Größe, Gewicht, Nahrung anreichern?

Hier könnt ihr Fragen rund ums Thema Ernährung stellen. Usern, deren Kinder über eine Sonde ernährt werden, möchten wir hier ebenfalls eine kleine Austauschplattform bieten.

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ehemalige Userin

Größe, Gewicht, Nahrung anreichern?

Beitragvon ehemalige Userin » 14.12.2017, 21:55

Hey,

vielleicht könnt ihr mir helfen?
Mein Sohn ist fast 2,5. Bis vor einem dreiviertel Jahr ging der Verlauf von Größe und Gewicht noch nach unten, doch dank der Tipps einer Ernährungsberaterin, hält er sich seit einem dreiviertel Jahr mit kleineren Schwankungen um die 3er-Perzentile. Warum er so klein ist, ist nicht ganz klar. Vermutlich liegt es an seinem Chromosomendefekt. Es wurde schon viel untersucht.

Jedenfalls passen Größe und Gewicht zusammen und liegen im U-Heft auf etwa der gleichen Linie: 85 cm bei 10,5 kg.
Die Ernährungsberaterin meint aber er sollte zunehmen. So ganz nachvollziehen kann ich das aber nicht.
Wie sehr ihr das?

Liebe Grüße
Maria

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phoebe87
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Beitragvon phoebe87 » 14.12.2017, 22:51

Hi. Wir haben fast die gleiche Daten :-). Aktuell 84 cm und knapp 10.2kg. Wir haben gesagt bekommen das unser kleiner nur gedeihen kann also entwickeln wenn er isst und trinkt. Es hängt alles zusammen.
Ich seh das auch so Aber die Experten leider nicht.
Lg sarah
Krümmel 10 /15...
Hypodysplastische Nieren, Chronische Niereninsuffizienz, Kleinwuchs, Gedeihstörung/Fütterstörung, Kombinierte Entwicklungsstörung ( Kognitiv +Sprache), ausgeprägter knick- senk- Fuß ( Gangstörung) Stillkind...
Großer Krümmel 06/13
Kombinierte Entwicklungsverzögerung- Verdacht ADHS

ehemalige Userin

Beitragvon ehemalige Userin » 15.12.2017, 08:08

Stimmt, fast gleich! :-)
Ferdinand isst und trinkt inzwischen wirklich gut. Er hat erst spät mit Beikost angefangen und dann war es nicht so üppig. Durch die Tipps der Ernährungsberaterin halten wir uns jetzt auf dem Level. Zum Teil ist er ein richtiger Vielfraß, aber da er so agil ist, verbrennt er die Kalorien auch wieder.
Ich frage mich halt was es bringt, wenn er mehr zunimmt, als er wächst? Dann hat er ein paar Pölsterchen drauf. Davon wächst er auch nicht schneller, wenn sein „Programm“ es nicht vorsieht. Ich könnt es ja total verstehen, wenn er auf den Perzentilen weiter abflachen würde oder ein, zwei Kilo weniger hätte.
Oder steh ich auf dem Schlauch?

monerl
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Beitragvon monerl » 15.12.2017, 08:49

Hallo Maria,

meine Tochter ist 26 Jahre, hat eine Größe von 135 cm und ist 32 kg schwer. Ich habe mir auch immer Sorgen gemacht, aber unbegründet. Grund dafür ist eine Chromosomenanomalie die sehr selten ist und uns keiner was dazu sagen konnte.

LG Monika
Ein Weg entsteht indem man ihn geht
(chinesisches Sprichwort)

Lisaz
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Beitragvon Lisaz » 15.12.2017, 10:16

Hallo Maria,

ich bin ganz deiner Meinung. Meine Enkelkinder gesund, aber auch sehr klein und leicht. Die Ältere ist jetzt mit 5 1/2 Jahren ca. 105 cm groß und wiegt 14 kg. Sie isst recht brav, aber nur so viel, wie sie selber will. Als sie noch jünger war, wurde ihre Nahrung auch mit Mandelmus etc. angereichert, aber eigentlich hat das nichts verändert an ihrem Wachstum und an der Gewichtszunahme.

