Andere Heilungsmethoden

Hier könnt ihr Diskussionen bezüglich religiöser Fragen und Meinungen führen - oder auch einfach über religiöse Feste wie Taufen, Konfirmationen etc. brichten. Für Familien mit besonderen Kindern haben religiöse Sitten und Gebräuche schließlich auch einen besonderen Charakter.

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Sia
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Beitragvon Sia » 03.02.2017, 13:05

@katrin - wie eure KK glaubt an Wunderheilung? Das ist ja mal ganz was neues :wink: !
Du sagst es richtig "realistisch". Genau. Ich bin Realist. Und das ist auch gut so.

Ich muss einen Weg finden, meiner Familie und meinen Freunden klar zu machen, dass sie sich ein anderes "Übungsmodel" suchen sollen.
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Mamamarti
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Beitragvon Mamamarti » 03.02.2017, 13:14

Hallo Sia,
Hintergrund dieses Glaubens ist die Annahme, das wir unsterbliche Seelen sind (Budhismuss), die immer wieder wiedergeboren werden und in jedem Leben etwas lernen. Das Seelenleben läuft im Grunde so wie ein richtiges Leben ab. Erst ist die Seele Jung,( Kind) unreif, dann sammelt sie Erfahrungen und entwickelt sich von der Selbstverwirklichung zur Nächstenliebe und Dienst am anderen. Im Grunde könnte man sagen, das die Hollywoodstars und die Trumps dieser welt, junge, auf sich bezogene Seelen sind, und die Mutter Theresas sind alte Seelen, die nur noch anderen dienen.
Diese alten Seelen brauchen aber andere Menschen, den es schlecht geht, um ihnen helfen zu können. Das sind dann wieder andere Seelen, die sich vor dem nächsten Leben freiwillig bereit erklären, krank, drogensüchtig oder arm zu werden, und helfen damit den anderen Seelen Mitgefühl zu entwickeln. Es soll so etwas wie große Seelenfamilien geben, die in immer neuen Leben immer neue Rollen übernehmen und die sich so gegenseitig auf die nächste Ebene helfen.
Es ist wie das Christentum oder Islam einfach ein GLAUBE.
DU musst entscheiden, was du glaubst und was nicht.
Ich bin der Meinung, das unserer Glaube uns helfen und dienen soll. Ich lehne für mich jegliche glauben ab, die mir Schuld einreden, oder mich klein halten wollen.
Der Gedanke, das meine Kids meine Seelenfamilie sind und wir immer zusammen sein werden ist für mich persönlich tröstlich. Noch tröstlicher ist für mich, das sie sich in nächstem Leben ausruhen und glücklich werden.
Es ist nur ein Glaube mehr nicht. Glaube soll nicht bewiesen werden, es soll nur Hoffnung bringen.
Ich hoffe für dich, das du etwas findest, das dir Trost und Hoffnung bringt.
Falls die diese Gedanken aber unbehaglich sind, solltest du es dem nächsten "Heiler" klipp und klar sagen. Niemand hat das Recht dir sein glauben aufzudrücken. Schon gar nicht, wen die die Gedanken wehtun.
Ich persönlich arbeite auch viel mit Schüßler Salzen.
LG Marti

Mamamarti
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Beitragvon Mamamarti » 03.02.2017, 13:20

Und ja, ich erzähle mittlerweile niemanden mehr von der Pflege. Man wird nur noch darauf reduziert. Bei Magenschmerzen meint der Hausarzt, das ist Psychisch wegen der Pflege. Bei Kreuzschmerzen meint der Orthopäde das kommt von der Pflege. Es wird sich nicht ernsthaft mit den Beschwerden beschäftigt, nur weil ich pflege. Zum k....sowas.
LG

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Sia
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Beitragvon Sia » 03.02.2017, 13:22

@Marti - dass es eine Art "glauben" ist, war mir schon klar. Aber dass der Ansatz betreffend den Seelen vom Buddhismus kommt, ist mir neu. Interessanter Gedanke. Danke für diese Informationen.

Tja ... man hat mir in der Tat schon gesagt, dass mein Sohn in einem früheren Leben mein Vater war und ich seine behinderte Tochter. Weil er damals als Vater nicht zu mir geschaut hat und mit der Behinderung nicht umgehen konnte, kam er in dieser Welt als mein Sohn wieder, um zu "büssen" und frei zu werden für das nächste Leben. Auch diese Weisheit habe ich "gratis" erhalten! Ob ich es nun wissen wollte oder nicht ... beschäftigen tut es mich irgendwie trotzdem!

