Apydan Extent oder Keppra bei fokaler Epilepsie

Hier geht es um Epilepsie und die Behandlung verschiedener Epilepsie-Formen mit Medikamenten.

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Angela77
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Apydan Extent oder Keppra bei fokaler Epilepsie

Beitragvon Angela77 » 21.07.2015, 23:50

Hallo zusammen,
hat jemand Erfahrung mit Apydan Extent bzw. Keppra bei fokaler Epilepsie?
Bei uns wird wohl eine zweites Medi zu Ospolot dazu kommen müssen :?

Ich mache mir v.a. Gedanken der NW
Aggressionen und motorische Störungen und natürlich Wirksamkeit ...

LG
Angie
Bene (2008): regressiver Autismus, schwerste expressive Sprachentwicklungsstörung (bei sehr gutem Sprachverständnis!), Bildung von Casiomorphin und Gliadorphin
Vorstellung plus Diäteffekte:
http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic73493.html

Primär nächtliche Epilepsie im motorischen Sprachzentrum (leider erst erkannt im März 2015!!!)

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oenska
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Beitragvon oenska » 21.07.2015, 23:52

Hallo,

das müsst ihr wohl ausprobieren jeder Mensch reagiert anders auf Medikamente da kann man wohl nichts dazu sagen das eine wirkt bei dem Besser das andere bei dem.

Gruß

Alex(ander)

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erihatti
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Beitragvon erihatti » 22.07.2015, 07:22

Hi Angie,

wir hatten Apydan Extent und Orfiril Long, der gleiche Kombi, der vor einigen Jahren gut funktionierte.
Nach 2 Jahre Medikamenten- und Anfallsfreiheit kamen die Anfälle Anfang des Jahres wieder.

Zuerst nur Apydan 1 Monat, keine Besserung.
Dann Orfiril dazu- immer noch keine Besserung
Seit 3 Wochen Keppra, EEG steht noch aus...

Ich werde berichten.

Annika braucht viel Orfiril und ihre Leber kann das ganze nicht mehr richtig verarbeiten, so dass wir uns diesmal für Keppra entschieden haben. Wir bemerken bis jetzt keine negative Veränderungen, bis auf etwas Müdigkeit bei Erhöhungen.

LG

Erika
Erika mit Annika: Koolen de-Vries Syndrom (Mikrodel. 17q21.31) mit allem, was dazu gehört: Hypotonie, partielle Polymikrogyrie, Urachusfistel (operiert), Epilepsie (gut eingestellt), Mitralklappenprolaps, Entwicklung- und Sprachentwicklungsverzögerung, Dyspraxie, uvm!

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Beitragvon MAXIMAM » 22.07.2015, 08:01

Hallo Angie,

Max nimmt ja jetzt Apydan Extent . Er verträgt das besser als Keppra. Hatte ja auch ein thread Umstellung auf Leve... Ihr müsst das einfach ausprobieren

welches Medikament besser ist. Max bekam als Nw von Keppra erst recht

Anfälle .Mit dem apydan Extent ist alles gut . er soll jetzt viel salziges ESsen

Lg Melanie

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Beitragvon Lesslo » 22.07.2015, 10:05

Hallo Angie,

Meine Tochter nimmt auch Apydan Extent. Ich kann bis jetzt fast nur positives berichten. Es geht ihr richtig gut. Keinerlei Nebenwirkungen und auch die Entwicklung geht voran. Verbesserung in fast allen Bereichen. Das EEG hat sich unter Apydan zumindest tagsüber von katastrophal zu fast normal gewandelt. Nur nachts ist es leider immer noch schlecht.

Ospolot hat bei uns leider außer einen Haufen Nebenwirkungen und mehr Anfälle nix gebracht.

