Mangelernährung

Hier könnt ihr Fragen rund ums Thema Ernährung stellen. Usern, deren Kinder über eine Sonde ernährt werden, möchten wir hier ebenfalls eine kleine Austauschplattform bieten.

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LarissaD
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Beitragvon LarissaD » 30.12.2016, 12:47

Er braucht auf jeden Fall ganz zügig Vitamin B12!
Das gibt sonst im schlimmsten Fall irreparable Schäden. Vitamin B12 Mangel macht auch Energiemangel.

Eisen fehlt ihm vermutlich auch- auch davon wird man schlapp und appetitlos.

Am einfachsten ist es, Vitamin B12 als Tropfen zu geben (Apotheke) und eine mit Vit B12 angereicherte Zahnpasta zu verwenden (Bioladen, von Sante).

Ernährunsgberatung funktioniert so: Du druckst dir einen Antrag aus dem Netz dazu aus, lässt den vom Arzt ausfüllen (Notwendigkeitsbescheinigung heißt das offiziell) und damit kannst Du zu einer Ernährungsberaterin gehen- diese macht einen Kostenvoranschlag und den reichst Du mit dem Zettel bei der Krankenkasse ein.
Dann wird eine Kostenübernahme in Teilen bewilligt für einige Sitzungen.

Dann kann man die Ernährungsberatung machen.

Nach allem, was Du sonst schilderst, klingt Kinderpsychiater nach einer guten Idee.

Mag er Shakes? Bananenshake oder so? Da kann man zB auch Eiweißpulver druntermischen (gibt es auch vegan im Bioladen).
Bananenshake kann man auch mit Mandelmilch machen.

Ich finde, es klingt einfach auch nach wahnsinnig wenig Kalorien, die er so aufnimmt- wie groß ist er denn?

Meine Tochter wiegt 18kg bei 115cm, sie ist aber auch erst 4.

Ich würde das Blut schnell (also Montag!) abnehmen lassen und dann sofort subsituieren- fängst Du vorher an, kann das die Werte verfälschen.
Viele Grüße, LarissaD

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Angela77
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Beitragvon Angela77 » 30.12.2016, 13:04

Hallo Bianca,
kannst du eine Magersucht ausschließen? Ich kenne eine Fünfjährige mit exakt der Diagnose :shock: Bekommt er ADHS-Medis, die Appetitmangel ausschließen könnten? KJP ist in jedem Fall auch eine gute Idee!

LG
Angie
Bene (2008): regressiver Autismus, schwerste expressive Sprachentwicklungsstörung (bei sehr gutem Sprachverständnis!), Bildung von Casiomorphin und Gliadorphin
Vorstellung plus Diäteffekte:
http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic73493.html

Primär nächtliche Epilepsie im motorischen Sprachzentrum (leider erst erkannt im März 2015!!!)

monerl
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Beitragvon monerl » 30.12.2016, 16:35

Hallo Bianca,

ich denke eine Blutabnahme ist erforderlich.
Zur Ergänzung an Nahrungsergänzungsmitteln kann ich die wärmstens von
www.vitaminexpress.com folgendes empfehlen.

HiLife, 120 Kapseln
von Vitality Nutritionals
4.6 39 Bewertung(en)
sehr breites Spektrum an Vitalstoffen
mit 21 wertvollen Obst- und Gemüsesorten
nur 4 Kapseln liefern 6.000 ORAC Einheiten
Vegan, frei von gentechnisch veränderten Substanzen
frei von Zusatzstoffen und Farbstoffen

oder

SuperFruits7, 120 Kapseln
von Vitality Nutritionals
5 6 Bewertung(en)
verzögert den Alterungsprozess
ist ein kraftvolles Antioxidans
stärkt das Bindegewebe
verbessert die Durchblutung
sorgt für schöne Haut
stärkt das Immunsystem
steigert die Energie
Wenn du auf die Homepage von Vitaminexpress gehst, kannst du alles nachlesen. Das wäre eventuell ein Anfang um dem Köroer fehlende Vitamine...Mineralstoffe usw. zuzuführen.

