Führerschein und Autismus

Hier könnt ihr euch rund ums Thema Autismus austauschen.

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rena99
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Beitragvon rena99 » 06.11.2016, 11:39

Vielen Dank für eure Anregungen und besonders die Erfahrungen.

Wir haben jetzt hier zusammen eine Fahrschule entdeckt, die sich besonders um Fahrschüler mit Handycap kümmert. Wusste gar nicht, dass es so etwas gibt. Als Kunden scheinen sie darüber hinaus aber auch ältere Menschen ins Visier zu nehmen :)

Da werden wir uns mal beraten lassen. Vielleicht sehen wir dann ja klarer. Meine Tochter hat in den letzten 3 Jahren einen enormen Weg zurück gelegt, den ich so kaum für möglich gehalten hätte. Ich habe schon Vertrauen, dass sie für sich (und andere) die richtige und verantwortliche Entscheidung treffen kann. Vielleicht muss sie es wirklich ausprobieren. Mit einem einfühlsamen Fahrlehrer müsste sie ja dann sehen können, ob sie sich das alleine zutrauen kann.

Werde dann mal berichten

LG
Rena
Rena mit Tochter (V.a. Autismusspektrumsstörung, Zwangsstörung)
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Regina Regenbogen
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Beitragvon Regina Regenbogen » 06.11.2016, 11:51

Vielleicht muss sie es wirklich ausprobieren. Mit einem einfühlsamen Fahrlehrer müsste sie ja dann sehen können, ob sie sich das alleine zutrauen kann.
Guter Weg! :wink:
Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft. (Marie von Ebner-Eschenbach)

Sohn * 01/2003 - Frühkindlicher Autismus mit komorbider ADHS
Sohn * 09/2001 - ADS
Tochter * 04/1998 - nix
Tochter * 08/1989 - Peronaeusparese

violaya
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Beitragvon violaya » 08.11.2016, 11:34

@rena99

Schön, wenn es so eine Fahrschule gibt, würde ich auf jeden Fall versuchen. Ich glaube, das muss man in der Praxis ausprobieren, ob Führerschein oder nicht. Mein Sohn ist zwar sehr gut bei Simulatorspielen, aber Realität ist eben Realität.
Viola (1974, alleinerziehend), Hüftdysplasie, Rosacea
und Sohn (2006), 2010 Diagnose frühkindlicher Autismus "high-functioning", meine Erachtens hyperaktiv, zeitweises Stottern
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Ehlana
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Beitragvon Ehlana » 08.11.2016, 12:27

Moin,

ich würde auch sagen probiert es aus, gerade wenn es eine gut geeignete Fahrschule gibt. Ich habe damals ganz normal den Führerschein gemacht (diagnostiziert war ich ja auch nicht und es sprach nichts dagegen), habe allerdings viele Fahrstunden gebraucht und hatte zum Glück einen sehr geduldigen Fahrlehrer. Dann bin ich noch ca. 3 Jahre gefahren, aber musste schließlich feststellen, dass es sinnvoller ist, wenn ich es seinlasse. Die Technik und das Fahren des Autos an sich waren kein Problem, das Teilnehmen am Straßenverkehr mit anderen Verkehrsteilnehmern, auf die ich reagieren muss . . . das war der Knackpunkt. Ein paar Mal bin ich haarscharf an kleineren und größeren Unfällen vorbeigeschlittert, bis ich für mich entschieden habe, dass das zu gefährlich ist - für mich und die anderen.

Aber vielleicht ist es bei deiner Tochter ja ganz anders :)

LG,
Ehlana
Ehlana (*1981) ASS, HB
Schwester (*1987) Down-Syndrom
Kind (*2003) ADHS oder ASS, da sind die Fachleute geteilter Meinung...

rena99
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Beitragvon rena99 » 19.06.2017, 13:56

Mal ein Update,

die Fahrschule war wirklich gut. Meine Tochter konnte in der Zeit, die sie einfach gebraucht hat, in geschütztem Rahmen das Fahren lernen und sich langsam an die üblichen Geschwindigkeiten herantasten. Da hat sich auch ein Verkehrsübungsplatz bewährt, wo viel langsamer gefahren wird als im normalen Verkehr.
In der Tat hat die Praxisphase viel länger gedauert als sonst üblich, aber da hatten alle Geduld. Der Fahrlehrer hat sie erst zur Prüfung gemeldet, als sich beide sicher waren, dass sie sicher fährt und keine Gefahr für sich und die Umwelt darstellt (zumindest nicht mehr als bei sonstigen Fahranfängern).

Nun ist der Führerschein geschafft. Sie muss noch eine ganze Weile begleitet fahren (da noch nicht 18) und ich finde, sie macht das gut.

LG
Rena
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Engrid
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Beitragvon Engrid » 19.06.2017, 14:08

Hallo Rena,

wow, toll! Gratuliere! :D :icon_thumleft:
Engrid
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GabySP
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Beitragvon GabySP » 19.06.2017, 14:22

Hallo Rena,

herzlichen Glückwunsch an deine Tochter und allzeit gute Fahrt.

Wir stecken gerade im Beantragungsverfahren. Ich habe von der Therapeutin jetzt die Unbedenklichkeitsbescheinigung erhalten und nächste Woche haben wir den Termin beim Strassenverkehrsamt zur Beantragung des Führerscheins. Ich bin optimistisch, dass es klappt,

LG Gaby
Asperger-Sohn, 01/2000

rena99
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Beitragvon rena99 » 19.06.2017, 14:33

Na dann drücke ich euch die Daumen!
Rena mit Tochter (V.a. Autismusspektrumsstörung, Zwangsstörung)
"Jeder Zwang ist Gift für die Seele." (Ludwig Börne)

mijo

Beitragvon mijo » 21.06.2017, 06:34

Hallo Rena

Wow wie toll!
Herzlichen Glückwunsch an deine Tochter!!!

Ich bewundere ihren Mut!
Super!!!!

VG

mijo

Beitragvon mijo » 21.06.2017, 06:36

Hallo Rena

Wow wie toll!
Herzlichen Glückwunsch an deine Tochter!!!

Ich bewundere ihren Mut!
Super!!!!

VG


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