Spielzeug bei ADHS

Ein besonderes Kind braucht auch besondere Anregungen - nicht zu viel und natürlich auch nicht zu wenig. Gute Spieltipps kann man immer gebrauchen!

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Sascha11
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Spielzeug bei ADHS

Beitragvon Sascha11 » 29.04.2018, 11:49

Hallo,

heute schreibe ich mal wegen dem Großen, der normal hier keine große Rolle spielt da die Kleine unser großes Sorgenkind ist.

Er ist 6 und hat ADHS. Er liebt Playmobil und Lego und hat entsprechend viel, ABER seit Jahr und Tag wird alles was aufgebaut wurde komplett wieder zerstört und gerade bei Playmobil die Kleinteile so zerlegt, an unmöglichen Plätzen versteckt, mit anderen Spielsachen vermischt, so dass eigentlich nichts mehr bespielt werden kann (komplett muss es ja nicht sein, aber Fahrzeuge ohne Innenausstattung, Felgen usw.). Zudem ist es wahnsinnig mühevoll alles ständig neu aufzubauen (zu versuchen) und es wird doch wieder sofort zerlegt. Er findet die Sachen also schön und wünscht sie sich kann aber nicht angemessen damit spielen. Wir räumen das jetzt komplett weg und es wird nur wenn ein Freund kommt oder ein anderer Erwachsener mitspielt benutzt.

Was gut zum selbst spielen funktioniert ist alles was nicht auseinandergebaut werden kann, zumindest nur in große Teile. Holzeisenbahn z.B. oder Murmelbahn geht besser. Bücher allgemein oder Tipp toi Bücher. Fallen euch noch ein paar Sachen ein? Oder habt ihr Tipps wie man das komplette Chaos vermeiden kann (allgemein reduzieren und immer etwas wegräumen ist klar)

LG Sascha
Bieni 2/ 15:
entwicklungsverzögert, hypoton, Mikrozephalie, Esstherapie bisher erfolglos und daher nur flüssige Kost, bisher kein sprechen
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Sascha11
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Beitragvon Sascha11 » 29.04.2018, 11:50

oh Entschuldigung, ich habe in der falschen Rubrik gepostet. Gerne verschieben...
Bieni 2/ 15:

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Beitragvon RikemitSohn » 29.04.2018, 12:21

Hallo Sascha,

ich kenne das Problem des totalen Chaos im Kinderzimmer. Bei meinem Sohn habe ich auch immer sehr reduziert, da er sonst den Überblick verloren hat und gar nicht mehr spielen konnte. Wir hatten die Sachen im Keller und es wurde nach belieben getauscht.
Was ich etwas befremdlich finde, ist die Annahme, dass die Sachen aufgebaut sein müssen.Speziell Lego ist ja zum zerlegen da. Mein Sohn hat seine Sets meist nur einmal nach Plan aufgebaut und dann zerlegt. Danach wurde nach Fantasie gebaut. Kann dein Sohn denn mit Lego eigene Sachen bauen? Oder wirft er die Sachen nur herum?
Mir würden noch Sachen von Schleich einfallen. Das sind feste Figuren, die nicht zerlegt werden können. Von TipToi bin ich nicht so ein Fan, weil ich das eher als Berieselung empfinde, aber das ist Geschmackssache.

LG Rike
Mama mit Sohn 2004 ADHS und HB

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Alexandra2014
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Beitragvon Alexandra2014 » 29.04.2018, 12:51

Hallo!

Wenn er Trecker mag, kämen vielleicht BRUDER und SIKU in Frage. Teile der Anhängegeräte lassen sich zwar abbauen, aber die grobe Funktion dadurch nicht beeinträchtigt.
Vielleicht wäre auch die Märklin Kindereisenbahn etwas. Die ist sehr robust und mit Aufgleishilfe auch gut allein bespielbar.

Gruß
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

SimoneChristian
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Beitragvon SimoneChristian » 29.04.2018, 13:32

Hallo Sascha11,

mir ist jetzt nicht ganz klar, wie er überhaupt spielt.
Braucht ihr angemessenes Material für Rollenspiele oder eher Konstruktionsspielzeug?
Da ist jedes Kind etwas anders gestrickt.

