20.2.17, RTL: Undercover in Einrichtungen für Behinderte

Kontakte zu anderen Eltern mit besonderen Kindern gewünscht? Kein Problem - Kontaktgesuche könnt ihr hier unter Angabe eurer E-Mail-Adresse einstellen.

Wer möchte, kann auch auf Krabbel- und Spielgruppen für besondere Kinder aufmerksam machen und wichtige Termine (z. B. von Selbsthilfegruppen, Fernsehsendungen über besondere Kinder etc.) angeben.

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monika61
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Beitragvon monika61 » 24.02.2017, 15:31

claudia64 hat geschrieben:@Sabine:

und warum wird der betreffende Beitrag dann nicht von euch editiert?

http://www.REHAkids.de/phpBB2/viewtopic ... 38#2079738

Es kann mir ja egal sein, aber wenns nicht gestattet ist, seid ihr als Betreiber doch in der Haftung?

VG,
C.


Hallo Claudia,

ich nehme an weil Mariaa vorab die Verfasserin gefragt hat :wink: :
-----------------------------------------------------------------------------------

..."wenn es Dich beruhigt, ich habe die Verfasserin vorhin gefragt und ihr den Link geschickt!"...
http://www.REHAkids.de/phpBB2/viewtopic ... t=#2079769

...."Für mich gebietet es in dem Fall der Anstand zu fragen, bzw. zu informieren wenn ich zitiere."...
http://www.REHAkids.de/phpBB2/viewtopic ... t=#2079784

------------------------------------------------------------------------------------

LG
Monika

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JustinsMum
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Beitragvon JustinsMum » 24.02.2017, 17:49

Silke H-S hat geschrieben:Das die gezeigten Sachen nicht gehen und Konsequenzen haben müssen ist keine Frage. Da sind wir uns alle einig. Aber zwei Sachen möchte ich noch bedenken 1. In wievielen Einrichtungen mußte gedreht werden und solche "reißerischen" Szenen zu erhalten? - Von RTL (ich sage nur Dschungelcamp, nicht von 3sat oder Arte und in wie vielen war es einfach viel zu langweilig weil einfach zum Glück nichts derartiges passiert. (bei uns z. B.) Und noch etwas möchte ich bedenken, es gibt einige Eltern hier, die eine sehr negative Sichtweise der MA in den verschiedenen Einrichtungen hier haben; Leute, die MA sind nicht nur tagsüber, auch nachts, am WE, auch Heiligabend für Eure Kinder da, machen oft keinen einfachen Dienst bei keiner wahnsinnig guten Bezahlung und wißt ihr was diesen Mitarbeiter helfen würde - von den Vorgesetzten, dem Träger, aber auch den ANGEHÖRIGEN für ihre Arbeit - Wertschätzung.
lb. Grüße und ein schönes Wochenende Silke


zu 1. habe ich auch schon gefragt, sehe ich also ähnlich, aber RTL hat auch erklärt, dass z.B. in der Förderschule die Situation auch nicht so toll war. Also in wie vielen Einrichtungen wurde gedreht und wie viele davon hatten wirklich hervorragende Bedingungen und vor allem welche?

zu 2. Bezahlt, oder? Mit bestimmten Arbeitszeiten und entsprechender Freizeit? Also so richtig sozialversicherungspflichtige Beschäftigung mit entsprechenden Zuschlägen, Urlaubsanspruch, Rechten usw. Was meinst Du wie viele Eltern eine bei weitem bessere Leistung bringen und das rund um die Uhr und 365 Tage im Jahr? Oder sich trotz Einrichtung 365 Tage im Jahr rund um die Uhr verantwortlich fühlen und das Ganze unbezahlt? Deren Arbeit im Übrigen auch nicht einfacher wird, wenn Einrichtungen nicht das halten was sie versprechen. Eltern, die auf jedes eigenes Leben verzichten, um die Tage, die eine Werkstatt zu hat abzudecken usw. Die diese Form der Betreuung auch als Entlastung bräuchten, sie aber nicht bekommen, weil sie es nicht verantworten können, ihre Kinder in solche Einrichtungen zu geben.

