Verdauungsprobleme

Hier könnt ihr Fragen rund ums Thema Ernährung stellen. Usern, deren Kinder über eine Sonde ernährt werden, möchten wir hier ebenfalls eine kleine Austauschplattform bieten.

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NickiS
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Verdauungsprobleme

Beitragvon NickiS » 27.03.2017, 21:37

Hallo Zusammen,

Mein kleiner Sohn ist 15 Monate alt, hat eine Muskelhypothonie und hat - vermutlich - erhebliche Verdauungsprobleme, wir sind uns aber nicht ganz sicher (unsere Kinderärztin meinte,es könnte auch etwas ganz anderes sein), daher scheue ich noch den Weg zur Gastroambulanz. Allerdings ist es so, dass er sich, kurz nachdem er etwas gegessen hat, ganz steif macht und ganz feste drückt. Meistens weint er dabei oder es ist so schlimm, dass er dabei richtig doll schreit. Und fast immer hat er dabei Stuhlgang. Dieser ist nicht hart, aber auch nicht zu weich, meist sind es kleine Mengen, manchmal sieht es auch nur ein bisschen gesprenkelt in der Windel aus, manchmal kommt nichts und manchmal viel. Da dies nicht nur einmal am Tag passiert, sondern mittlerweile nach Einführung des normalem Essens, mehrfach und er auch nachts davon gequält wird, möchte ich euch hier einmal fragen,ob jemand von euch sowas kennt? Sämtliche Nahrungsmittelalergien sind mit einem Bluttest ausgeschlossen worden, wir hatten an Fruchtzucker, Gluten​ und Milch gedacht, ja sogar sämtliche andere Nahrungsmittel sind ausgeschlossen worden. Es gab eine Zeit in der ich ihn nur mit Hirsebrei und stillen ernährt habe, oder nur Gemüse und stillen und es gab auch eine Zeit, in der er alles Essen verweigert hat und wieder ganz an die Brust zurück gekehrt ist. Am wenigsten Probleme hatte​ er mit der Verdauung, als er nur gestillt wurde. Ich stille ihn auch noch recht viel, aber er verlangt auch danach. Trotzdem soll und möchte er ja auch richtig mit uns essen. Aber ich bin mit meinem Latein und mit dem ganzen ausprobieren am Ende. Ich weiß einfach nicht, was ihn da so quälen könnte. Kennt das jemand von euch?

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Henrymami
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Beitragvon Henrymami » 27.03.2017, 21:42

Vielleicht ein m. Hirschsprung?
Den hat Henry, der hatte sehr ähnlich. Beschwerden. Muttermilch ging, alles danach nicht.
Henry 25.06.13 Goldberg sphrintzen megakolonsSyndrom
PEG, spastische zerbraparese Katarakt bds, Glaukom

NickiS
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Beitragvon NickiS » 27.03.2017, 21:59

Danke für deine Antwort! :) Habe mir M. Hirschsprung mal kurz angelesen. Puh, das klingt ja ziemlich heftig. Kann es das auch sein, obwohl er keine Verstopfung hat (dann müsste doch der Stuhl sehr hart sein,oder)?
Nicki mit großem (2009) und kleinen Sonnenschein (2015): beide mit Snyder-Robinson Syndrom
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Chandrika 82
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Beitragvon Chandrika 82 » 27.03.2017, 22:00

Hallo!

Was für eine Vermutung hat denn eure KiÄ?

Ich würde schon den Weg zur Gastro machen. Einfach um sicher zu sein und um euren Sohn endlich so zu ernähren, wie er es altersgemäß wahrscheinlich könnte.

Wir haben mit unserer Jüngsten ganz ähnliche Probleme. Sie ist inzwischen 2 Jahre alt. Hatte auch so gut wie gar keine Probleme, solange sie vollgestillt wurde (das habe ich weit über den ersten Geburtstag hinaus gemacht). Aber dann fingen die Probleme mit der Beikost an. So gut wie nichts verträgt sie.
Inzwischen waren wir auch in einer Gastro-Spezialambulanz. Für die führe ich aktuell ein Ernährungstagebuch. Außerdem steht Anfang April ein US und eine Blutabnahme an.
Wie bei euch waren die bisherigen Bluttests ergebnislos. Dennoch hat sie massive Beschwerden.