Hier sieht es übrigens auch immer nach Chaos aus, aber jedes Teil hat seinen festen Platz und es wird alles im Chaos wiedergefunden. :shock:
War bei mir übrigens auch so. :wink:

Autoteppich vielleicht. Große Pappkartons zum Umgestalten als Haus, Auto etc.
Hier ist auch weiterhin sensorisches Spiel ganz hoch im Kurs:
Wasser, Schleim (kann man leicht selber machen), Sand, Knete, Erbsenbad

Zum Konstruieren ist vielleicht auch noch Baufix was. Da sind die Teile größer und es gibt mehrere verschiedene Anleitungen. Mit der Eisenbahn oder Kugelbahn lässt es sich auch kombinieren.

Viele Kinder und Eltern sind auch von Kapla Steinen bzw. den günstigen Nachahmern ganz begeistert, weil sie so viele Möglichkeiten bieten.
Das könnte aber mit fehlender Handlungsplanung eher frustrierend sein.

LG
Simone
C. (*9/11) Sprachentwicklungsverzögerung, Regulationsstörungen des Kindesalters
atypischer Autismus (Diagnose 07/15)

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Beitragvon Sascha11 » 29.04.2018, 14:44

Es muss nicht zusammengebaut sein. aber er spielt einfach nicht damit. Es wird einfach nur zerstört. Er hat auch Lego Grundbausteine, aber das wird sehr selten benutzt.
Tip toi finde ich gut, besser als Fernseh/ Tablet/ sonst etwas und sie lernen etwas auch wenn es Berieselung ist.
Schleichtiere sind gute Idee.

Er kommt erst ins Rollenspiel wenn man die Dinge nicht zerlegen kann, wie eben z.B. Holzeisenbahn oder Playmo 1 2 3 - aber letzteres ist ihm jetzt zu kindisch ..
Bieni 2/ 15:

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Beitragvon Sascha11 » 29.04.2018, 14:45

Baufix und die anderen Vorschläge schaue ich mir gleich an.
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Beitragvon Sandra_mit_Rasselbande » 29.04.2018, 14:47

Wir haben einen Spielkeller.

Da ist alles an spielen, Playmobil, Lego untergebracht. Dazu ein Podest. Alles auf dem Podest darf stehen bleiben. Alles andere muss weggeräumt werden.

Wir haben ein Podest aus den Stuva Bänken gebaut
Sandra mit Zirkusfamilie
Sondervorstellung 84.5

Sohn (13) massiv 84.5 + leicht ausgeprägt 90.1+ leicht ausgeprägt 81.1 (PG4 nach Klage) 70GdB, B+H
Sohn (12) massiv 84.5 + massiv ausgeprägt 90.1, massiv ausgeprägt 81.0 (PG4)80GdB (nach Klage) B+H
Tochter (10)
Sohn (8) massiv 84.5 + massiv ausgeprägt 90.1 (PG4) 100GdB, B+G+H ab Geburt

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Beitragvon RikemitSohn » 29.04.2018, 15:04

Hallo Sascha,
wenn er damit Lego und Playmobil nicht spielen kann, dann hat es keinen Sinn. Dann lieber später schenken, wenn es ihm leichter fällt.
Bei Schleich gibt es nicht nur Tiere, sondern auch Drachen, Ritter und auch Häuser. Alles nicht zum zerlegen und somit einen Versuch wert. Und es definitiv kein Kleinkindspielzeug.

LG Rike
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SimoneChristian
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Beitragvon SimoneChristian » 29.04.2018, 18:56

Hallo Sascha11,

was mir gerade noch eingefallen ist:
Wenn die Handlungsplanung sehr schlecht ist, ist spielen fast unmöglich.
Dann wäre es z.B. auch ein Auftrag für die Ergotherapie, daran zu arbeiten.

Hier werden z.B. gerne Autorennstrecken auf Malrolle gemalt (Feinmotorik), um danach ein Wettrennen zu fahren (Frustrationstoleranz, Handlungsplanung, Hand-Auge-Koordination).
Geht natürlich auch zu Hause.

Das Problem ist natürlich, dass solches Spiel relativ viel Begleitung benötigt. :?

LG
Simone
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