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Sigrid Zas
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Beitragvon Sigrid Zas » 22.03.2017, 09:13

Hi,

Ich finde es wichtig dass durch diese Geschichten und durch unsere Kinder in regelschule das Thema auch für viele die sich dem bisher nicht stellen mussten präsent wird.

Es ist ein langer Weg aber gibt es es eine Alternative für uns als ihn zu gehen?
Ich wünsche uns allen die Kraft und möglichst viele gute Momente auf diesem steilen steinigen Weg.

LG sigrid
Sigrid mit Tochter L *2005 geistig behindert, nach umfangreicher Diagnostik immer noch ohne Diagnose

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Missy
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Beitragvon Missy » 22.03.2017, 13:45

Hallo...
doch, es gibt den einfacheren Weg für mich als Mutter, Förderschule. Das Kind wird abgeholt, beschult,therapiert und kommt nachmittags nach Hause und hat keine Hausaufgaben zu erledigen.
Ausflüge werden so organisiert,dass alle mitkönnen oder fonden nicht statt...bei uns hieß es am Wandertag, das Kind muß zu Hause bleiben oder in eine fremde Klasse. ICH DURFTE sie dann mit dem Auto zu einem Treffpunkt fahren,wo sie eine halbt Stunde mot den Kindern die Pause verbringen DURFTE. Reaktion von allen (auch Familie),es ist halt so,dass sie nicht überall hin kann,akzeptiere es.
Bei der eimwöchigen Klassenfahrt nun dasselbe,Evelin hat schulfrei,ich darf sie einen Tag hinfahren zur Jugendherberge .(über 1 Stunde Fahrt). Klar,Mama fährt. Aussemstehende wieder die selbe Reaktion,akzeptiere es,es geht nicht alles. Ich kämpfe nicht mehr und die weiterführende Schule wird die Förderschule sein. FERTIG.
Dann bekommt die auch keine 5 im Radführerschein (sie kann kein Fahrrad fahren) und drunter steht,Radfahrführerschein nicht bestanden. Das Kind hat gelernt,geübt,sich Mühe gegeben,und wird auf gut deutsch in den Hintern getreten. Das wäre auf der Förderschule nicht passiert. Sie wird demotiviert und verliert die Lust an der Schule.
Frustrierte Grüße
Nina
Mama Nina (´83), Tochter Chantalle (´99) und Sonnenschein Evelin, geb. 11/06, SSW 33, extreme Muskelhypotonie, Tracheostoma-beatmet, Gastrotube, V.a. CCM + versch. Baustellen
"Wir wissen nicht was das Leben dir bringt, aber wir werden dir helfen das vieles gelingt!"
http://evelinsiska.oyla22.de

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Sigrid Zas
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Beitragvon Sigrid Zas » 22.03.2017, 13:55

Hi Nina,

Ich verstehe jeden der für sich und sein Kind diesen Weg geht.
Vieleicht gehe ich ihn eines Tages selber, wenn ich denke das er für mein Kind der bessere ist.
Aber dieser Weg führt nicht zu Inklusion.

Und Inklusion ist das was ich mir für mein Kind wünsche.

LG sigrid
Sigrid mit Tochter L *2005 geistig behindert, nach umfangreicher Diagnostik immer noch ohne Diagnose

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*Janne*
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Beitragvon *Janne* » 22.03.2017, 14:28

Hallo...
doch, es gibt den einfacheren Weg für mich als Mutter, Förderschule. Das Kind wird abgeholt, beschult,therapiert und kommt nachmittags nach Hause und hat keine Hausaufgaben zu erledigen.

Nina
ist das bei euch in den Förderschulen so?
bei uns stimmen davon 1-2 Punkte!?
Der Besuch einer Förderschule ist definitiv KEIN Garant dafür, dass alles einfach ist und auch keiner dafür, dass die Notwendigkeit zu kämpfen aufhört... vielleicht malst du dir diesen Weg gerade zu schwarz und weiß...