... und ja, klar sind solche Gedanken irgendwie tröstlich ... manchmal ...

Mir schwirren alle diese Gedanken einfach ständig im Kopf herum und ich versuche, meinen Weg zu finden ... find ihn aber nicht. Weder das eine noch das andere scheint für mich zu stimmen!

... und betreffend Pflege ... genau das meinte ich. Das kenne ich zur Genüge. Mein Arzt meinte, dass ALLE meine Probleme psychosomatisch sind ...
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Britta70
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Beitragvon Britta70 » 03.02.2017, 13:43

Hallo Sia,
du hast ein merkwürdiges Umfeld. Bei uns wollte noch niemand "heilen" oder sonstige Gespräche führen, dafür sind alle viel zu rational... Ich würde klare Stopp-Signale setzen, wenn du mit jemanden nicht über etwas reden möchtest und mir meine Gesprächspartner bei diesem Thema gezielt aussuchen.
Aber interessant auch, dass deine Ärzte so sehr auf die Psychosomatik eingehen; ich habe eher das Gefühl, dass dieser Aspekt bei mir immer völlig ignoriert wird.
LG
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Amelie (*05), hypoxischer Hirnschaden durch near-missed SIDS, Z. n. BNS-Epilepsie, Button, Tetraspastik, Tetraparese, cerebral blind, Hüftluxation links (operiert 2014), starke Skoliose (operiert 2016)

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Beitragvon Sia » 03.02.2017, 15:29

... naja, eingehen tun die Ärzte ja nicht darauf. Es bleibt bei der Aussage, dass das so ist und damit ist dann die Angelegenheit erledigt. Nur bringt das mir und meinen Problemen nichts.
... und ja, vielleicht habe ich ein merkwürdiges Umfeld. Aber ehrlich gesagt, macht das ca. jede dritte Mutter hier ... wenn ich mich an Schulanlässen etc. mit anderen Mütter, unterhalte, kommt früher oder später dieses Thema und ich merke, dass ich total Aussenseiter bin ... praktisch jede macht irgendetwas in diese Richtung. Ich sage ja, bei uns boomt das ...
Und das nicht nur bei meinem behinderten Kind ... eigentlich ist es fast noch schlimmer unter den Müttern der Gspändli meiner beiden gesunden Kindern ...
Deshalb habe ich ja auf diesem Gebiet angefangen "Erfahrungen" zu sammeln ... nur habe ich gemerkt, dass es für mich eher komisch ist ...

... vielleicht ist das "hier auf dem Land" einfach so ... :wink:
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Sabrico
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Beitragvon Sabrico » 03.02.2017, 17:30

Hallo Sia,

ich finde das ja höchst interessant, dass das bei euch auf dem Land so boomt :D :shock: . Wo kommst du denn her, wen ich fragen darf?

Wen dir das jeder irgendwie aufs Auge drückt, ohne dass du darum bittest, wirst du mit irgendwas in Resonanz gehen ;-). Vielleicht kannst du da selbst noch reflektieren, warum das so ist.

Mein Weg hat mich durch die Erkrankung bzw. schwere Schwangerschaft meines Kindes wieder an meine tiefsten Wurzeln gebracht. Angetrieben von dem inneren Wunsch meinem Kind helfen zu können. Ich wollte nicht abhängig von Ärzten sein. Als Kind hatte ich diese "Fähigkeiten" wenn man so sagen will... durch Schule, Umfeld ist vieles verloren gegangen und weil es mir Angst gemacht hat. Mehr Wahrgenommen als andere habe ich trotzdem immer. Vor allem bei meinen Tieren ist es nie verloren gegangen. Ich musste erst 4 Monate liegen, um in diese Ruhe wieder zu kommen, nicht mehr auf 2 Hochzeiten gleichzeitig zu tanzen usw... Ich habe alles reflektiert und tue das heute noch. In meinen Augen ist so gut wie alles Psychosomatisch und irgendwo im Unterbewusstsein "vergraben". Immerhin wird der Mensch und auch das Tier zu 95% vom Unterbewusstsein gesteuert und fast alles lässt sich hier auch lösen. Indem man es sich ins Bewusstsein holt oder am Ursprung löst. Im Endeffekt ist alles im Universum vorhanden, man muss es nur nutzen. Für mich gilt "Wer heilt hat Recht" ... von Wunderheilern, Gurus, Sekten etc. halte ich selbst nichts!! Außerdem halte ich auch nichts davon die Schulmedizin zu verteufeln. Viel mehr wünsche ich mir eine gute Mischung und Akzeptanz aus beidem.