Sag mal wirst Du bezahlt dafür hier für Einrichtungen Werbung zu machen, weil hier die Eltern des zukünftigen Kunden sitzen? Und das sind glaube ich nicht ganz wenige User.

Die 1. Wertschätzung der Mitarbeiter ist ihr monatlicher Kontoauszug. Und wenn denen das nicht reicht, dann kann man nicht schlechtere Betreuung anbieten, menschenverachtend werden oder Bewohner quälen - dann muss man sich eben einen besser bezahlten Job suchen oder sich gewerkschaftlich organisieren oder, oder....

Das gezeigte Beispiel in der Werkstatt - Bereich Arbeitsförderung: Diese Menschen werden statt gefördert mit Akkordarbeit beschäftigt und bekommen fast nichts dafür. Das nenne ich moderne Sklavenarbeit und die auftragegebenden Betriebe, die die Aufträge erteilen dürfen damit sogar ihre Ausgleichsabgaben reduzieren und sich davor drücken Menschen mit Behinderungen einzustellen. Aber das ginge hier zu weit, dafür hatten wir hier schon mal einen Thread.

Gruß justinsMum

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Erica
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Beitragvon Erica » 24.02.2017, 18:11

Hallo Justinsmum,

Du wirst Deine Gründe haben, warum aus Deinen Beiträgen so viel Bitterkeit spricht.

Trotzdem finde ich es nicht in Ordnung, dass Du dermaßen negativ und heftig über einen ganzen Berufsstand wetterst.
Es gibt immer schwarz und weiß und auch Grauabstufungen dazwischen.
Nicht alle Mitarbeiter im sozialen Bereich sind so wie die, die bei RTL gezeigt wurden. Es gibt auch viele, die gute Arbeit leisten und sehr engagiert sind.

Bitte respektiere, dass Du nicht einfach einen kompletten Berufsstand schlecht machen kannst.
Und gerade bei schlecht bezahlten Berufen wie denen im sozialen Bereich, ist Wertschätzung wichtig...

VG
Erica
Mama von Lena (18 Jahre), Frühchen, occipitale Partialepilepsie/ Panayiotopoulos-Syndrom, Herzrhythmusstörungen, Z.n. Schädelbasisfraktur/ SHT/subduralem Hämatom/ Hämatotympanon im April 2006, räuml.-konstruktive Wahrnehmungsstörung, Gesichtsfelddefekte, etc

Angela77
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Beitragvon Angela77 » 24.02.2017, 18:16

Hallo Justtins Mum,

das sehe ich auch so:

JustinsMum hat geschrieben:
Silke H-S hat geschrieben:Das die gezeigten Sachen nicht gehen und Konsequenzen haben müssen ist keine Frage. Da sind wir uns alle einig. Aber zwei Sachen möchte ich noch bedenken 1. In wievielen Einrichtungen mußte gedreht werden und solche "reißerischen" Szenen zu erhalten? - Von RTL (ich sage nur Dschungelcamp, nicht von 3sat oder Arte und in wie vielen war es einfach viel zu langweilig weil einfach zum Glück nichts derartiges passiert. (bei uns z. B.) Und noch etwas möchte ich bedenken, es gibt einige Eltern hier, die eine sehr negative Sichtweise der MA in den verschiedenen Einrichtungen hier haben; Leute, die MA sind nicht nur tagsüber, auch nachts, am WE, auch Heiligabend für Eure Kinder da, machen oft keinen einfachen Dienst bei keiner wahnsinnig guten Bezahlung und wißt ihr was diesen Mitarbeiter helfen würde - von den Vorgesetzten, dem Träger, aber auch den ANGEHÖRIGEN für ihre Arbeit - Wertschätzung.
lb. Grüße und ein schönes Wochenende Silke


zu 1. habe ich auch schon gefragt, sehe ich also ähnlich, aber RTL hat auch erklärt, dass z.B. in der Förderschule die Situation auch nicht so toll war. Also in wie vielen Einrichtungen wurde gedreht und wie viele davon hatten wirklich hervorragende Bedingungen und vor allem welche?