Alles Gute lg Monika
Ein Weg entsteht indem man ihn geht
(chinesisches Sprichwort)

Christiane81
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Beitragvon Christiane81 » 30.12.2016, 16:57

Ich selber esse gerne vegan, phasenweise auch ausschließlich. SO rasend schnell entwickelt sich ein VitB12-Mangel auch nicht, und nicht jeder Mensch, der sich über eine längere Zeit vegan ernährt hat einen solchen. Allerdings sehe ich auch selber die vegane Ernährung von Kindern sehr kritisch.
ABER: auch wenn Dein Kind keine tierischen Produkte essen möchte, kann er ausreichend kcal zu sich nehmen! Nussmuse sind da sehr geeignet, hochwertige Öle...
Tofu hat relativ viel Fett, aber auch einen hohen Eiweißgehalt. Kann man auch als Hackfleischersatz z.B für Bolognese nehmen. Isst Dein Sohn Currys? Kann man sehr gut mit Kokosmilch machen, die ist (zu meinem Leidwesen) sehr gehaltvoll.
Würde er zum Frühstück Müsli essen? Hirsebrei?
Ich würde auch noch Quinoa empfehlen, gerade für Bratlinge super.
Kannst Du ihn in die Zubereitung mit einbeziehen, so dass ihr zusammen Alternativen zu Kuhmilch, Käse etc entdeckt?

Der Sohn einer Freundin brach in dem alter Deines Kindes beim Weihnachtsessen in Tränen aus. Er fand es fürchterlich, dass ein Tier sterben musste, nur damit es gegessen werden kann. Er weinte bitterlich! Sehr lange aß er kein Fleisch oder Fisch. Mittlerweile schon wieder, aber ihm ist sehr wichtig, dass die Tiere gut gelebt haben. Er ist ein ganz wunderbares Kind, unglaublich sozial, verantwortungsvoll und mit einem ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit. Er hätte sehr gelitten, hätte man ihn nicht ernst genommen!

Pommes sind übrigens auch vegan😉 Und diverse Dips, beispielsweise mit Avocado, auch sehr gehaltvoll.

Klar ist es wichtig, herauszufinden woher die strikte Ablehnung tierischer Produkte kommt. Die Idee, einen Biohof zu besuchen, finde ich super! Aber gleichzeitig ist jetzt ja wichtig, dass der Lütte ausreichend isst und Nährstoffe bekommt, und da kannst Du ganz viel machen. Vieles, was auch Dich beruhigt und euch beide aktiv werden lässt.

Bei mir köchelt zwar grad Gulasch auf dem Herd, aber der Plan der nächsten Tage sieht folgendes vor:
Vegane Thai-Curry Suppe mit Glasnudeln
Steckrüben-Curry
Grünkohl mit Kartoffeln und Räuchertofu
Gefüllte Süßkartoffel (vegan)

Probiert wird noch: Kichererbsencurry mit Naan-Brot (kann man vegan machen), ggf mit Feta, Sellerieschnitzel in Mandelpanade mit veganer Jägersauce und selbstgemachten Pommes.
Man kann echt viel machen, und vielleicht hilft es Deinem Kind, wenn er mithelfen darf?
Langfristig ist das sicher bedenklich, aber bevor ein Kampf ums essen losgeht, versuch ihn doch mal mitzunehmen.

Naniol
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Beitragvon Naniol » 30.12.2016, 19:23