Gruß Janne :? :?
unsere Vorstellung: :icon_sunny: hier

Janne mit Männe, großem Bruder (*04) und Liam (*06) Trisomie 21, ASD II, V.a. intrapulmonale Lymphangiektasien, Gehörlos (CI versorgt seit 2010/11), Button, einiges mehr... und der größte Kämpfer, den wir je kennenlernen durften!

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Beitragvon uschi brand » 22.03.2017, 17:28

Hi Nina,
Förderschule muß ja auch nicht der Supergau sein, neben einer Entlastung für dich kann ja durchaus auch nach Regelschulplan unterrichtet werden. Alternative ist ja leider nur die Gemeinschaftsschule, Hunderte von Schülern, paar Kids mit Behinderung, Schule "akzeptiert" die Inklusion, aber mehr auch nicht :(
LG Uschi

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Beitragvon Sigrid Zas » 22.03.2017, 17:48

Hi Uschi

Also unsere Gemeinschaftsschule versucht Inklusion zu leben. Bei meiner geistig behinderten Tochter klappt das bis jetzt gut.
Das liegt vor allem an der Grundhaltung der handelnden Personen.

Es ist alles einfach aber es werden Wege gesucht.

Lg Sigrid
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Beitragvon Sandra1978 » 22.03.2017, 19:34

Hi Nina,

Ich verstehe jeden der für sich und sein Kind diesen Weg geht.
Vieleicht gehe ich ihn eines Tages selber, wenn ich denke das er für mein Kind der bessere ist.
Aber dieser Weg führt nicht zu Inklusion.

Und Inklusion ist das was ich mir für mein Kind wünsche.

LG sigrid
Hallo Sigrid,

nein das führt nicht zur Inklusion da hast du Recht, aber unsere Tochter ist auch kein Versuchskaninchen an der man Inklusion lernen kann.

Ich bin sehr für Inklusion und sie war im Regelkindergarten und in einer Regelgrundschule als I Kind. Das klappte auch gut trotz der 3!! Förderstunden.

Aber die weiterführende Schule hat die Inklusion noch so grottig umgesetzt das wir aufgegeben haben.

Jetzt auf der Förderschule lernt sie viel mehr.

Gruß Sandra
Mama Sandra (Asperger Autist)
Papa Jochen (Lernebehindert)
Sarah (2003) (Lernbehindert)

Stefanie Kohl
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Beitragvon Stefanie Kohl » 22.03.2017, 19:55

Hallo Zusammen,

Hier mal ein Beitrag aus unserer Zeitung:

http://saalfeld.otz.de/web/lokal/suche/ ... 1172070498

Bis auf den Teil mit dem "Schuld sind die Eltern" unterschreibe ich das...

Lg

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Beitragvon Missy » 22.03.2017, 19:57

Hallo....
bei der Körperbehindertenschule wäre es wohl so und das ist die Schule,wo sie dann wohl hinkäme. Es gibt noch andere,die muß ich mir erstmal noch anschauen ;-)
Ja ich mal grad weiß gegen schwarz,weil ich grad keine Kraft habe. Nunja,kommt vllt auch wieder eine andere Zeit.
Die Gemeinschatsschule hier ist barrierefrei umgebaut, darüber hinaus weiß ich noch nix wies bei denen mit Inklusion aussieht.
Ög
Mama Nina (´83), Tochter Chantalle (´99) und Sonnenschein Evelin, geb. 11/06, SSW 33, extreme Muskelhypotonie, Tracheostoma-beatmet, Gastrotube, V.a. CCM + versch. Baustellen
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Beitragvon Stefanie Kohl » 22.03.2017, 20:04

Hallo ich nochmal,

Den linken kann man leider nur gegen bares nutzen.
Ich fasse Zusammen:

Inklusion für alle die nicht stören ist OK für ESE-Kinder eher nicht.
Da sind nämlich die Eltern schuld.... so kommt nämlich keiner zur Welt.

Die Mittel fehlen für eine erfolgreich inklusion und Förderung...
Wie gesagt ich gehe da voll mit außer dem Teil mit der Schuldfrage warum Kinder Emotional-Sozial beeinträchtigt sind.

Lg


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