Mangelernährung

Hier könnt ihr Fragen rund ums Thema Ernährung stellen. Usern, deren Kinder über eine Sonde ernährt werden, möchten wir hier ebenfalls eine kleine Austauschplattform bieten.

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bianca111
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Mangelernährung

Beitragvon bianca111 » 28.12.2016, 14:34

hallo ihr lieben

ich muss mich an euch wenden,vielleicht hat jemand einen Tip
Mein Sohn hat sich für eine vegane Ernährung entschieden :shock:
seit einem halben Jahr isst er keinerlei tierischen Produkte....
keine Milch kein Joghurt kein käse keine Wurst....kein Fleisch...

ich verzweifle noch ,da er auch keine veganen oder vegetarischen Brotaufstriche isst.................jeder Tag ist eine Herausforderung was die
Ernährung angeht....................ich habe soviel schon ausprobiert....

nun ist es so das er sehr sehr blass ist ........er sieht schlecht aus im Gesicht.......wiegt gerade mal 18 kilo ...im April wird er 7
habe im Januar einen Termin zur Blutuntersuchung .....
Nun denke ich darüber nach ein nahrungsergänzungsmittel zu kaufen

Ist das eine gute Idee ?und wenn was könnt ihr empfehlen

PS:Ich esse Fleisch
liebe Grüsse Bianca
Bianca mit Söhnchen geboren April 2010 Kiss Syndrom Seit November 2015 Diagnose ADHS (leider sehr ausgeprägt)

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Tanja2014
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Beitragvon Tanja2014 » 28.12.2016, 14:50

Hallo,
grundsätzlich finde ich vegane Ernährung für so junge Kinder nicht so geeignet. Ist denn ausgeschlossen, dass der Kleine irgendwelche Nahrungsmittelunverträglichkeiten hat und die tierischen Produkte deshalb evtl. intuitiv meidt? Was genau heißt denn vegane Ernährung für ihn? Isst er dann sehr viel unterschiedliches Obst und Gemüse? Oder ist das für ihn eher eine Ausrede, viel Süßes zu essen?

Meine Schwester lebte lange Zeit vegan. Bei ihr habe ich mitbekommen, dass Vitamin B12 quasi Pflicht ist, wenn man sich vegan ernährt. Ein Vitamin B12 Mangel führt im schlechtesten Fall zu einer Anämie. Ob das allerdings dann schon nach einem halben Jahr einttitt kann ich nicht sagen.

Ich würde vielleicht vor dem Arzttermin mit dem Arzt telefonieren, dass er Deinem Sohn nachdrücklich ins Gewissen redet. Das mach vielleicht mehr Eindruck als wenn Du was sagst.
Viele Grüße
Tanja
mit B. (*2012) - Extremfrühchen, spastische ICP beinbetont GMFCS Level 1
und Wirbelwind (*2013)

bianca111
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Beitragvon bianca111 » 28.12.2016, 15:05

hallo

danke für die Antwort, nein er hat keine Unverträglichkeiten
es fing damit an das er keine Tiere essen möchte und nach und nach auch keine Milch käse ect. mehr
Süssigkeiten gibt es nur selten bei uns.......
ich biete ihm jeden tag die unterschiedlichsten Gemüse und auch Obstsorten an......
aber ich merke das er Kraft und Energiebußen hat.......

ja ich werde wohl vorher mit dem Arzt sprechen das ist eine gute Idee

lg Bianca
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Mariaa
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Beitragvon Mariaa » 28.12.2016, 15:24

Hallo Bianca,

eine fleischfreie Ernährung bei Kindern ist unproblematisch,
eine vegane Ernährung eher nicht.
Vegane Ernährung bei (auch noch so jugen) Kindern, halte ich schon für bedenklich.... wobei es auch Stimmen gibt, die das Gegenteil behaupten.

Gemüse und Obst sind zwar unerlässlich für eine gesunde Ernährung,
können aber nicht alles ersetzen.

Aus welchen Gründen verzichtet Dein Sohn auf diese Nahrungsmittel?
Wenn er aus etischen Gründen verzichtet,
wäre es denn denkbar, dass Eier und Milchprodukte von einem Biohof -vielleicht
sogar in der Nähe- geholt werden?

Wenn Du über Nahrungsergänzungsmittel nachdenkst, würde ich das mit
einem Spezialisten besprechen...

Viele Grüße
Früher war alles besser.... vor allem die Zukunft!

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Beitragvon bianca111 » 28.12.2016, 16:52

Hallo Maria

Danke für deine Antwort ,auch ich halte eine vegane Ernährung für unvertretbar in diesem Alter......................er verzichtet aus ethischen Gründen auf Tierprodukte...................selbst Erklärungen das kein Tier für Milchprodukte stirbt interessieren ihn nicht .....................
Eine wirklich gute Idee mal einen Biohof zu besuchen,das macht Sinn für mich

lg Bianca
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Nellie
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Beitragvon Nellie » 28.12.2016, 17:17

Hallo,

jeder Veganer sollte mind. Vitamin B12, Vitamin D substituieren, denn es gibt wenig bis keine Möglichkeit, diese aufzunehmen.

Ich denke, dein Weg mit einer Blutentnahme ist gut, denn dann wird er vielleicht selbst erkennen, dass er sich selbst schadet, wenn da eine Anämie z.B. durch Vitamin B12-Mangel rauskommt. Vitamin B12-Mangel macht nicht nur Anämie sondern ist auch neurologisch schädlich.

Was isst er denn auf dem Brot? Isst er Soja- oder Weizenfleisch? Isst er Sojaprodukte? Welche Pflanzenmilch trinkt er? Nur in Sojamilch ist so viel Calcium drin wie in Kuhmilch, welches auch benötigt wird, vor allem auch, wenn man noch wächst. Ansonsten muss man schauen, wieviel Calcium zu Reismilch und Co zugesetzt wird.