Zu dem Thema die Kinder suchen sich ihre Eltern aus. Das würde ich auch so bestätigen und auch, dass jeder nur das Päckchen bekommt, was er tragen kann (auch wenn das oft nicht so scheint). Ob sich ein krankes Kind seine Erkrankung aussucht, finde ich auch ziemlich dreist jemand anderen ungefragt an Kopf zu werfen. Marti hat das aus dem Buddhismus ganz gut erklärt.
Jeder muss im Endeffekt einen für sich stimmigen und guten Weg für alles finden. Leben und leben lassen :)

LG Sabrina

Jannice
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Beitragvon Jannice » 03.02.2017, 18:13

Ob sich ein krankes Kind seine Erkrankung aussucht, finde ich auch ziemlich dreist jemand anderen ungefragt an Kopf zu werfen
Ich denke, dass das etwas anders gemeint ist und zwar so: Jedes menschliche Bewußtsein sucht sich jeweils im Vorfeld sein Leben aus, dass es führen möchte, das kann mal ein leben als superreicher, supergesunder Mensch sein oder auch als schwerbehindertes Kind o.a. Warum sich das jeweilige menschliche Bewußtsein gerade dieses Leben aussucht, weiß nur das Bewußtsein in dem Moment, wo es sich dieses Leben aussucht, ganz alleine. Manchmal hat es eine Aufgabe vor sich, manchmal muß es mit Menschen aus einem anderen leben wieder ins Reine kommen, manchmal muß es zur Aufgabe für andere Menschen werden, etc.

So wurde mir das von einem nahestehenden Menschen vorhin erklärt, der sich intensiv damit beschäftigt ( Carlos Castaneda, Jane Roberts etc. )
LG Jannice
mit "der Kleine" ( 15J. , globale Entwicklungsverzögerung, Kleinwuchs, Asthma, EDS3, sel. Mutismus, Mutation auf Col11A1 u.a.) und "der Große" ( 19J. , Entwicklungsverzögerung, Depression, Hashimoto, Schwerhörig rechts, Autismusspektrumsstörung, Adipositas) . Beide Jungs haben eine Duplikation auf dem ARX-Gen.

uschi brand
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Beitragvon uschi brand » 03.02.2017, 19:05

Hi,
Geht deutlich in die Esoecke, ich beobachte im Moment auch, daß, wieder, ein Trend in diese Richtung geht, ob dus mitmachst liegt alleine bei dir!
Stell dir vllt einfach paar Warum Fragen, WARUM sollte sich dein Sohn ein Leben in Krankheit ausgesucht haben, er in "nem früheren Leben" dein Vater gewesen sein, du an so manchen "Zipperlein" leiden wegen Pflege der Umstände o.ä.
Da haben sich Menschen seit Jahrhunderten bestehende östliche Weisheiten und Lehren unreflektiert zu eigen gemacht, in buddhischer Tradition ist das z.B. deutlich komplizierter und eigentlich völlig anders...
Ich war neulich auch mit ner Bekannten als Interessierter Beobachter bei ner Familienaufstellung, für mich auch zu viel "Hokuspokus" ;) da waren garnicht mal so wenige zum xten Mal da, scheint also auch net wirklich viel an Heilung bewirkt zu haben...
Mußte net glauben  8)
GlG Uschi

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SandraM.
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Beitragvon SandraM. » 03.02.2017, 19:11

Ob sich ein krankes Kind seine Erkrankung aussucht, finde ich auch ziemlich dreist jemand anderen ungefragt an Kopf zu werfen.
Hallo,
ich finde auch, daß ihr in einem höchst interessanten Umfeld lebt. :D

Als Betroffene einer angeborenen Erkrankung finde ich solche Aussagen fürchterlich. Weder ich noch meine Seele haben sich diese Erkrankung ausgesucht.

Ziel solcher Aussagen ist es ja Akzeptanz für die eigene Erkrankung zu schaffen und die häufig quälende Frage nach dem "Warum" auszuschalten.

Ich kenne mehrere Frauen, die sich in diesem Bereich bewegen und daran glauben.
Für mich selbst schaffen solche Aussagen weder Trost, noch Akzeptanz für meine Erkrankung.

Ich möchte Verantwortung für mein Leben übernehmen und dies selbst gestalten, statt daran zu glauben dass meine unsterbliche Seele alles bestimmt und leitet.

Dazu gehört für mich auch zu klären, wo ich mich hinter meiner Behinderung verstecke, oder diese über Gebühr nutze.

Viele Grüße Sandra
Sandra *1977, ICP mit leichter Tetraspastik, leichte Gangataxie, Fußgängerin


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