zu 2. Bezahlt, oder? Mit bestimmten Arbeitszeiten und entsprechender Freizeit? Also so richtig sozialversicherungspflichtige Beschäftigung mit entsprechenden Zuschlägen, Urlaubsanspruch, Rechten usw. Was meinst Du wie viele Eltern eine bei weitem bessere Leistung bringen und das rund um die Uhr und 365 Tage im Jahr? Oder sich trotz Einrichtung 365 Tage im Jahr rund um die Uhr verantwortlich fühlen und das Ganze unbezahlt? Deren Arbeit im Übrigen auch nicht einfacher wird, wenn Einrichtungen nicht das halten was sie versprechen. Eltern, die auf jedes eigenes Leben verzichten, um die Tage, die eine Werkstatt zu hat abzudecken usw. Die diese Form der Betreuung auch als Entlastung bräuchten, sie aber nicht bekommen, weil sie es nicht verantworten können, ihre Kinder in solche Einrichtungen zu geben.

Die 1. Wertschätzung der Mitarbeiter ist ihr monatlicher Kontoauszug. Und wenn denen das nicht reicht, dann kann man nicht schlechtere Betreuung anbieten, menschenverachtend werden oder Bewohner quälen - dann muss man sich eben einen besser bezahlten Job suchen oder sich gewerkschaftlich organisieren oder, oder....

Das gezeigte Beispiel in der Werkstatt - Bereich Arbeitsförderung: Diese Menschen werden statt gefördert mit Akkordarbeit beschäftigt und bekommen fast nichts dafür. Das nenne ich moderne Sklavenarbeit und die auftragegebenden Betriebe, die die Aufträge erteilen dürfen damit sogar ihre Ausgleichsabgaben reduzieren und sich davor drücken Menschen mit Behinderungen einzustellen. Aber das ginge hier zu weit, dafür hatten wir hier schon mal einen Thread.

Gruß justinsMum


Ich bin im Grunde eine sehr wertschätzender Mensch und gebe diese Wertschätzung auch gerne, wo immer ich Gründe dafür sehe.
An manchen Stellen fehlt Fachkräften aber auch jedes Einfühlungsvermögen, wenn sie z.B. Eltern gegenüber wegen der großen Belastung, die ihr Kind auf sie ausübt, volljammern ..

Sorry, aber Profis sollen Eltern ENTlasten und nicht zusätzlich belasten -und wenn gewisse behinderungsbedingte Verhaltensprobleme nun mal nichts mit Erziehung zu tun habe, können die Eltern auch faktisch nichts zur Abstellung der Belastung beitragen (mal abgesehen davon, dass Eltern diese Belastung oft ohne jeden Urlaub über Jahre und Jahrzehnte tragen.)

"Sich mal auskotzen müssen/wollen " ist ja OK, aber dann doch bitte an einer Stelle, die weniger belastet ist als Angehörige ...

LG
Angie
Bene (2008): regressiver Autismus, schwerste expressive Sprachentwicklungsstörung (bei sehr gutem Sprachverständnis!), Bildung von Casiomorphin und Gliadorphin
Vorstellung plus Diäteffekte:
http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic73493.html

Primär nächtliche Epilepsie im motorischen Sprachzentrum (leider erst erkannt im März 2015!!!)

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Beitragvon Inge » 24.02.2017, 19:31

Erica hat geschrieben:Du wirst Deine Gründe haben, warum aus Deinen Beiträgen so viel Bitterkeit spricht.

Trotzdem finde ich es nicht in Ordnung, dass Du dermaßen negativ und heftig über einen ganzen Berufsstand wetterst.
Es gibt immer schwarz und weiß und auch Grauabstufungen dazwischen.
Nicht alle Mitarbeiter im sozialen Bereich sind so wie die, die bei RTL gezeigt wurden. Es gibt auch viele, die gute Arbeit leisten und sehr engagiert sind.


[center]Danke Erica Bild[/center]

Sie ist anders als die andern, und ihre Sprache geht weit an uns vorbei.
Doch wenn sie lächelt, lächelt sie mit Leichtigkeit dir dein ganzes Herz entzwei.

