Trink- Verweigerung - wer kann mir helfen?

Hier könnt ihr Fragen rund ums Thema Ernährung stellen. Usern, deren Kinder über eine Sonde ernährt werden, möchten wir hier ebenfalls eine kleine Austauschplattform bieten.

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Mandy Röde
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Trink- Verweigerung - wer kann mir helfen?

Beitragvon Mandy Röde » 25.02.2018, 13:21

Hallo alle zusammen, ich bin total verzweifelt da unser Theo (2,5J) überhaupt nicht trinken will. Gut, das hat er noch nie so richtig getan aber mittlerweile haben wir viel mit Verstopfung zu kämpfen. Wir waren deswegen auch schon öfters im Krankenhaus zur Darmspühlung u haben auch Macrocol bekommen.Das ging dann eine weile ganz gut.
Unsere Logopädin weiss auch nicht mehr weiter....damals hatten wir noch eine Schluckstörungen, die mit mühsames üben ganz gut wegbekommen haben.Aber der Kummer mit dem trinken blieb.
Wir geben Theo seine Flüssigkeit über eine Löffel, besuchen auch andere Varianten, wie dicken das trinken ein oder einen leckeren Saft aber NEIN er will nicht.

kann mir jemand helfen

Gruß Mandy


Mandy (35), Marcel (32),(Frühchen 23. SSW, Zwillinge) Theo, Sternenkind Fynn 26.06.2015, (Gedeihstörungen, Gehirnblutungen 3Grad,künstl Darmausgang, extreme Entwicklungsverzögerung, hoher Tonus)

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Michaela44
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Beitragvon Michaela44 » 25.02.2018, 14:08

Falls die Trinkverweigerung keine medizinische Ursache hat:
Manchmal tun Kinder genau deswegen nicht, was sie sollen, eben weil die Eltern so sehr hinterher sind. Ausserdem bekommen sie durch ihr Verhalten jede Menge Aufmerksamkeit.
Ich weiß nicht, auf welchem Stand Theo ist, aber 2,5 jährige können ganz schön stur sein.
Habt ihr mal probiert - auch wenn es schwer fällt - das Trinken nur noch in dem Maße zu thematisieren, wie man es bei gesunden Kindern macht? Also zum Beispiel beim Essen etwas zu Trinken anbieten, ohne Unterton und Trara, und mehr nicht?
Asperger Autistin
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LovisAnnaLarsMama
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Beitragvon LovisAnnaLarsMama » 25.02.2018, 15:43

Hallo mein Junior ist beim Trinken auch sehr heikel und trinkt nur minimale Mengen. Das einzige, was er in größeren Mengen konsumiert ist Soja- Vanillemilch, damit retten wir uns schon seit Wochen. Ansonsten gibt es für ihn mal einen Obst Quetschi, frisches Obst oder Jogurt um den Flüssigkeitshaushalt auszugleichen. Wasser oder Apfelschorle bieten wir immer wieder an, zur Zeit trinkt er allerdings gar nichts davon.
Lg LovisAnnaLarsMama
Meine drei kleinen Wunder: Wunderkind (2009), Schneckenkind (2011) und der kleine Bruder (2015): Hemiparese, expressive Sprachenwicklungsstörung, Epilepsie und diverse Baustellen nach Asphyxie/Frühgeburt

Kaati
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Beitragvon Kaati » 25.02.2018, 19:08

Hallo Mandy
Bei uns ist es auch ganz unterschiedlich mit dem trinken.

Wenn es schlecht läuft dürfen wir es auch auf gar keinen Fall thematisieren. Dann geben wir l. Z.b. Im Auto zur Kita die Trinkflasche einfach ohne Worte in die Hand. Oder auch am Tag einfach im vorbei gehen , Trinkflasche in die Hand drücken ohne Worte. Den wenn wir da viel drüber reden wird es nur noch schlimmer.
Und wenn garnichts mehr geht. Kommt abends eine ( nichtauslaufende ) Trinkflasche ( gibt es ja von NUK mit Strohhalm) mit ins Bett. Wenn das Gehirn im schlafen aus ist trinkt er dann 2–3 Flaschen in der Nacht. L. trägt noch. Windeln also geht es dann auch nachts mit extra wickeln.
So krigen wir die Verstopfung dann wieder in den Griff.
Ich hoffe es war etwas für euch dabei was hilft.
Ablehnung ist bei unseren Mäusen nun mal oft vorhanden :roll:

Lg Kaati
L. 2.4.13 Autismus Spektrum
Frühkindlicher Autist
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Nicht alle Kinder lernen das Gleiche zur gleichen Zeit auf die gleiche Weise
(Kath Walter)

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Beitragvon Anne81 » 25.02.2018, 19:52

Hallo Mandy, ich habe dir eine private Nachricht geschrieben. Gruß Anne

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RolliTanteSilvi
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Beitragvon RolliTanteSilvi » 25.02.2018, 20:34

Guten Abend Mandy,

das schlechte Trinkverhalten / Flüssigkeitsaufnahme macht euch als Eltern Stress und das merkt Theo natürlich und verweigert dadurch noch mehr.

Was mich etwas verwundert ist das Aufgeben eurer Therapeutin in der Sache - sie als Frau vom Fach sollte schonmal was von Andickpulver für Getränke gehört haben.