Hallo Bianca

Ich kenne eure Situation nicht. Aber ich stelle jetzt einfach mal in den Raum.
Warum darf ein 6 jährige Kind selber solche " Entscheidungen" treffen und warum kommt er damit so lange durch?
Konsequenz entweder er ißt das , was auf dem Tisch ist oder er ißt gar nicht.
Trinken würde ja reichen er kippt nicht so schnell um.
Ich weiß jetzt kommen bestimmt Kommentare so etwas kann man doch nicht tun.
Doch, zum Wohl des Kindes langfristig ja. Und wenn es nach zwei Tagen nicht klappt ab zum Kinderarzt ob man dann einen KJP besuchen sollte finde ich fraglich.
Kinder , die derart früh eine ADHS Diagnose erhalten ( wie kann man so etwas in dem Alter testen) und im schlimmsten Fall schon medikamentös " Alltagsnorm " gemacht werden ( ich weiß nicht, ob es bei euch so ist) , entwickeln ja recht schnell ein Gefühl " anders" zu sein. Es wird Ihnen ja auch suggeriert du bist anders . Vielleicht reicht es dann nicht aus " anders" zu sein und man findet schnell das nächste Muster , um " anders" zu sein.
Wie gesagt ich will euch nicht zu Nahe treten aber ich vertrete wirklich die Meinung, das es in solch wichtigen Sachen wie Ernährung keine Entscheidungsfreiheit gibt. Ein 6 jähriger ist nicht in der Lage die Konsequenzen, die solch eine Ernährung nach sich zieht, zu verstehen. Sie dürfen Sachen nicht mögen, ich mag auch nicht alles aber alles andere, was die Gesundheit beeinträchtigt ist nicht " verhandelbar"
Und Substitotion von Nahrungsergänzungsmitteln kann nicht die Konsequenz sein.
Ist nicht böse gemeint aber manchmal muss man Kinder zu ihrem Glück zwingen, wenn sie Schäden dadurch nehmen könnten.
Gruß Nicole
Nadja 07/2000 kerngesund phil 04/2011 ARHGEF9 Mutation fokale
Epilepsie, nonverbal , Entwicklungsretadierung Kleinwuchs..... ) GDB 100% aG B H Pflegegrad 4 ein lachender Sonnenschein

grace
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Beitragvon grace » 30.12.2016, 22:08

Hallo Bianca,

Meine Tochter hat zwar erst mit 15 Jahren beschlossen sich vegan zu ernähren, aber es gibt tatsächlich Kinder die auch schon mit 7/8 Jahren beschließen das sie nicht für unnötiges Tierleiden verantwortlich sein möchten (einfach mal googeln, besonders in Englisch findet man viele Nachrichten), solche Kinder brauchen keinen Psychiater sondern Verständnis!

Trotz enormen Milch und Fleischkonsum sind heutzutage ganz viele Kinder und Erwachsene Mangelernährt, dazu über gewichtig und blass....komisch, nicht? Selbst konservative Ärzte raten heute dazu wenig Fleisch zu essen und es ist wissenschaftlich nachgewiesen das unsere heutige Ernährung der hauptsächliche Grund von Diabetes, osterporose, Ictus, Herzinfarkt und co. ist.
Das einzige was dein Sohn supplementieren muss ist Vitamin B12, wobei man wissen sollte das es auch den Tieren supplimentiert wird da unsere Massentierhaltung keine natürliche Aufnahme zulässt. Ich will da jetzt nicht weiter drauf eingehen denn es würde den Rahmen sprengen.

Wir (inzwischen koche ich für die ganze Familie vegan) essen sehr viel Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Nüsse, verschiedene Getreidearten und auch mal Seitan, Tempeh, Sojaprodukte und ich kann dir versichern das man ganz leckere Gerichte damit zubereiten kann, meine Tochter macht z.b. vegane lasagne, cannelloni, döner, Hamburger und Schnitzel, es gibt ja auch veganen Käse und sogar aufschnitt.
Du solltest dich erst einmal in das argument einlesen, es gibt sehr viele Kinder die von Geburt an vegan ernährt werden.

LG

Grace, die vor einigen Jahren auch mal sehr skeptisch war

Anjali
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Beitragvon Anjali » 30.12.2016, 23:05

Biancas Sohn wurde aber nicht von Geburt an vegan ernährt und folgt auch nicht dem Vorbild einer sich vegan ernährenden Familie.
Er ist erst 6 Jahre alt und anscheinend sowieso ein recht wählerischer Esser. Die Frage ist, ob man ihm so einfach eine ausgewogenere vegane Kost unterjubeln könnte.
Hinzu kommt, dass er eh schon untergewichtig ist und neben seinem ADHS anscheinend auch noch die noch nicht so lange zurückliegende Trennung seiner Eltern zu verkraften hat.
Vor diesem Hintergrund halte ich es für unzureichend, das Ernährungsverhalten als reine weltanschauliche Angelegenheit zu behandeln.
Es könnte auch ein Hilferuf sein.
Viele Grüße
Anja

Mutter mit Sohn (17 Jahre / Asperger-Autist)

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Engrid
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Beitragvon Engrid » 30.12.2016, 23:11

Hallo,

Naniol hat geschrieben:Konsequenz entweder er ißt das , was auf dem Tisch ist oder er ißt gar nicht.
Trinken würde ja reichen er kippt nicht so schnell um.
Davon würde ich dringend abraten. Das läuft auf einen Machtkampf hinaus, und das kann sehr ungut werden (Stichwort Essstörung, zb).