Ich denke, ihr braucht mit ihm zusammen dringend eine Ernährungsberatung, die seine Wünsche beachtet und ihm auch klar macht, dass man mit einfach Weglassen sich auch Schaden zufügen kann, aber die auch aufweist, wie man das ganze angehen kann.

LG
Nellie
Linn *2004, schwerste Mehrfachbehinderung durch pontocerebelläre Hypoplasie Typ 2a (PCH 2a), Button, Epilepsie, Tracheostoma, nachts beatmet
A. *2009
Nicht behindert zu sein ist wahrlich kein Verdienst, sondern ein Geschenk, das jedem von uns jederzeit genommen werden kann. (Richard von Weizsäcker)
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Beitragvon Ninsl » 28.12.2016, 17:22

Hallo Bianca,

ich habe mich als Kind über zwei Jahre lang vegetarisch ernährt (wie sich herausgestellt hat, lag es allerdings nicht an ethischen Gründen, sondern am Kraftaufwand beim Fleischkauen (;) Meine Kinderärztin meinte dazu, dass da bei ausgewogener Ernährung keine Sorge besteht. Wie das bei Veganismus anders ist, weiß ich allerdings leider nicht.
Eine meiner Freundinnen ernährt sich seit 6 Jahren vegetarisch und seit einigen Monaten auch vegan. Durch die fehlenden Tierischen Produkte hat sie einen Eisenmangel, den sie erst mit Eisentabletten und dann mit Eisensaft aus der Drogerie zu kompensieren versucht.
Finde es jedenfalls gut, dass du das Blutbild machen lässt, dann könnt ihr ja sehen, ob seine Art der Ernährung zur Zeit möglich ist!
LG,
Ninsl

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T.Sophie
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Beitragvon T.Sophie » 30.12.2016, 09:31

Hallo!

Das meiste wurde ja bereist genannt. Also das du mit deinem Sohn mal zum Arzt gehen solltest und evtl. auch eine Ernährungsberatung.

Ansonsten kannst du ja mal schauen was es bei veganer Ernährung so alles an Alternativen gibt. Ich denke es wäre wichtig das dein Sohn genug Nährstoffe bekommt.
Was Nahrungsergänzungsmittel angeht solltest du aber dringend mit einem Arzt drüber sprechen und nicht einfach selber etwas in der Apotheke kaufen.


LG T.Sophie
Baujahr 1988 / diverese Traumafolgestörungen / Tinitus, Dysplasie im Knie / chronische Magen-Darm-Probleme (subtotale Dickdarmentfernung + Entfernung der Galle)
SBA mit 60GdB ohne Merkzeichen

ein.ZIG.Artig

Anjali
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Beitragvon Anjali » 30.12.2016, 10:14

Hallo,

die erste Frage, die ich mir gestellt habe, war, wie ein Sechsjähriger darauf kommt, sich streng vegan zu ernähren.
Von wem könnte er diesen Floh ursprünglich ins Ohr gesetzt bekommen haben? War vegane Ernährung vielleicht ein Thema im Kindergarten/in der Schule? Könnte man da (in der Schule/Kiga) vielleicht auch wieder mäßigend entgegenwirken?

Aus eigener familiärere Erfahrung weiß ich, dass bestimmte
rigorose Ernährungsumstellungen auch psychisch bedingt sein können.
Evtl. sollen sie etwas anderes (Gefühle, Probleme) kompensieren.
Eine strenge Ernährungsweise/Diät kann z.B. auch Ausdruck eines -unbewussten- Kontrollbedürfnisses sein.
Vielleicht kompensiert dein Sohn durch seinen Ernährungsumstellung irgendein Problem?

Was mir noch in den Sinn kommt:
Ist ausgeschlossen, dass es sich auch um einen über die Essgewohnheiten ausgetragener Machtkampf handeln könnte?

So, oder so:
Manchmal haben Außenstehende (Ärzte, Ernährungsberater, Lehrer oder erwachsene Vertrauenspersonen aus dem familiären Umfeld oder dem Freundeskreis) mehr Überzeugungskraft als die Mama.
Einen Biohof zu besuchen, finde ich auch eine gute Idee.

Evtl. steckt auch wirklich ein ernsthafteres Problem -siehe oben- dahinter, das sich mit Zureden alleine nicht so einfach beseitigen lässt. Da müsste dann vlt. auf therapeutischer Ebene nach den Ursachen und nach Alternativen "geschaut" werden.
Viele Grüße
Anja

Mutter mit Sohn (17 Jahre / Asperger-Autist)

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bianca111
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Beitragvon bianca111 » 30.12.2016, 12:16

Guten MORGEN

Vielen Dank für eure Antworten

Nellie: ER isst nichts auf dem Brot er isst trockene Roggenbrötchen......
Sojaprodukte isst er hin und wieder...........
wo könnte ich zu einer Ernährungsberatung??? durch die Krankenkasse???

Anja: Darüber zerbreche ich mir auch den Kopf....ob es nicht psychisch bedingt ist
er hat immer neue "Macken" die dazukommen ...zb. wenn er über einen Zebrastreifen läuft darf er nur die weissen Streifen berühren mit den Füssen.............so ist es auch in der Wohnung ...wir haben Dielenboden und er läuft so das er den Rand nicht berührt.................

Türklinken ausserhalb des Hauses sind eklig und voller Bakterien

neulich waren wir beim Bäcker da kam ein gebrechlicher Mann mit einem Rollator
...............Sohnenmann sagte, schnell raus hier mir ist schlecht ich kann nichts essen :shock:

am 18 januar habe ich einen Termin bei einem Kinderpsychiater

lg Bianca
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