8-jährige mit schlechten Hörtests - Schwerhörigkeit?

Hier könnt ihr euch über Hör- und Sehbehinderung austauschen.

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SimoneLeMo
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Beitragvon SimoneLeMo » 13.03.2018, 11:46

Was mich ein bißchen (sehr) schockiert ist die Aussage der Kinderärztin bei der U10:
Einen Besuch beim HNO meinte sie, wäre nicht nötig
Warum nicht?? :shock:


Wenn doch schon Auffälligkeiten da sind...
Liebe Grüße von

Simone *1973, dilatative Kardiomyopathie, linksventrikulär eingeschränkte Pumpfunktion
mit L.*02/2001, gesund und Pubertier *ächz*
und Mo, *07/2004, entwicklungsverzögert in Sprache und Motorik, LRS, AVWS

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AgnesH
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Beitragvon AgnesH » 13.03.2018, 12:51

Termin in der Uniklinik in Marburg wäre erst im Juli möglich.


Aber danke schon mal.

Ich würde den Termin annehmen.


Es wurde bedauerlicherweise vielleicht viele Jahre gewartet. Da machen die 4 Monaten kaum was aus, wenn man eine richtig gute, sichere Diagnose bekommt. Was ist, wenn ihr zwar zu einem anderen Arzt geht, weil schneller Termin, aber die Diagnose nicht tipp topp ist? Dann müsst ihr wieder von vorne warten.

Ihr könnt aber sagen, wenn ein Termin von jemand anderem abgesagt wird, dass ihr sehr gerne kurzfristig nachrückt. Meinetwegen holst du dein Kind spontan von der Schule ab - wenn die Lehrerin einverstanden, wenn kurzfristig vormittags beurlauben lässt, weil es für die Schule auch weiterhilft-, wenn die Eltern auch zufälligerweise selbst (beruflich) flexibel sind.

Und wenn, schadet es nicht, zwei Meinungen gehört zu haben, wenn diese identisch ist, könnt ihr Euch sicher sein und zukünftig 1-2x im Jahr dorthin gehen, wo ihr Euch wohler fühlt, problemlos Arztbriefe geschickt bekommt und Hörkurven übergeben bekommt.

Nicht umsonst arbeiten viele Förderschulen und Regelschulen mit der Uni Marburg zusammen.

SusanK
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Beitragvon SusanK » 13.03.2018, 14:53

So, habe mal mir eine Kopie der Hörtests geholt. Alle liegen bei 40. Der erste, der mit 4 Jahren gemacht wurde, lag sogar nur bei 10. Habe diese Testergebnisse mal bei einem Akkustiker gezeigt und der Verstand es auch nicht.
Frankfurt nimmt nur geistig behinderte Kinder und in Marburg ist erst ein Termin nach den Sommerferien möglich. Wobei mir der Akkustiker eher von Marburg abgeraten hat, weil die in letzter Zeit ziemlich schlecht wohl geworden sind. Bezüglich des Sprachtests meine sie,, der wäre nicht aussagekräftig, da gerade Kinder da ziemlich gut kompensieren.
*****

Viele Grüße,
Susan, mit Saskia(12/01) Tetraparese, Frühchen (31 SSW) nach Unterversorgung und Fruchtwassermangel; Ann-Sopie(07/09)

AgnesH
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Beitragvon AgnesH » 13.03.2018, 16:00

Es kommt auf Sprachtests an, da gibt es unterschiedliche Testverfahren. Ich würde da auf keinen Fall bei einem 8 jährigen Kind noch den Mainzer Kindersprachtest verwenden.
Sondern schon auf Göttinger II oder teilweise Freiburger Sprachtest zurückgreifen. Beim letzteren können selbst Erwachsene nicht kompensieren.
Dann gibt es Satztests, die sinnlose Sätze bilden. Da kann man auch nicht mit Logik versuchen.

Ich finde den Hörgeräteakustiker auf dem ersten Blick nicht kompetent, wenn er eine solche Aussage tätigt. Wurde er von mehreren Stellen empfohlen?

