Ö: Widerspruch Pflegegeld

Zum Teil unterscheiden sich die rechtlichen und organisatorischen Strukturen zwischen Deutschland und den verschiedenen Nachbarländern erheblich. Hier in dieser Rubrik sammeln wir alle landesspezifischen Infos.

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Bastelia
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Beitragvon Bastelia » 14.03.2018, 22:44

Hallo Sophie,

Juhuu - gratuliere zu deiner bewiesenen Geduld und deinem Durchhaltevermögen! :D
Es hat sich natürlich ausgezahlt - weil es wohl ein klarer Fall war!
Ich hoffe dieser Gutachter bekommt einen "Unfähigkeitsstempel" in seine Personalakte.....

Ich wünsch dir alles Gute für die Matura und den Aufnahmetest - super, dass du so konkrete und tolle Pläne hast!!

Liebe Grüße

Übrigens: Hast du einen Behindertenausweis? Wenn ja, welchen Grad haben sie bei dir "gegeben" (gerne auch per PN)? Denn dieser orientiert sich doch irgendwie an Pflegegutachten, oder?
Bastelia mit Sohn (geb. Mai 2011) , kombinierte Entwicklungsstörung, myoklonische Epilepsie (erkannt Jänner 2015) und seit 2017: Störung des Knochenstoffwechsels - idiopathische Osteoporose
Tochter (geb. August 2015)

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sophied
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Beitragvon sophied » 14.03.2018, 23:51

Hallo!

Den Behindertenausweis habe ich seit 2015, also schon seit Beginn der Krankheit!
Ich habe im ersten Jahr 80% gehabt, gleich unbefristet und die Vermerke:
- Unzumutbarkeit der öffentlichen Verkehrsmittel
- Träger von Orthesen
- Epileptiker
und bekam gleich den blauen Parkausweis dazu.

Dann kam ja 2016 im Herbst der Rollstuhl und ich ließ in erhöhen. Das ging ganz ohne Probleme (Gutachten 2017 im Februar) und ich habe Rückwirkend mit Herbst 2016 100% bekommen. An Zusatzeintragungen habe ich auch einige:
- Ist überwiegend auf den Gebrauch eines Rollstuhl angewiesen
- Unzumutbarkeit der öffentlichen Verkehrsmitteln
- Kann Fahrpreisermäßigung in Anspruch nehmen
- Benötigt eine Begleitperson
- Epileptiker
- Träger von Orthesen

Jetzt hatte ich einen Schub im Februar und mir geht es schlechter. Ich habe nun ein Formloses Schreiben aufgesetzt mit der Bitte um der Eintragung folgender Piktogramme:
- hochgradig Sehbehindert (mein Visus korrigiert ist laut Sehschule 0,16 und dazu eine mittelgradiger Gesichtsfelddefekt, Quadrant links, rechts Halbes Gesichtsfeld) Die haben mir den Befund entsprechend geschrieben und den hab ich mitgeschickt!
- schwer Hörbehinderte (laut HNO Arzt der Uniklinik bin ich jetzt mit -70dB rechts und -80dB links hochgradig Hörbehindert. Es kommt von der Grundkrankheit und man kann eh nichts machen, außer Hörgeräte. Aber auch er hat sich die Mühe gemacht und einen Befund geschrieben, dass es nun zu einer Innnenohrschwerhörigkeit mit den oben genannten Dezibel gekommen ist.) Befund mitgeschickt!
- Krankendiätverpflegung D1, D2 und D3 habe ich jetzt alle beantragt! Dürfte ich immer übersehen haben, oder war mir nicht klar, dass das solche Vorteile bringt! Hat mir mein Hausarzt das letzte mal gesagt und einen Befund geschrieben wo er es alles beschreibt! Zusätzlich bin ich regelmäßig bei der Ernährungsberatung über die Uniklinik und die hat mir auch eine Befund gegeben wo sie um die Eintragung bittet.
Ich hab nämlich Diabetes und Glutenintoleranz (Wäre Diätverpflegung 1, das sind 70€ monatlich beim Finanzamt!) Gallenentfernung (Wäre Diätverpflegung 2) sind 50€ monatlich und andere Magen und innere Krankheiten (Diätverpflegung 3) da hat er meine ganzen Lebensmittelallergien, Laktose- und Histaminintoleranz und die chr. Gastritis und Enteropathie hineininterpretiert. Das wären nochmal 42€ monatlich.
Ich weiß nur nicht, ob alle beim Finanzamt berücksichtigt werden oder nur der mit dem höchsten Satz (D1) Eingetragen in den Behindertenausweis müssten alle werden.

Ich hoffe, dass das mit den Eintragungen nachtragen, nur mit dem mitschicken der Befunde einfach geht. Eigentlich sind die Befunde alle von der Uniklinik und gut geschrieben, gehen gut auf das Problem ein und benenne es konkret, ohne viel BlaBla.


