerksamkeit ihm nicht genügt. Frauchen stört das nicht, für andere manchmal sehr anstrengend.
Ausserdem würde ich klären, ob der Hund bellt, wenn es Geräusche gibt, denn es gibt viele Hunde, die das tun. Das wäre in der Nacht für ein schlafendes Kind nicht passend.
Zu dem kurz raus lassen, würde ich mir überlegen, ob man möchte, dass der Hund in den eigenen Garten macht-falls vorhanden.
Hunde sind etwas wunderbares, aber aus meiner Erfahrung halt in der Regel keine Beistelltiere, sondern mit Aufwand verbunden. Im normalen Alltag stellt das meistens kein Problem dar und in einem Alltenheim kann das sogar positiv wirken. In euer Situation finde ich es schwierig, ausser der Hund lässt sich problemlos in einer Ecke parken.

LG Rike
Mama mit Sohn 2004 ADHS und HB

Benutzeravatar
Ani
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 603
Registriert: 07.04.2006, 16:10
Wohnort: Backnang

Beitragvon Ani » 25.08.2018, 12:08

Hallo zusammen,

ich melde mich erst jetzt. Ich musste 2 Nächte bei unsere Sohn sein und ich war so kaputt :cry: . Tagsüber muss ich ihn ja auch betreuen und kann nicht schlafen.

Danke, dass ihr euch so viele Gedanken gemacht habt. :)

Ich kann alle Beiträge nachvollziehen, und hat mir geholfen über die Sache zu reflektieren und zu entscheiden.

Gerade eben war die Dame mit ihren Hund hier zu einem Kennenlernen Termin.
Gefällt mir immer noch nicht so ganz aber da wir niemanden finden für nächste Monat haben wir uns entschieden dass wir mit ihr vorübergehend zur versuchen.
Wir haben auch andere Interessenten aber sie haben gerade keine Kapazitäten frei und können erst ab Oktober einsteigen.

Was mir nicht gefäll ist, dass sie mit ihren Hund "schmust" und dann direkt zur Max geht ohne Hände zu waschen. Das muss ich ihr noch sagen.

Und, Inga, hast du Recht, wären der Hund sein "Geschäft" draußen macht, übriegens wahrscheinlich in unsere Garden :? , in dieser Zeit ist Max nicht beaufsichtigt. Und überhaupt ist eine zu große Ablenkung. auf Dauer werden wir das nicht machen und das haben wir ihr gesagt.

Wünsche euch eine schöne Samstag,

Liebe Grüße,
Ani
Ani mit Max(21.06.04). Durch angeborene Fehlbildung am Gehirn schwerstmehrfach behindert. Schwer therapierbare Epilepsie (Lennox-Gastaut Syndrom), blind, ICP ,Skoliose (OP-2015) und Hüftluxation, Ateminsufizienz und Schlafapnoe, PEG Sonde. Kann nicht sprechen, laufen, sitzen.
"Wenn er lacht, geht bei mir die Sonne auf"

Benutzeravatar
Nellie
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 13842
Registriert: 18.09.2004, 14:37
Wohnort: Jena
Kontaktdaten:

Beitragvon Nellie » 25.08.2018, 12:42

Hallo,

also eigentlich ginge das für mich nicht, vor allem zuhause nicht. Wir haben aber auch schon einmal eine Ausnahme für einen Urlaub gemacht. Die Schwester konnte uns Urlaubsbegleitung nur zusagen, wenn sie den Hund mitnehmen kann. Alternativ hätten wir auf den Urlaub verzichten müssen. So habe ich eine Pension für die Schwester gesucht, in der Hunde erlaubt waren und nachts hat sie ihn mit zum Nachtdienst gebracht. Allerdings hat der Hund fast die ganze Zeit geschlafen, musste in der Zeit nicht raus und brauchte einfach keine Aufmerksamkeit, die Linn welche genommen hätte.


LG
Nellie
Linn *2004, schwerste Mehrfachbehinderung durch pontocerebelläre Hypoplasie Typ 2a (PCH 2a), Button, Epilepsie, Tracheostoma, nachts beatmet
A. *2009
Nicht behindert zu sein ist wahrlich kein Verdienst, sondern ein Geschenk, das jedem von uns jederzeit genommen werden kann. (Richard von Weizsäcker)
https://cruise4life.de

Werbung
 
Benutzeravatar
Ellert
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 5750
Registriert: 21.03.2004, 21:29
Wohnort: bei Berlin
Kontaktdaten:

Beitragvon Ellert » 25.08.2018, 15:57

Was mir nicht gefäll ist, dass sie mit ihren Hund "schmust" und dann direkt zur Max geht ohne Hände zu waschen.
++
geht für mich garnicht, sie hat volle Aufmerksamkeit dem Kind zu geben und eigentlich nicht mit dem Hund zu schmusen.
Unser Hund würde nie einfach beim Rauslassen machen - und in meinen Garten sowieso nicht, da wolle ich auch nicht dass andere Hunde machen.

Warum muss denn der Hund unbedingt mit ?
DAGMAR mit
Ellert 24.SSW &
3 fitten Schwestern
www.mini-ellert.de


Zurück zu „Intensivkinder“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 13 Gäste