Mein Sohn würde sich da nicht unter Druck setzen lassen, und er würde sehr schnell kapieren, dass ER mich und andere unter Druck setzen kann, wenn er Essen verweigert. "Zu ihrem Glück zwingen" soll man Kinder beim Essen ganz bestimmt nicht.

Grüße
Engrid
mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)

sophied
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Beitragvon sophied » 30.12.2016, 23:18

Hallo,

Ich hab mich auch mit ca. 10 Jahren entschieden Vegetarier zu werden. Mit taten die Tiere leid. Meine Eltern wollten es auch nicht akzeptieren aber was hätten sie tun sollen? Ich bin Fan beim Essen gesessen und hab gestreikt, Zwangsernährung geht halt auch nicht. Daher hat es dann meist Beilagen gegeben, so dass ich satt wurde. :lol:

5 Jahe später mit 15 entschloss ich mich Veganer zu werden. Wieder das gleiche Problem, ich hab einfach gestreikt. Jedoch muss man sagen, dass wenn meine Oma zum Beispiel Gemüse gemacht hat, ich es am Anfang nicht so tragisch gesehen habe ob es Buttergemüse war. :D

Mit 18 bin ich dann ausgezogen und seit dem zu 100% ernähhrungstechnisch Vegan. Tabletten nehme ich nämlich alle. :wink:

Was ich zusätzlich nehme sind Vitamin D Tropfen (wobei ich glaube dass auch viele Fleischesser Vit. D Mängel in Mitteleuropa haben). Eisentabletten und Vit. B Komplex nehme ich auch. Da ich durch meine Grundkrankheit aber essen kann, was ich will und trotzdem zu dünn bin, habe ich von meinem Arzt Fresubin Trinknahrung verordnet bekommen. Das sind 2x 300kcal täglich zusätzlich.


Achja, mein Arzt sagte, dass es leicht sein kann dass ich wegen meiner Krankheit eine Abneigung gegen Tirische Lebensmittel habe.Er unterstützt mich auch total ich muss nur alle 6 Monate Blutabnehmen gehen und einmal Jährlich zur Ernährungsberatung gehen. Denn bei Rheumatischen Krankheiten und Autoimmunerkrankungen sollte man ja auf Fleisch verzichten. (Eventuell Intuition??), Später kam heraus dass ich noch Laktoseintoleranz und Histaminintoleranz habe (Ja genau, Käse und Milch mochte ich nie) :lol:

Also ich würde ihn zu nichts zwingen, denn dadurch kann man Magersucht auch fördern. Essen sollte nie ein Maachtkampf werden.

Wie gesagt gewisse Nährstoffe gehören supplementiert und wenn er wirklich sehr dünn ist, eventuell auch eine zusätzliche Trinknahrung? Aber am Besten mit einer Ernährungsberatung und dem Arzt zusammen entscheiden.

Liebe Grüße Sophied
Still Syndrom mit neurologischen Komplikationen:
- Epilepsie, Polyneuropathie, Tetraparese, Dysphagie, hochgradige Sehbehinderung und Hörbehinderung neuerogene Blase und Darm, Osteoporose, Atemmuskelschwäche
POTS, zentrales Schlafapnoesyndrom;
HB und HSB mit autistischen Zügen, zahlreiche Allergien und andere Kleinigkeiten

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grace
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Beitragvon grace » 30.12.2016, 23:53

Hallo Anjali,

Bianca hat geschrieben das ihr Sohn aus ethischen Gründen keine tierischen produkte essen will und ich habe dementsprechend geantwortet und versucht sie im bezug auf mögliche Mangel Ernährung zu beruhigen, das hat mit Weltanschauung überhaupt nichts zu tun.

LG

Grace


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