Solange dein Kleiner aktiv ist und nicht kraftlos wirkt, würde ich nichts ändern.

Lg Lisa

Mama Ursula
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Beitragvon Mama Ursula » 15.12.2017, 12:07

Hallo,

auch wir hatten so ein dystrophes Vögelchen, dass sich knapp unter der 3. Perzentile/ entlang ihrer eigenen Perzentile entwickelte, nicht unernährt aussah, passend zum Gewicht (zu) klein war und der scheinbar nichts fehlte.

Als ich es aber schaffte, nach einer Mandel-Polypen-OP, die das Erbrechen stark reduzierte, und PEG-Anlage, die eine angemessene Ernährung möglich machte, Jessy wirklich zunehmen zu lassen, wuchs sie endlich in die altersgemäßen Perzentilen hinein, war deutlich weniger infektanfällig, die eigene Körperwahrnehmung verbesserte sich massiv und sogar der Tag-Nacht-Rhythmus verbesserte sich etwas.

Inzwischen hat sich Jessy als 15-jährige auf IHREM Gewicht und IHRER Größe angekommen - sie ist rund 1,45m groß (durch eine sehr früh beginnende Pubertät und eine extreme Kyphoskoliose bleibt sie so klein) und etwa 40kg schwer. Jessy hat nie Druckstellen (höchstens Mal an den Ohren :wink: ) und SEHR immunstabil!

Ein "angemessenes" Gewicht kann also schon noch Verbesserungen bringen, die man vorher gar nicht im Fokus hat.

Alles Gute!
Grüßle
Ursula
Kinderkrankenschwester mit Fachweiterbildung Palliativ Care und Außerklinische Beatmung.
Pflegemutter von Jessy (16 J., schwerster Hirnschädigung wegen Sauerstoffmangel), kl.Bub (1 Jahr mit schwerster Hirnschädigung, Reflux, Spastisch-steife Knie), 2 gr. Jungs - ausgezogen.

ehemalige Userin

Beitragvon ehemalige Userin » 15.12.2017, 13:57

Vielen Dank für eure Kommentare.

Durch die Tipps der Ernährungsberaterin konnten wir Größe und Gewicht stabilisieren. Das hat Ferdinand auch sehr gut getan. Er hatte zudem einen Eisenmangel. Er war auch sehr infektanfällig, aber seit es mit dem Eisenwert und der Ernährung besser ist, ist er nicht anfälliger als andere Kinder. Juhu!!!
Die Anreicherungen machen wir nach wie vor, d.h. er bekommt einen Schuss Öl in sein Essen. Wenn ich ins Bett gehe, trinkt er noch eine Flasche 2er Milch. Weglassen würde ich sie auf gar keinen Fall, aber zusätzlich noch mit Maltodextrin anreichern - mmh, das weiß ich nicht.

ehemalige Userin

Beitragvon ehemalige Userin » 30.01.2018, 14:14

Ich wollte mich mal wieder zurückmelden. Gestern waren wir zu Wachstums- und Gewichtskontrolle und Ferdi hat in beiden Bereichen etwas zugelegt. :D Die Kurve zeigt jetzt leicht nach oben. Ich denke wir sind auf dem richtigen Weg.

IlonaN
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Beitragvon IlonaN » 30.01.2018, 14:21

Hallo Maria mit Ferdinand,
super ich freu mich für euch.
Ich 1961 Ösophagusatresie
Großfamilie mit leibl.Kindern/Ado-Kind und Pflegekindern mit FASD, ADHS, Autismus, Bindungsstörung mit Enthemmung ,Asthma, Neurodermitis u.v.m.

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Mama Ursula
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Beitragvon Mama Ursula » 30.01.2018, 18:53

Glückwunsch!
Möge es so weitergehen - Schritt für Schritt!

Grüßle
Ursula
Kinderkrankenschwester mit Fachweiterbildung Palliativ Care und Außerklinische Beatmung.

Pflegemutter von Jessy (16 J., schwerster Hirnschädigung wegen Sauerstoffmangel), kl.Bub (1 Jahr mit schwerster Hirnschädigung, Reflux, Spastisch-steife Knie), 2 gr. Jungs - ausgezogen.


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