Seid ihr glücklich?

Hier könnt ihr Diskussionen bezüglich religiöser Fragen und Meinungen führen - oder auch einfach über religiöse Feste wie Taufen, Konfirmationen etc. brichten. Für Familien mit besonderen Kindern haben religiöse Sitten und Gebräuche schließlich auch einen besonderen Charakter.

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RosaD
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Beitragvon RosaD » 07.05.2017, 21:21

Hallo Zusammen,


alles ist anders, man kann nicht zurück und darf nichts vergessen....
ich weiß nicht, ob ich glücklich bin..irgendwann wieder
lg
rosa
Rosa(1966)mit Anne(11.2000) ICP, Mikrocephalie, Epilepsie, Skoliose eine glückliche Maus seit 7.07 PEG gest. 28.2.2016
und Laura(6. 2003) gesund

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NinaHudson
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Beitragvon NinaHudson » 07.05.2017, 21:55

Bin ich glücklich? Ja :D
Wäre ich NOCH glücklicher wenn sie komplett gesund auf die Welt gekommen wäre? Bestimmt.

Aber das ist sie nicht, also verschwende ich keine Gedanken an "was wäre wenn" oder "wenn alles anders wäre"
Wozu auch?

Für so was ist das Leben einfach zu kurz. Nä, unglücklich sein ist einfach nichts für mich :wink: :D Ich kann aus den kleinsten, banalen Dingen für mich selbst unheimlich viel Freude ziehen. Das Leben mit einem behinderten Kind ist oft anstrengend, kräftezehrend und manchmal auch traurig - aber es ist ein glückliches Leben.... :icon_sunny:
Mama & Papa 1982
Anna (06/2015) ehem. Extremfrühchen 24+6, Trisomie 21, schwere BPD, ASD II

Yaron-Mama
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Beitragvon Yaron-Mama » 07.05.2017, 23:33

Hallo!

Dein Beitrag hat mich doch sehr zum Nachdenken gebracht.
Bin ich glücklich?
Ja, an jedem Morgen an dem ich aufstehe und unser Sohn die Nacht ohne Status überstanden hat.
Allerdings währt dieses Glück leider nicht sehr lange.
Denn dieser böse Sorgenteufel sitzt immer auf der Schulter und wartet nur auf den Moment an dem er wieder zuschlagen kann.
Spätestens am Abend ist er dann vollauf damit beschäftigt mir die schlimmsten Szenarien ins Ohr zu flüstern.
Und da ist ja noch der Sorgenteufel von unserer großen Tochter.
Seufz....
In letzter Zeit kann ich sagen es gibt Tage an denen ich mich gut fühle.
Aber richtig glücklich...? 🤔
Das ist schon eine Weile her.
Im Moment wäre ich gern irgendwo auf einem einsamen Feld.
Einfach um mir mal alles von der Seele zu schreien.
All den Schmerz, die Hilflosigkeit und auch Wut würde ich gern heraus schreien.
Aber dann ist da immer wieder das Lächeln meiner beiden tollen Kinder.
Und in diesen Momenten bin ich glücklich.

Lg
Lea (*2002) gesund
Yaron (*2012) therapierte Schädelasymetrie, frühkindlicher Autismus, V.a. ICP, fokale Epilepsie mit Statusneigung
Und unser kleines Sternchen, das wir leider nicht kennenlernen durften ( ✝ 06.12.2015)

Katrin_mit_Sophie
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Beitragvon Katrin_mit_Sophie » 08.05.2017, 07:56

Glück ist ja nur ein Gefühl des Moments, man ist nicht dauernd glücklich.

Bin ich zufrieden mit meinem Leben und empfinde Momente des Glücks?
Ja, recht oft sogar, aber das hat weniger was mit der Krankengeschichte meiner Großen zu tun. Ich bin grundsätzlich eher ein positiver Mensch, und abgesehen von der Umstände der Geburt meiner ersten beiden Kinder hatte ich verdammt viel Glück in meinem bisherigen Leben. Dafür bin ich dankbar und mache es mir auch täglich bewußt.

Liebe ich alle meine Kinder und möchte sie nie wieder hergeben?
Auf jeden Fall.

Würde ich mich heute nochmal dafür entscheiden sie so früh auf die Welt holen zu lassen um sie zu retten, und damit meine eine Tochter 3 quälende Monate lang beim Sterben zu begleiten und der anderen Tochter 11 Operationen, viele Schmerzen, viel Angst und ein Leben mit Behinderung zuzumuten?
Nein.
Damals war es die richtige Entscheidung, aber wenn wir in die Zukunft hätten sehen können und gewußt hätten was wir uns und vor allem den Kindern zumuten würden, hätten wir der Natur ihren Lauf gelassen. Auch mit dem Risiko eines oder beide Kinder zu verlieren.