'Sommerkind' von Wortfront


Viele Grüße
Inge

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Beitragvon Inge » 24.02.2017, 19:41

Hallo Angie,

Angela77 hat geschrieben:An manchen Stellen fehlt Fachkräften aber auch jedes Einfühlungsvermögen, wenn sie z.B. Eltern gegenüber wegen der großen Belastung, die ihr Kind auf sie ausübt, volljammern ..

dann stimme den Fachkräften doch einfach mal zu und sag ihnen, dass du sie gut verstehen kannst - weil du diese Belastung eben nicht nur während einer abgegrenzten Arbeitszeit hast, sondern jeden Tag. Dass du am Wochenende keine Pause machen kannst und in den Ferien mehrere Wochen einen Rund-um-die-Uhr-Job hast.
Dann bedanke dich noch für die Arbeit und die Unterstützung und warte ab, was dann kommt :wink:

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Beitragvon KathrinHEP » 24.02.2017, 21:21

Hey,

[quote="JustinsMum"]@Kathrin: 17 Betreute und wenn auch nur eine kurze Zeit verdient von mir kein Mitgefühl, sondern Wut darüber, dass es nicht verweigert wird. Das das nicht gutgehen kann ist mir klar.


Ich möchte dafür kein Mitleid und ich bin auch absolut nicht begeistert davon. Aber soll ich dann meiner Kollegin verweigern auf die Toilette zu gehen, oder einen Betreuten zur Toilette zu begleiten oder um zu ziehen nach einnässen???

Das einer tatsächlich alleine auf 17 ist kommt zum Glück sehr selten vor, aber schon öfters das wir zum Beispiel in der Nachbar Gruppe mit gucken müssen, dann sind wir eben nicht mehr zu 6 auf 18 in 2 Gruppen sondern zu 2 bis 4 auf 18 und natürlich nur kurz, wenn man absehen kann das es länger dauert wird immer noch in anderen Gruppen angefragt (die erste ansprechgruppe ist immer erstmal die nachbargruppe gegenüber wegen kurzer Wege auch in Notfällen) und wenn keiner kann informiere ich die Chefin die kommt dann auch und unterstützt und bei Notfällen wird eh so schnell wie möglich die Chefin informiert die dann zur Hilfe und Unterstützung dazu kommt.


GBY Kathrin
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten :-)

Kathrin (*85) Erzieherin/ HEP, Neurodermitis, 1/17 Thyreoidektomie bds

Arbeite in einer Tagesförderstätte.

Seit 7/16 stolze Tante :-)

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T.Sophie
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Beitragvon T.Sophie » 24.02.2017, 21:28

Kathrin, ich glaube jeder der ein bisschen nachdenkt wird verstehen können, dass es manchmal eben nicht anders geht, als das ein Betreuer kurz auf alle in der Gruppe aufpassen muss.
Wer allerdings grundsätzlich mit Ablehnung und vielleicht sogar Hass (?) auf Menschen reagiert die in diesem Bereich arbeitet, wird nicht so weit denken können. Der versteht es wohl nur falsch, weil es ein weiterer Grund ist, gegen alles und jeden zu sein. Meiner Meinung nach.
Baujahr 1988 / diverese Traumafolgestörungen / Tinitus, Dysplasie im Knie / chronische Magen-Darm-Probleme (subtotale Dickdarmentfernung + Entfernung der Galle)
SBA mit 60GdB ohne Merkzeichen

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Angela77
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Beitragvon Angela77 » 24.02.2017, 22:06

Hallo Inge,
danke für den Tipp :wink:
Ich antworte bisher eher auf der Sachebene und sage "Stimmt... Das Verhalten XY ist anstrengend. Und was erwarten Sie jetzt von mir?" Darauf gab es noch keine Antwort ...

Liebe Grüße
Angie
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Silke H-S
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Beitragvon Silke H-S » 24.02.2017, 22:47

Hallo Justins Mum,
Nur mal noch so zur Information, ich arbeite seit mehr als 20 Jahren mit wechselnden Deputaten (je nach Alter unserer Kinder) als Hep (z.Zt. 65%) und unser jüngster Sohn (9) hat durch eine extreme Frühgeburt eine geistige Behinderung. Ich maße mir jetzt mal ganz einfach an, alles von beiden Seiten sehen zu können.
Silke


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