Das Finanzamt erwies sich hier übrigens als sehr kooperativ und meinte für das Jahr 2017 kann man das bei dem Befund vom Hausarzt schon berücksichtigen, es muss nicht im Behindertenausweis stehen!


Also es bleibt spannend!
Liebe Grüße Sophied
Still Syndrom mit neurologischen Komplikationen:
- Epilepsie, Polyneuropathie, Tetraparese, Dysphagie, hochgradige Sehbehinderung und Hörbehinderung neuerogene Blase und Darm, Osteoporose, Atemmuskelschwäche
POTS, zentrales Schlafapnoesyndrom;
HB und HSB mit autistischen Zügen, zahlreiche Allergien und andere Kleinigkeiten

sophied
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Beitragvon sophied » 14.03.2018, 23:54

Hallo!

Den Behindertenausweis habe ich seit 2015, also schon seit Beginn der Krankheit!
Ich habe im ersten Jahr 80% gehabt, gleich unbefristet und die Vermerke:
- Unzumutbarkeit der öffentlichen Verkehrsmittel
- Träger von Orthesen
- Epileptiker
und bekam gleich den blauen Parkausweis dazu.

Dann kam ja 2016 im Herbst der Rollstuhl und ich ließ in erhöhen. Das ging ganz ohne Probleme (Gutachten 2017 im Februar) und ich habe Rückwirkend mit Herbst 2016 100% bekommen. An Zusatzeintragungen habe ich auch einige:
- Ist überwiegend auf den Gebrauch eines Rollstuhl angewiesen
- Unzumutbarkeit der öffentlichen Verkehrsmitteln
- Kann Fahrpreisermäßigung in Anspruch nehmen
- Benötigt eine Begleitperson
- Epileptiker
- Träger von Orthesen

Jetzt hatte ich einen Schub im Februar und mir geht es schlechter. Ich habe nun ein Formloses Schreiben aufgesetzt mit der Bitte um der Eintragung folgender Piktogramme:
- hochgradig Sehbehindert (mein Visus korrigiert ist laut Sehschule 0,16 und dazu eine mittelgradiger Gesichtsfelddefekt, Quadrant links, rechts Halbes Gesichtsfeld) Die haben mir den Befund entsprechend geschrieben und den hab ich mitgeschickt!
- schwer Hörbehinderte (laut HNO Arzt der Uniklinik bin ich jetzt mit -70dB rechts und -80dB links hochgradig Hörbehindert. Es kommt von der Grundkrankheit und man kann eh nichts machen, außer Hörgeräte. Aber auch er hat sich die Mühe gemacht und einen Befund geschrieben, dass es nun zu einer Innnenohrschwerhörigkeit mit den oben genannten Dezibel gekommen ist.) Befund mitgeschickt!
- Krankendiätverpflegung D1, D2 und D3 habe ich jetzt alle beantragt! Dürfte ich immer übersehen haben, oder war mir nicht klar, dass das solche Vorteile bringt! Hat mir mein Hausarzt das letzte mal gesagt und einen Befund geschrieben wo er es alles beschreibt! Zusätzlich bin ich regelmäßig bei der Ernährungsberatung über die Uniklinik und die hat mir auch eine Befund gegeben wo sie um die Eintragung bittet.
Ich hab nämlich Diabetes und Glutenintoleranz (Wäre Diätverpflegung 1, das sind 70€ monatlich beim Finanzamt!) Gallenentfernung (Wäre Diätverpflegung 2) sind 50€ monatlich und andere Magen und innere Krankheiten (Diätverpflegung 3) da hat er meine ganzen Lebensmittelallergien, Laktose- und Histaminintoleranz und die chr. Gastritis und Enteropathie hineininterpretiert. Das wären nochmal 42€ monatlich.
Ich weiß nur nicht, ob alle beim Finanzamt berücksichtigt werden oder nur der mit dem höchsten Satz (D1) Eingetragen in den Behindertenausweis müssten alle werden.

Ich hoffe, dass das mit den Eintragungen nachtragen, nur mit dem mitschicken der Befunde einfach geht. Eigentlich sind die Befunde alle von der Uniklinik und gut geschrieben, gehen gut auf das Problem ein und benenne es konkret, ohne viel BlaBla.


Das Finanzamt erwies sich hier übrigens als sehr kooperativ und meinte für das Jahr 2017 kann man das bei dem Befund vom Hausarzt schon berücksichtigen, es muss nicht im Behindertenausweis stehen!


Also es bleibt spannend!
Liebe Grüße Sophied
Still Syndrom mit neurologischen Komplikationen:
- Epilepsie, Polyneuropathie, Tetraparese, Dysphagie, hochgradige Sehbehinderung und Hörbehinderung neuerogene Blase und Darm, Osteoporose, Atemmuskelschwäche
POTS, zentrales Schlafapnoesyndrom;
HB und HSB mit autistischen Zügen, zahlreiche Allergien und andere Kleinigkeiten


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