Ich wünsche meiner Tochter ein möglichst selbstbestimmtes und erfülltes Leben, in dem die Behinderung zwar da ist aber nicht ihren Alltag bestimmt. Ob sich dieser Wunsch erfüllen wird wissen wir noch nicht. Diese Ungewissheit ist quälend für mich, und ich wünschte so sehr sie hätte es leichter. Ich habe durch mein krankes Kind viel gelernt und einige sehr wertvolle Menschen kennen gelernt, und trotzdem würde ich sofort gegen ein Leben ohne Behinderung tauschen wollen wenn das möglich wäre.
Nur meine Tochter, die würde ich nie wieder eintauschen. Ich wünschte mir einfach nur für sie dass es einfacher wäre, weil ich sie so liebe. Ich sehe an der kleinen gesunden Schwester wie einfach doch manches einfach laufen könnte, und das möchte ich auch für meine Große. Das Leben ist schon schwierig und schmerzhaft genug, selbst wenn man gesund ist.

Also, auf die Frage nach dem Glücklich sein, ein eindeutiges " Ja, aber..." :)
Sophie ehemaliges Zwillingsfrühgeborenes 26. SSW, ICH °2 bds, posthämorrhagischer Hydrocephalus, ventrikuloperitonealer Shunt, cerebrale Krampfanfälle, BPD, Z. n. Mekoniumpropfsyndrom mit temporärer Anlage eines Anus präter, Essstörung, ROP °2 bds., Hypotonie, Seitenbevorzugung, Plagiocephalus °4, Koordinationsstörung

MaikeE
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Beitragvon MaikeE » 10.05.2017, 09:29

Also ich bin glücklich und würde alles nochmal so machen in meinem Leben. Fehler gehören halt dazu und nur so lernt man auch aus ihnen.

Majabalthasar
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Beitragvon Majabalthasar » 19.06.2017, 16:48

Das ist schwierig. Wie definiert man den Glück?? Glück ist für jeden etwas anderes.

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Beitragvon Nela.W » 19.06.2017, 20:08

Hallo
also ich bin nich glücklich!!weill das alles irgentwie nich besser wirt mit die ganzen probleme und immer wieder was neues kommt :-(
Ich (geb76)
2große(geb99 und00)
J. (geb02)
C.(geb13)
P.(2015)
schwanger seit juni 2019 :D

Senem
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Beitragvon Senem » 19.06.2017, 20:16

Hallo Nela.W,

hab heute noch an dich gedacht....

Hört sich ja nicht so schön an.

Trotzdem alles gute.
Gruß

Selbstbetroffen mit einigen Baustellen

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Beitragvon chrissibaer » 19.06.2017, 22:59

Hallo
also ich bin nich glücklich!!weill das alles irgentwie nich besser wirt mit die ganzen probleme und immer wieder was neues kommt :-(
Zum Wohle der Kinder wäre wahrscheinlich eine zeitweilige Betreuung in einer Pflegefamilie angebracht.

Damit wären deine Kinder und auch du glücklich.

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JohannaG
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Beitragvon JohannaG » 19.06.2017, 23:20

Hey Chrissibaer,
woher willst du das denn wissen, ob Nela und ihre Kinder dann glücklich wären????

Nela,
dir und deinen Kindern wünsche ich, daß einfach doch mal was besser wird.

und alle - glücklich? Nein. Jedenfalls nicht durchgehend. Ich erlebe Glücksmomente. Ich erlebe Dinge, die mich sehr zufrieden machen. Aber es gibt eine ganze Reihe Ereignisse in meinem Leben (und dem meiner Familie), mit denen bin ich nicht glücklich und werde die wohl auch nicht umgedeutet kriegen. Muß ich aber auch nicht. Sie haben ihren Platz in meinem Leben, und ich habe nicht den Anspruch, daß alles Sonnenschein sein muß. Manchmal bisschen einfacher hätte aber was ;-)

Liebe grüße, Johanna
Johanna, *73, Morbus Bechterew;
C., (w), 11/2004, adoptiert, FASD, Bindungsstörung, lernbehindert, juvenile Polyarthritis;
J. (m) 01/2008, adoptiert, ADHS; Depressionen und ???,
M. (w) 01/2012 FG bei 23+6 SSW, Kleinwuchs, GÖR, Nahrungsmittelallergien, leichte ICP, Schielen, Weitsichtigkeit, allg Entwicklungsverzögerung


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