ab 2018 sollen HH-Beamte zwischen GKV und PKV wählen dürfen!

Für beihilfeberechtigte privat krankenversicherte Beamte gelten besondere Regeln. Fragen rund um diese Themen können hier besprochen werden.

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Naniol
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Beitragvon Naniol » 23.08.2017, 00:34

Hallo
Als erstes ich wusste nicht, das der Autor des von mir genannten Buches Mitglied der AFD ist.
Von dieser " Partei" distanziere ich mich ausdrücklich! Das war mir als erstes wichtig!
Zweitens schrieb ich schon, das es hier keine Diskussion über den Sinn und Nutzen des Beamtenstatus werden soll.
Meine Meinung dazu habe ich geschrieben weil die Privilegien von ein paar Usern hinterfragt wurden.
Diese habe ich dargestellt.
Mir geht es einzig und allein um die gleichen Rechte für alle unabhängig vom Jahresverdienst auch die Möglichkeit zu bekommen, die KK zu wechseln.
Und das empfinde ich immer noch als ungerecht . Das Jahresgehalt eines nicht nichtverbeamteten Menschen kann nicht Ausschlaggebend dafür sein, in der PKV festzustecken denn dies führt in unserem Falle zu einer schlechteren Behandlung unseres Sohnes, da nur vertraglich abgeschlossene Leistungen bezahlt werden. Und wir haben einen guten Vertrag . Vor Geburt war nicht ersichtlich, das unser Sohn eine Behinderung haben wird, so das wir jetzt zB. Keinen Anspruch auf Hilfsmittel haben, die nicht im geschlossenen Hilfsmittelkatalog aufgelistet sind. Auf diesen Kosten bleiben wir sitzen .... die PKV hat sich die Mühe gemacht ein vernichtendes Gutachten erstellen zu lassen von einem KJP der unseren Sohn nie gesehen hat und nur nach Aktenlage schrieb. Wir kennen diesen Arzt nicht und hatten vorher nie Kontakt mit irgendeinem KJP. Er wurde von der PKV beauftragt dieses Gutachten zu erstellen. In diesem wurde unser Sohn sehr schlecht dargestellt ohne ihn jemals persönlich gesehen zu haben. Und dieses Gutachten dient der PKV jetzt um viele Dinge in Frage zu stellen, die wir einreichen. Jüngstes Beispiel ist ein dreimonatiger Kampf um eine notwendige Epilepsiekontrolldiagnostik , die die PKV nicht bezahlen wollte . Das Monitoring wurde nicht genehmigt und unser Sohn war in den letzten Monaten ständig Epileptischen Anfällen ausgeliefert , die sich hätten vermeiden lassen , wenn das Monitoring bezahlt worden wäre. So hat er ein Medikament erhalten weil man von einer fokalen EPI ausging die sich aber jetzt im EEG eher als idiopathische rausstellte. Das Medikament hatte die Anfälle nicht reduziert sondern getriggert..... dies hätte vermieden werden können wenn umfangreichere Diagnostik genehmigt worden wäre. Er nimmt jetzt ein anderes Medikament und die Anfälle werden immer weniger.
Also empfinde ich es als mein gutes Recht anzuzweifeln ob es gerecht ist einem Staatsdiener den Wechsel zu ermöglichen und uns nicht. Den in unserem Fall wird es zu einer immer schlechteren Behandlung unseres Sohnes führen und das ganze verbunden mit Kämpfen mit der PKV. Und das kann nicht sein!!
Gruß Nicole , die hofft, das man ihren Unmut darüber versteht!!
Nadja 07/2000 kerngesund phil 04/2011 ARHGEF9 Mutation fokale
Epilepsie, nonverbal , Entwicklungsretadierung Kleinwuchs..... ) GDB 100% aG B H Pflegegrad 4 ein lachender Sonnenschein

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* anja *
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Beitragvon * anja * » 23.08.2017, 01:12

Hallo Nicole,

Ich kann verstehen , dass Du gerne aus der PKV raus möchtest und das Dein Sohn eine schlechte Behandlung bekommt tut mir sehr leid.

Der Unterschied zwischen euch und den Beamten in Hamburg ist, daß die Beamten bisher keine große Wahl hatten.

Ihr habt euch aber irgendwann ganz bewusst ( um "besser" versichert zu sein, mit allen Privilegien, die ein privat Versicherter hat, und oder um Geld zu sparen )aus dem Sozialsystem ausgeklinkt. Ihr hättet auch die Möglichkeit gehabt, freiwillig der GKV beizutreten, habt euch aber dagegen entschieden und möchtet jetzt wieder gerne in den Schoß des Sozialsystems zurück.

Wie gesagt, dass Dein Sohn nicht angemessen Behandelt wird , ist nicht richtig. Aber Ärger mit der Krankenkasse haben wir auch ständig in der GKV.
Viele Grüße

Anja

Anna-Alice
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Beitragvon Anna-Alice » 23.08.2017, 07:17

Hallo Nicole,

das wollte ich Dir mit meiner Anmerkung auch keinesfalls unterstellen.
Mir ging es mit meinem Hinweis lediglich darum, dass man beim Lesen des Werkes nicht nur auf den Text, sondern auch auf den Autor achten sollte, weil die gedankliche Ausrichtung von Autoren eben auch ihre Texte prägt. Das gilt aber selbstverständlich nicht nur für dieses Buch und diesen Autor, sondern prinzipiell jede Veröffentlichung.

Ich habe mir mittlerweile eine Leseprobe des Werkes durchgelesen und finde die Auseinandersetzung zumindest in diesem Teil recht undifferenziert. Wenn ich es richtig verstehe, geht es eigentlich um Bundesbeamte (die in der Tat innerhalb der Gruppe der Beamte*innen recht viele Vorteile geniessen - was nicht heißt, dass mit eben diesen auch Nachteile einhergehen), es wird aber immer stumpf von "Beamten" gesprochen. Das ist mir persönlich zu wenig gut analysiert und hat für mich den Beigeschmack von "Beamtenbashing".

Viele Grüße,
Anna


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