Erhöhte Familienbehilfe

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Elke35
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Erhöhte Familienbehilfe

Beitragvon Elke35 » 30.03.2018, 16:49

Hallo!

Hat man eigentlich irgendwelche Nachteile bzw. eben das Kind für später, wenn man um erhöhte FB ansucht. Hier wird ja ein Grad der Behinderung festgesetzt bzw. bescheinigt????

Aktuell - Kind hat eine Hörverarbeitungsschwäche - also eine Sinneswahrnehmungsbeeinträchtigung.

Danke

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Lisaneu
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Beitragvon Lisaneu » 30.03.2018, 20:05

Ich verstehe die Frage nicht. Welche Nachteile befürchtest du? Du mußt nirgends angeben, ob bzw. warum du für dein Kind erhöhte FBH bekommst. Ich kann dir aber nicht sagen, ob eine Hörverarbeitungsstörung zum Bezug erhöhter FBH berechtigt.

Alles, was "später" vielleicht noch kommt (Pflegegeld, Behindertenausweis, Merkzeichen,...) ist davon unabhängig.
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Beitragvon Silvia & Iris » 30.03.2018, 20:08

Liebe Elke,

eine erhöhte Familienbeihilfe ist kein Nachteil - Pflegegeld erhältst du bei einem Kind mit reiner AVWS nicht :wink:

Selbst durch Pflegegeld sollte kein wirklicher Nachteil erwachsen - doch das ist nicht das Thema bei einer AVWS...

LG
Silvia
Liebe Grüße
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Elke35
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Beitragvon Elke35 » 30.03.2018, 20:29

Ich meinte damit, weil es ja dann 'aufscheint' bei den Behörden und das Kind ja offiziell als 'behindert' eingestuft ist.......

Behörde ist Behörde....ist doch alles vernetzt.

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Beitragvon melly210 » 30.03.2018, 21:04

Ich verstehe und teile deine Bedenken. Mein Sohn ist gerade 3 geworden, eine Muskelhypotonie hat er sicher, vermutlich Wahrnehmungsstörungen, ev. auch eine Lernbehinderung (eher unwahrscheinlich). Wir haben bisher auch von der Beantragung der erhöhten Familienbeihilfe abgesehen, weil wir uns auch nicht so sicher sind, ob er dann nicht als behindert abgestempelt wird und das dann ev. was Kiga und Schule, irgendwann mal Job angeht für ihn nachteilig sein könnte...

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Beitragvon Silvia & Iris » 30.03.2018, 21:42

... danach wird nicht gefragt - wenn der Bewerber in der Stellenausschreibung die Leistung erbringt, dann zählt das und nichts anderes... -
- es gibt viele, die erhöhte Familienbeihilfe erhalten - ob es nun Wahrnehmungsstörungen sind, Hasenscharten (und da ist dann Ende mit Korrektur von dieser), Diabetes, Allergien und anderes...

und geschützten Arbeitsplatz erhält man ja auch nur, wenn man darum ansucht, oder? - ... ist dazu ein Pflegegeld notwendig?

LG
Silvia die jetzt davor keine Angst hat...
Liebe Grüße

Silvia

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Lisaneu
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Beitragvon Lisaneu » 30.03.2018, 22:25

Elke35 hat geschrieben:Ich meinte damit, weil es ja dann 'aufscheint' bei den Behörden und das Kind ja offiziell als 'behindert' eingestuft ist.......

Behörde ist Behörde....ist doch alles vernetzt.


Irgendwie steh ich immer noch auf der Leitung. Bei welcher Behörde, wo der Bezug von erhöhter FBH aufscheint, könnte es Nachteile für das Kind geben? Und wie könnten die aussehen?

Sorry, ich verstehe wirklich nicht, was gemeint sein könnte. Dass das Kind dadurch irgendwo (Kindergarten, Schule,...) schlechtere Chancen haben könnte oder Leistungen nicht erhält, die andere erhalten?

Mein Sohn hat schon lange erhöhte FBH, aber ich habe mir darüber noch nie Gedanken gemacht.

Wobei die erhöhte FBH auch rückwirkend ausbezahlt wird. Von der Warte kannst du, Elke35, dich in Ruhe über alles schlau machen, was Dir konkret Sorgen bereitet, bevor du un erhöhte FBH ansuchst :wink: !
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Beitragvon Elke35 » 30.03.2018, 22:37

Also das sucht man ja beim Finanzamt an oder? Und der Amtsarzt bescheinigt eine Behinderung. Insofern hat das Kind doch einen 'Stempel' über mind. 50 % Grad Behinderung, sonst würde man das ja nicht bekommen.