Damit können Getränke aller Art (kommt auf das verwendete Produkt an) angedickt werden um ein verschlucken beim Trinkvorgang zu vermeiden oder so stark angedickt werden das das Getränk bequem mit dem Löffel aufgenommen werden kann.

https://www.nutricia.de/produkte/erwach ... is-powder/
https://www.fresenius-kabi.de/thick_und_easy.htm

Lies dich in die Thematik in Ruhe ein - thick&easy hab ich im Selbstversuch getestet es funktioniert und es gibt keine Verstopfung da das Gemisch 99% der Flüssigkeit an den Körper abgibt.

Wenn Du es testen möchtest - schau mal hier - https://www.amazon.de/THICK-EASY%C2%AE- ... r%C3%A4nke

Viel Erfolg und nicht aufgeben das wird, ganz bestimmt.

LG Silvi
Moritz (geb.2007) - richtiger Sonnenschein und "Wirbelwind" mit Muskeldystrophie des Typs Duchenne - hat beide Eltern bei einem Autounfall verloren - seit 2017 Diffuser Ösophagusspasmus (Schluckstörung) - seit 2018 Tracheastoma & GastroTube
" Auch aus Steinen, die Dir in den Weg gelegt werden, kannst Du etwas bauen". (Erich Kästner)

Martina78
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Beitragvon Martina78 » 26.02.2018, 14:55

Hallo,
trinkverweigerung kennen wir auch. Bei uns war es mal 3 wochen annähernd nichts. Da waren wir gerade zufällg eh in der klinik und gut überwacht. Die ärztin (epilepsiezentrum bethel) sagte, nur die Ruhe, kind nicht bedrängeln. Hatten fast tagelang kein Pipi in der Windel, aber Werte waren ok. Also ganz so schnell mitbaustrocknen geht es also gottseidank nicht. Julia isst Brei, insofern kriegt sie da Flüssigkeit. Vielleicht versucht ihr es auch mehr mit Füssigekeit übers Essen. Obstgläschen usw. Dann müsst ihr Theo nicht immer mit Trinken und flüssigkeit löffeln "nerven", da wehrt er nur ab. Was auch gut ist: wackelpudding kann 1:1 als Flüssigkeit angerechnet werden. Kann auch mit süßstoff gesüsst werden, hat dann keine Kalorien. Das geben sie in Bethel, wenn ein Kind nicht trinken mag. Julia mochte es aber nicht. Bei ihr ist es so, dass wir ihr Trinken (Strohhalmflasche) immer im Spielbereich stehen haben. Sie trinkt dann, wenn sie mag. Meist zwischen 300 und 600 ml. Wenn es mal weniger ist, macht es mich aber auch schnell nervös. :lol:
LG martina
Martina mit Julia (*1/2012), Pachygyrie und Epilepsie, Pflegegrad 5. Seit 6/15 sehr erfolgreich Ketogene Diät. Kann kurze Strecken laufen. Plus Neuankömmling Franziska (*12/16).
"Das Schicksal mischt die Karten, und wir spielen." (Schopenhauer)

Unsere Vorstellung: http://www.REHAkids.de/phpBB2/viewtopic ... highlight=

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Beitragvon phoebe87 » 27.02.2018, 08:43

Hi. Wir kennen das leider auch! Wenn s ganz schlimm wird probieren wir es mit der spritze. Allerdings wurde uns auch schon mehrmals die Sonde ans Herz gelegt.
Gruß
Krümmel 10 /15...
Hypodysplastische Nieren, Chronische Niereninsuffizienz, Kleinwuchs, Gedeihstörung/Fütterstörung, Kombinierte Entwicklungsstörung ( Kognitiv +Sprache), ausgeprägter knick- senk- Fuß ( Gangstörung) Stillkind...
Großer Krümmel 06/13
Kombinierte Entwicklungsverzögerung- Verdacht ADHS

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EvaHH
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Beitragvon EvaHH » 27.02.2018, 10:12

Hallo,

wir kennen es auch! hatte letzten auch schon hier einen Hilferuf gestartet. Vor allem war mein Sohn immer ein richtig guter Trinker und auf einmal kaum was...oder dann zu Hause NULL, nichts.
Wir haben etwas Panik nach einer gewissen Zeit bekommen.
Habe aber auch gemerkt, dass man ihn nicht bedrängeln soll. jetzt kommt er schon manchmal von alleine. in der Kita behaupten die er trinkt dort ausreichend. na ja. Seine Windeln sind nicht gerade voll. nur nach dem Baden klappt es. wahrscheinlich muss ich ihn jeden Tag baden. :shock:
Ich lasse ihm die Becher überall stehen, dass er sich selber was nehmen kann, wenn er will.
Vielleicht kommt im Sommer wieder eine bessere Zeit. mal sehen.
Wir versuchen mit Suppen, Milchshakes. Wackelpudding mag er leider nicht.
LG
Eva
Eva mit Sohn 2012 (MRD7 bei Mutation im DYRK1A-Gen, ASD II, Veränderung der weißen Substanz mit Hypomyelinisierung, ASS, expressive Sprachstörung,frühkindlicher Autismus...)


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