Mutterkur-wohin mit dem Kind?

Hier könnt ihr über eure Aufenthalte in Kurhäusern berichten, Fragen bezüglich Kuren stellen und generell zum Thema Mutter-Kind-Kur schreiben.

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Rita Schmidt
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Beitragvon Rita Schmidt » 14.01.2019, 17:17

Hallo,
ich habe zwar gelesen das du Hamburg schon abtelfoniert hast, aber hast du schon an den Kupferhof in Hamburg gedacht? Das läuft zwar offiziell als Urlaubsangebot, wird aber auch über Kurzzeitpflege und Eingliederungshilfe finanziert. Zur Eingewöhnung müsstest du zwar paar Tage dabei sein, aber dann könntest du in die Kur fahren. Ein Problem kann höchstens sein, das es für dieses Jahr schon voll ist.
Ich hoffe es klappt in Duisburg?

LG Rita.

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Beitragvon Katha71 » 15.01.2019, 10:05

Hallo Rita,

ja, auch die Nummer wurde mir vom Pflegestützpunkt Hamburg für behinderte Kinder genannt. Kupferhof leistet Kzp nur während der Ferien, und für dieses Jahr sind sie belegt.

:-)
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Beitragvon Katha71 » 22.01.2019, 14:36

Hallo an Berlinerinnen,

zur Frage der vollständigen Übernahme der Kosten, also über die Verhinderungshife und Hilfe zu Kurzzeitpflege hinhaus (also der fehlende Drittel der Kosten, also knapp 3.000,- Euro), hier die Rechtsgrundlage:

Rundschreiben Pflege Nr. 01/2016 über Umsetzung des Zweiten und Dritten Pflegestärkungsgesetzes (PSG II und PSG III) in der Hilfe zur Pflege zum 01.01.2017
vom 29. Dezember 2016.

War dem Jugendamt nicht bekannt....
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Beitragvon Katha71 » 23.01.2019, 15:10

Liebe Leute,

zwar ist die Frage der Kur für mich UND der Kzpf für Sophie geklärt (incl. der Fianzierungsfrage), nun eröffnet sich ein neues Problem.

Die Kzpf-Einrichtung ist in Duisburg, ich wohne mit ihr in Berlin. Die beiden Zeiten sind deckungsgleich. Sollte ich sie hinbringen und zurückbringen, gingen mindestesn zwei Tage von meiner Kur ab.

Zwar habe ich eine sg. niedrigschwellige Hilfskraft, die zweimal die Woche mit Sophie schaukeln geht (wenn es warm ist...), aber das würde ihr Zeitbudget sprengen (es geht um zwei Bahnfahrten von jeweils 4 Stunden).

Der Vater steht nicht zur Verfügung (anderes Thema, uU...anderer Fred...falls..).

Wüsstet Ihr, wie solche zusätzliche Begleitung zu organisieren wäre?

Morgen gehe ich noch zur einem Pflegestützpunkt, um die Zusatzfinanierung für Kzpf antragsmäßig glatt zu ziehen, vielleicht bekomme ich da auch diesbezüglich einen Rat.
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Beitragvon Katha71 » 15.02.2019, 11:03

Liebe Eltern,

ich muss leider die Kur (12.3.-02.04.) absagen bzw. verschieben.

Ich finde für die Zeit keine Beteruung für Sophie.

Der Vater ist ab Anfang März in einer anderen Stadt und bleibt dort wohl auch (wir haben heute früh über Scheidung gesprochen). Da er dann "zu gut" verdienen wird, kann keine Eingliederungshilfe/Sozialhile für die Verhinderungsfpflege bewilligt werden.

Für eine ambulante Pflege zu Haus (zwischen 16:45 als Rückkehr von der Schule nach Hause und 7:30 also Schulfahrt) nebst Wochenenden finde ich mom niemand.
Ich muss jetzt eine Pflegekraft auf dem freien Markt suchen, die dann für die drei Wochen als kurzfristig/geringfüging Beschäftigte anstelle. Dafür 1.600+uU noch was Privat, da könte sich eine junge Frau finden.