Ich weiß jetzt nicht, wer das wie und wo hinterlegt, aber es ist halt Fakt und amtlich bestätigt, dass das Kind über 50 % behindert ist, wenn es die erhöhte FB bekommt ----natürlich fallen da z. B. auch Nierenprobleme mit rein oder sonstiges körperliches.

Ich weiß eben nicht, wo das dann überall aufscheint.

Lg

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Beitragvon Lisaneu » 31.03.2018, 08:31

Elke35 hat geschrieben:Also das sucht man ja beim Finanzamt an oder? Und der Amtsarzt bescheinigt eine Behinderung. Insofern hat das Kind doch einen 'Stempel' über mind. 50 % Grad Behinderung, sonst würde man das ja nicht bekommen.

Ich weiß jetzt nicht, wer das wie und wo hinterlegt, aber es ist halt Fakt und amtlich bestätigt, dass das Kind über 50 % behindert ist, wenn es die erhöhte FB bekommt ----natürlich fallen da z. B. auch Nierenprobleme mit rein oder sonstiges körperliches.

Ich weiß eben nicht, wo das dann überall aufscheint.

Lg


Bisher habe ich noch überhaupt nicht nachgedacht, wo es hinterlegt sein könnte. Ich weiß z.B. auch nicht, ob es z.B. beim Kinderarzt aufscheint, wenn der die e-card reinsteckt. Glaube ich aber eher nicht, weil eben Finanzamt und Krankenkasse unterschiedliche Behörden sind (vielleicht ist hier jemand aus einem medizinischen Beruf, der das weiß). Wobei ich damit, dass es bei einem Arztbesuch ev. aufscheint, kein Problem habe. Bin aber wirklich noch nie drauf angesprochen worden.

Ansonsten kann ich mir nicht vorstellen, dass es wo aufscheint. Gut, bei meinem Sohn sind die Behinderungen so augenscheinlich, dass vermutlich jeder korrekt davon ausgeht, dass ich für ihn erhöhte FBH beziehe.

Aber ich verstehe immer noch nicht, warum eine vorhandene, nachgewiesene Behinderung nicht aufscheinen soll. Es ist doch, was es ist. Das Kind wird dadurch, dass amtlich ein Grad der Behinderung festgesetzt wird, weder kranker noch gesünder. Bei den Menschen, die mit meinem Kind zu tun haben, bestimme ich selbst, in wie weit ich sie über die Behinderung meines Kindes informiere. Dabei geht es aber nicht um den Grad der Behinderung, sondern um die Auswirkungen bzw. den Umgang damit. Die Frage wegen erhöhter FBH hat sich dabei noch nie gestellt.
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Bastelia
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Beitragvon Bastelia » 31.03.2018, 10:17

Hallo Elke,

Ich kann deine Bedenken durchaus nachvollziehen, vor allem wenn dein Sohn kognitiv fit ist und in Bezug auf spätere Schul- und Arbeitsmöglichkeiten! Er ist ja dann offiziell zu min. 50% behindert!
Ich wollte deshalb auch lange nicht ansuchen, aber habs dann doch gemacht, weil abzusehen war, dass seine Behinderung allumfassend und fürs ganze Leben bestehen wird!

Trotzdem kann ich dich beruhigen - mit hat mal ein Arzt versichert, dass man diesen Amtsarztbescheid mit dem Grad der Behinderung nirgends anzugeben hat und es auch nirgends aufscheint! Vor allem da die Bürokratie in Österreich sowieso ziemlich verwinkelt ist und keine Stelle etwas von der anderen weiß! Deshalb muss man ja auch zu jedem Antrag wieder alle Befunde etc. mitschicken!
In diesem Fall ev. ein Vorteil! Am besten du fragst zur Sicherheit nochmal eure Ärzte- Ansprechpartner!
Und wenn tatsächlich jemand einmal nachfragen sollte, dann erklärst du oder dein Sohn es eben! Denn so ein Behinderungsgrad sagt rein überhaupt nichts aus!
Dachte immer 100% behindert MUSS basal (also nicht mobil und nicht-sprechend sein) - dem ist aber absolut nicht!
Vielleicht interessant:
https://www.sozialministeriumservice.at ... dnung1.pdf

Liebe Grüße und Frohe Ostern! :-)
Bastelia mit Sohn (geb. Mai 2011) , kombinierte Entwicklungsstörung, myoklonische Epilepsie (erkannt Jänner 2015) und seit 2017: Störung des Knochenstoffwechsels - idiopathische Osteoporose
Tochter (geb. August 2015)


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