Der Leidensdruck eures Sohnes ist jetzt schon so groß, daher rate ich zum Spezialisten. :wink:

Liebe Grüße
Rika
K. 05/07 ehem. SGA, Kleinwuchs mit Hormonbehandlung, Asperger-Autist, ADHS
M. Schmetterlingskind *03.09.08 +05.09.08
N. 11/12 extr. Frühchen der 24. SSW, IVH II°, ROP III°, Mikrozephalus, Bauchwandhernie, Cerebralparese, Sondenernährung
J. 03/15

Angela77
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Beitragvon Angela77 » 27.03.2017, 22:29

Hi,
vielleicht hat dein Kleiner Mann einen Reflux (GÖR)? Wenn dein Sohn muskelhypoton ist, könnte es gut sein, dass die Magensäure nach dem Essen die Speiseröhre hochschießt. Das tut sehr, sehr weh! Bitte lasst den kleinen Mann beim Gastro untersuchen. Es geht ihm ja nicht gut :cry:

LG
Angie
Bene (2008): regressiver Autismus, schwerste expressive Sprachentwicklungsstörung (bei sehr gutem Sprachverständnis!), Bildung von Casiomorphin und Gliadorphin
Vorstellung plus Diäteffekte:
http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic73493.html

Primär nächtliche Epilepsie im motorischen Sprachzentrum (leider erst erkannt im März 2015!!!)

NickiS
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Beitragvon NickiS » 28.03.2017, 16:11

Herzlichen Dank für eure Antworten!

Liebe Angie, bei uns in der Familie gibt es tatsächlich einige mit Reflux, allerdings wurde mir gesagt, dass diejenigen auch sehr viel als Babys gespuckt hätten und auch später immer wieder (bspw beim Krabbeln) etwas raus kam. Auserdem hatten die immer im Anschluss starken Mundgeruch. Das habe ich alles bisher noch nicht entdeckt. Könnte er trotzdem einen Reflux haben?

Liebe Rika, tut mir leid, dass euer Jüngster auch solche Probleme hat! Hoffentlich kommt bei den nächsten Untersuchungen was raus!
Unsere KiÄ meinte erst, dass sich seinDarm an die richtige Kost gewöhnen müsste und dass das bei einigen Kindern mit Bauchweh einherginge. Eigentlich hatte ich immer die Nahrungsmittel ersetzt, wwnn ich feststellte, dass er solche Bauchschmerzen bekam. Daher meinte sie erst, wir müssten das mal ein paar Tage durchhalten. Als es dann bei ihm aber nicht besser wurde, war auch sie ratlos. Sie sagte noch, dass manche Kinder ja bei allem über Bauchschmerzrn klagen würden, obwohl es eigentlich Zahnschmerzen o.ä. sei.
Die Idee mit dem Nahrungstagebuch nehme ich mal auf und einen Termin in der Gastro werde ich dann auch noch machen. Das ist ja kein Dauerzustand.

Angela77
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Beitragvon Angela77 » 28.03.2017, 18:03

Hi Nicki,
ja ist möglich, nennt sich "stiller Reflux" ..

LG
Angie
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Beitragvon Angela77 » 28.03.2017, 19:24

Hallo Nicki,
vielleicht schau noch mal hier:
http://www.refluxkinder.de/reflux/behandlung.html

LG
Angie
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Beitragvon Henrymami » 28.03.2017, 19:48

Henry war komischerweise nicht verstopft. es war so, dass er mit Umstellung von Muttermilch auf pulvermilch starke Bauchschmerzen bekam, gespuckt hat er nicht Stuhlgang tägl. Und dann bekam er Darmverschluss .
Die Tochter meiner Freundin aber ist z.B. Kerngesund und auch ständig verstopft.
ich würde es aber auch auf jd. Fall abklären lassen.
Vg

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NickiS
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Beitragvon NickiS » 17.04.2017, 19:04

Hallo ihr Lieben,

wir waren letzte Woche bei der Gastroambulanz und es kam heraus, dass mein Kleiner unter einer chronischen Verstopfung leidet. Beim Ultraschall konnte ich den bereits stark geweiteten Dickdarm sehen.
Er hat noch vor Ort einen ziemlich großen Einlauf bekommen und soll nun täglich zwei Packungen Kinderlax nehmen. Das Ergebnis ist unglaublich, er hat seit knapp einer Woche keinerlei Schmerzen mehr, wenn er Verdauung hat, der Stuhl ist deutlich weicher und vor allem fängt er langsam an, richtige Mengen zu essen! :D

Ich danke euch, dass ihr mich motiviert habt, doch endlich einen Termin auszumachen, denn auf Verstopfung wäre sicherlich niemand gekommen. Schließlich hatte mein Kleiner bis zu 10x am Tag Stuhlgang, und der war auch nie so fest, dass ich an Verstopfung gedacht hätte... Ich wünschte zwar, ich wäre schon früher hingegangen, aber immerhin hat er jetzt keine Schmerzen mehr. Und das ist soooo toll! :D
Nicki mit großem (2009) und kleinen Sonnenschein (2015): beide mit Snyder-Robinson Syndrom
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