Wochentagsüber hätte sie ja frei, und da wir ziemlich cool wohnen (Berlin, mitten in Mitte..) ist das vielleicht ein Argument.

Naja, die Hoffnung....undsoweiter.... :?
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Beitragvon Katha71 » 19.02.2019, 12:08

Es geht doch weiter, und anders mensch denkt.

Bevor ich hier genauer werde, nur eine Fundstelle, die auch für andere uU hilfreich sein könnte:

SGB VIII
§ 20 Betreuung und Versorgung des Kindes in Notsituationen
(1) Fällt der Elternteil, der die überwiegende Betreuung des Kindes übernommen hat, für die Wahrnehmung dieser Aufgabe aus gesundheitlichen oder anderen zwingenden Gründen aus, so soll der andere Elternteil bei der Betreuung und Versorgung des im Haushalt lebenden Kindes unterstützt werden, wenn

1.
er wegen berufsbedingter Abwesenheit nicht in der Lage ist, die Aufgabe wahrzunehmen,
2.
die Hilfe erforderlich ist, um das Wohl des Kindes zu gewährleisten,
3.
Angebote der Förderung des Kindes in Tageseinrichtungen oder in Kindertagespflege nicht ausreichen.

(2) Fällt ein allein erziehender Elternteil oder fallen beide Elternteile aus gesundheitlichen oder anderen zwingenden Gründen aus, so soll unter der Voraussetzung des Absatzes 1 Nummer 3 das Kind im elterlichen Haushalt versorgt und betreut werden, wenn und solange es für sein Wohl erforderlich ist.


Ich bin immer noch nicht sicher, ob mit der Kur/der Kindesversorgung klappt, sollte ich aber doch wider Erwarten auf Juist landen, so werden ich meine Zeit nicht nur mit Laufen und Meditieren verbringen, sondern auch mit der Niederschrift meiner Erfahrungen bei Organisation der Kindesbetreuung für die Kurzeit...... :twisted:
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Beitragvon Katha71 » 19.02.2019, 15:19

Jetzt etwas rein Privates, wenn ich dürfte, ohne direkten Bezug zum Fred, aber jetzt wird mir klar, dass es den Mann, den ich irgendwie doch vermisse, den hat es nie gegeben.
Ich habe mir lange Jahre selbst etwas vorgemacht.
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Beitragvon Helena* » 19.02.2019, 17:36

Liebe Katha
heute habe ich deinen ganzen Thread und deine damit verbundene Odyssee mit der Organisation der Betreuung deiner Tochter gelesen, damit du deine dringend notwendige und allein schon mit dieser traumatischen Suche verdiente Kur antreten kannst.
Zuerst einmal drücke ich ganz fest die Daumen, dass das Alles gut und reibungslos klappt zun guten Ende!

Dann habe deinen letzten Beitrag gelesen und der hat mich sehr berührt. Sei einfach mal ganz herzlich und fest in den Arm genommen virtuell ((((((((Katha))))))).

Ich habe ähnliches erlebt und wünsche dir von ganzem Herzen, dass du auch dieses Problem und die schwere Enttäuschung bald hinter dir lassen und gut verarbeiten kannst.
Ich wünsche dir weiter viel Stärke und all das Glück das du verdienst.

Viele liebe Grüße unbekannterweise
Helena

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Beitragvon Katha71 » 20.02.2019, 13:48

Ihr Lieben,

hier mein letztes, heutiges Schreiben an meine Krankenkasse, die für Übernahme der ambulaten Pflege für Kinder während der Kur zuständig wäre. Vielleicht interessiert es noch jemanden, oder könnte behilflich sein:

"Eilt!
Antrag auf Übernahme der Kosten der Haushaltshilfe bzw. der stationären KZP

Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit stelle ich den Antrag und rege eine Einzelfallprüfung für folgenden Sachverhalt an.