Dass Frankfurt nur geistig behinderte Kinder nimmt, wäre mir sehr neu. Nicht umsonst werden Kinder, egal ob geistig behindert oder nicht, mit dort auch CI versorgt. Und auch Hörgeräte wurde auch schon bei einem nicht geistig behindertem Kind verordnet.

Es gibt Mitarbeiter, die unerfahren sind bei Messungen bei Kindern. Wenn diese den Ton aufdrehen und erwartungsvoll gucken, dann weiß das Kind, dass es hören sollte. Und drückt auf dem Knopferl oder signalisiert irgendetwas. Gute Audiometristen gehen anders vor und haben nicht umsonst eine umfangreichende Spezialausbildung in Audiometrie absolviert als MTA.
Viele HNO-Praxen können sich eine solche Mitarbeiterin nicht leisten. Da macht es vielleicht nur eine Arzthelferin? Wie oft macht Arzthelferin Hörtest bei Kindern? Bei uns ist es so, dass weder Arzthelferin vom Kinderarzt bei U- Untersuchungen gemacht hat noch die Mitarbeiterinnen vom simplen HNO-Praxen. Beim Kinderarzt war bei uns so: Schon bei der Entbindung hatte mein Kind ein auffälliges Neugeborenenhörscreening. Der Kinderarzt hat bei uns immer direkt Überweisungen für eine Pädaudiologie ausgestellt und mein Kind niemals bei seinen U-Untersuchungen getestet, mit dem Kommentar: die können es viel besser als wir in der Praxis einschätzen. Ebenso der HNO, der eigentlich sehr oft Kinder Ohrenschmalz etc. reinigt, verwies immer auf die Pädaudiologie. Alle sagten, das die Pädaudiologen sehen viel besser ausgestattet und testen einfach präziser. Und das ist auch meine Erfahrung.

Hat der Akustiker, bei dem du warst, eine Pädakustiker-Ausbildung absolviert? Oder ist er ein simpler Akustiker? Der Kunden braucht? Leider sind manche Akustiker auf Profit hinaus - sorry - es gibt aber wiederum wirklich fachkompetente Pädakustiker, die mit Herzblut mit Kindern arbeiten und ausschließlich nur mit Kindern.

Wie sehen die Hörkurven aus? dass alles gerade bei 40dB ist, halte ich für unwahrscheinlich. Oder meinst du 10% bzw. 40% Hörverlust? Selbst dein Posting ist nicht aussagekräftig. Kannst du die Hörkurven richtig auslegen?

Luftleitung? Knochenleitung? Sind da unterschiedliche Kurven vorhanden? Weitere Testergebnisse?
Verstehen im Störlärm?

SusanK
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Beitragvon SusanK » 13.03.2018, 16:48

Die Hörkurven haben eine leichte Wölbung, deswegen habe ich geschrieben etwa bei 40 dzb. Es sind zwei kurven da, eine mit Pfeilen, eine mit Punkten. Z den anderen Tests kann ich nichts sagen, weil ich weder weiß, was das ist, noch wurden mir andere Ergebnisse gezeigt oder erläutert. Ich weiß nur, dass der Pädaudiologe eine ganze Reihe von Tests gemacht hat und diese alle besorgniserregend waren, weshalb wir so schnell wie möglich kommen sollen. Zu Beginn des Termins sagte er auch, das sie eindeutig schwerhörig war, erst nachdem meine Tochter im Gespräch mit ihm von ihrer Schwester erzählt hat.
*****

Viele Grüße,
Susan, mit Saskia(12/01) Tetraparese, Frühchen (31 SSW) nach Unterversorgung und Fruchtwassermangel; Ann-Sopie(07/09)

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Beitragvon Jakob05 » 24.05.2018, 11:55

Was ist mit der Klinik für Hör-und Kommunikationsstörungen in der Uni Mainz ? DAs dauert dort auch länger mit einem Termin, aber man kann im www schon einen Erfassungsbogen ausfüllen, sodass bereits vorab die Fragestellung dokumentiert werden kann. Üblicherweise gibt es bei Erstvorstellung einen ambulanten Termin, dort wird dann besprochen, wann eine stationäre Aufnahme zur besseren Diagnostik vereinbart werden kann, dort werden dann auch probeweise HG angepasst.
Cordula (65) mit I. (86), M. (88 mehrfachbehindert, HF-Autist), J. (†28.07.05,*02.08.05,37.SSW) + K. 10/07 (GS, HD, Rachenfehlbildung,Tracheostoma)

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Beitragvon Domi2 » 03.07.2018, 18:59

Ich würde es mal auch für dich und die Kleine hoffen,das sie nicht schwerhörig ist!
Wobei es heutzutage auch nicht so schlimm ist,denn es gibt ja sehr qualitative Hörgeräte!
Mach dir da keine Sorgen...wird schon alles gut!

Was ich dir vorschlagen könnte,ist diese Webseite [Admin-Edit: Werbung entfernt] Da kannst du eine kostenlose Höranalyse machen lassen!
Und anschliesslich auch das passende Hörgerät bekommen,sollte wirklich festgestellt werden,das die Kleine nicht hört.
So,viel mehr kann ich leider nicht mehr helfen,aber ich hoff' das diese Info auch hilfreich sein kann!
Würde mich wirklich freuen.Ich wünche euch alles gute!

LG

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Beitragvon Silvia & Iris » 03.07.2018, 19:35

Liebe Susan,

keine Ahnung was jetzt wirklich der Grund ist... - ist es wirklich das Ohr an sich? - dann ist ein Hörgerät sicherlich indiziert!
Ist es doch eine Wahrnehmungsstörung? -

In beiden Fällen hilft im Unterricht eine FM-Anlage!

Gibt es sonstige Auffälligkeiten? - Ist deine Tochter eher hypoton? - Scheint sie besonders ungeschickt zu sein? - Ist sie eher laut? - Ist sie sehr empfindlich im Hochtonbereich?
Besonders Elektroautos, Handymasten usw. rufen hier ein gesteigertes Schmerzempfinden hervor! - Ist dir diesbezüglich schon mal was aufgefallen? - Oder auch das Verhalten in Hallen, Kirchen? - Will sie da gleich wieder raus?
aber da passen die 40 dB nicht im Hörtest... schau mal da rein:

Hier sind die Prämissen: keine nachweisliche Störung des Ohres
durchschnittlicher IQ:

http://www.dgpp.de/Profi/Sources/FragAVWS.pdf


LG
Silvia
Liebe Grüße
Silvia
Tochter *03/2003, PCH, HG-versorgt, ein Sonnenschein
Sohn *03/2006 AVWS + was so dazu gehört

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SusanK
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Beitragvon SusanK » 19.09.2018, 21:17

Hallo,
Nach vielen weiteren Tests und einer zweiten Meinung eines andren HNO Arztes hat sie eine Verordnung für Hörgeräte bekommen. Ihre erste Feststellung war, ich kann mich beim reden ja selber hören.
Nach der Anpassung des Pädakkustikers, ihm hatten wir von der Vorgeschichte erzählt, meinte dieser, jetzt ist es offensichtlich, dieses Kind hat tatsächlich ein Problem beim hören.

Die Hörgeräte hat sie sehr schnell sehr gut akzeptiert, außer bei dieser Hitze, da haben die Ohrstücke durch das Schwitzen gejuckt. Die Frühförderambulanz, die auch die Begutachtung für die Schule macht, kam ebenfalls zu dem Ergebnis. Alle Hörtests (Tonaudiometrie) sind von Anfang an nur geradeso im mittelgradigen Bereich gewesen. Lediglich die BERA ist wohl besser, was das aber bedeutet, ist uns nicht so ganz klar.

Das sind unsere neuen Erkenntnisse.
*****

Viele Grüße,
Susan, mit Saskia(12/01) Tetraparese, Frühchen (31 SSW) nach Unterversorgung und Fruchtwassermangel; Ann-Sopie(07/09)


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