Begründung:
Mit dem Schreiben vom 20.09.18 erteilten Sie mir die Bewilligung für die Kurleistung im Zeitraum 12.03.19 bis 02.04.19.
In meinem Haushalt leben meine minderjährigen Töchter, die am xxxx.2004 geborenen S. (geistig behindert), sowie ihrer Schwester M, geb. xxxx.2006.

Der Kindesvater, xyz, verlässt die Familie zum 02.03.19, um eine Arbeitsstelle Stadt H anzunehmen und seinen Hauptwohnsitz nach H, in das von seinem kürzlich verstorbenen Vater ABC geerbten Haus zu verlegen. Er verlässt die Familie und steht somit als Betreuungsperson nicht zur Verfügung.

Zu Frage der Betreuung der Kinder bestehen zwei Möglichkeiten:

I.
Die Kinder verbleiben im Haushalt und werde ambulant betreut, auch nachtsüber. Hierbei wird die Haushaltshilfe entsprechend des beiliegenden Formulars beantragt.

Der zeitliche Betreuungsbedarf gestaltet sich wie folgt:
Werktags von 16:45 Uhr (Ankunftszeit S mit dem Schulbus, Rückkehr M aus der Schule) bis 7:35 Uhr (Fahrt zu Schule, Schulweg M)

Nach Rücksprache mit der AWO Mitte Sozial- und Gesundheitsdienst gGmbH als Anbieter der ambulanten Betreuungsleistungen kann ich den Zeitbedarf und die dabei anfallenden Kosten wie folgt schildern:

In der Zeit 12. bis 15.03., 18. bis 22.03., sowie 25. bis 29.03 ferner 01. Bis 02.04, somit Wochentags in der Zeit zwischen 16:30 bis 7:30 besteht ein Zeitbedarf über 135 Zeitstunden,
an drei Wochenenden ganztägig 144 Zeitstunden, somit eine Gesamtstundenzahl von 279 Zeitstunden.

Unter Zugrundlegung der Vergütung von 30 € pro Stunde für ambulante Dienstleistung bestünde ein Anspruch des ambulanten Versorgers von 8370,00 €.

II.
Für S liegt bereits eine Bewilligung für Kurzzeitpflege in der Einrichtung für Kurzzeitwohnen in D. vor (hier beigefügt). Nach Abzug der Leistungen aus Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege besteht ein Restbetrag von knapp 3.000,00 € für Betreuungskosten.

Der Kindesvater wird ab Anfang März eine sehr gut bezahlte Stelle antreten. Die Versuche, den genannten Restbetrag unter Beantragung von Eingliederungshilfe/Sozialhilfe durch das Jugendamt zu finanzieren, sind gescheitert. Er selbst ist nicht bereit, die Kosten zu übernehmen.

III.
Ich schlage vor und rege ein Einzelfallprüfung an, den o.g. Restbetrag für stationäre Maßnahme zu übernehmen, selbst wenn Sie als Krankenkasse dazu nicht verpflichtet sind. Diese Lösung wäre für Sie finanziell günstiger, als Übernahme der ambulanten Leistungen, zu der Sie verpflichtet wären.

Das Kind M wird in der Zeit bei ihr ebenfalls hier wohnende Großmutter betreut.

Ich bitte um eine positive Entscheidung und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen"


Hat schon was Verzweifeltes, nicht wahr? Wer Rechtschreibefehler findet, darf sie behalten.. :wink:
In Polen sagt man, der Ertrinkende greift nach einem Rasiermesser.... Irgendwie fühle ich mich so.... :lol:
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Beitragvon Helena* » 22.02.2019, 20:40

Hallo Katja,
Schau doch bitte.mall die Meldung die ich hier gefunden habe. Demnach müsste es ermöglicht werden, dass deine Tochter in der Rehaeinrichtung betreut wird, in der deine Rehamassnahme stattfindet, oder Kranken-und Pflegekasse sind verpflichtet, die Betreuung zu organisieren.
https://www.kinderpflegenetzwerk.de/de/ ... g_2019.php

Leider steht dort nicht die genaue Rechtsgrundlage, aber die müsste doch auch irgendwo raus zu bekommen sein.

LG, helena


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