Ursprünglich wollte der Neurologe auf Keppra umstellen (er meinte es wäre ebenso wie Ospolot eines der verträglicheren AE) aber ich hatte wegen der Nebenwirkungen zu viel bedenken. Gerade was die Aggressivität und Depressionsanfälligkeit angeht. (Sie ist da eh schon vorbelastet)


LG lesslo
Tochter * 09.07 mit Epilepsie, Pinealiszyste, ADS, F83, LRS...
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Beitragvon Alexandra2014 » 22.07.2015, 10:52

Hallo Angie,

unsere Tochter bekommt seit letztem Sommer Keppra. Die ersten vier Wochen der Eindosierung waren etwas anstrengend, da sie bei jedem schiefen Blick anfing zu weinen. Sie war extrem empfindsam (ist aber auch allgemein ein Sensibelchen). Das war aber wirklich von heute auf morgen auch wieder vorbei!
Ansonsten haben wir bis heute keinerlei negative Nebenwirkungen.

Sie ist anfallsfrei, fröhlich und gut gelaunt. Auch ihre Entwicklung hat in allen Bereichen Fortschritte gemacht. Besonders die Sprache und Konzentration.
Sie bekommt die niedrigste Dosierung für ihr Gewicht, morgens und abends jeweils 250 mg.

Gruß
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

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Beitragvon EmmaLuisa11 » 22.07.2015, 11:46

Hallo Angie,

bei uns ist es so wie bei Alex.
Unsere Tochter nimmt seit 3 Jahren Keppra und ist seitdem anfallsfrei.
Die Eindosierung war zwar etwas anstrengend, aber das hat sich alles nach ein paar Wochen gegeben. :wink:
Außer Stimmungsschwankungen und Hyperaktivität können wir keine Nebenwirkungen feststellen.
Sie ist altergerecht entwickelt.

Liebe Grüße
Angelina
Angelina,*76
Nico,*80
Eva,*02 gesund
Emma,*11 BNS-Epilepsie

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Beitragvon Raphaels Mama » 22.07.2015, 14:11

Hallo,

Raphael nimmt Keppra und Apydan jetzt schon über ein Jahr zusammen. Er hat keine der NEbenwirkungen aber das ist ja immer bei jedem Kind anders.

Gruß Christiane
Raphael (07/2013): Hemimegalenzephalie, Armbetonte Hemiparese links, Komb. Entwicklungsstörung; Hemisphärotomie 09/14 und seither Anfallfrei, Medikamentenfrei seit 08/17; VP-Shunt 12/14; . 2 Brüder (11/2011), (04/2017)

Und wir halten fest an der angebotenen Hoffnung, die wir als einen sicheren und festen Anker unsrer Seele haben.

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Beitragvon Lumoressie » 22.07.2015, 16:13

E. nimmt Keppra und Orfiril long. Nebenwirkungen hat er nur vom Orfiril.

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Katharina R
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Beitragvon Katharina R » 22.07.2015, 16:26

Hallo,

unser Sohn (9) hat eine fokale Epilepsie, die sich schwer einstellen lässt. Ospolot nimmt er seit fast 5 Jahren. Er hat drei Pausen wegen Wirkungsverlust gemacht, danach hat das Medikament für einige Monate jeweils wieder gut gewirkt. Außerdem haben wir verschiedene andere Medikamente probiert (für die Pausen, und als Ergänzung: Petnidan - keine Wirkung, Orfiril - Nebenwirkungen ohne Wirkung, Cortisonstösse - Wirkung unwahrscheinlich, Nebenwirkung sehr stark).

Lange hatte er Ospolot und Frisium, hat es auch ok vertragen und es half eine Weile gut. Nun kombinieren wir Ospolot mit Keppra, das verträgt er noch besser (Frisium störte nach der langen Zeit stark seine Konzentration, vermuten wir jedenfalls nach dem Ausschleichen).

Wir hatten Keppra am Anfang seiner Behandlung vermieden, weil er sowieso Verhaltensauffälligkeiten zeigte, die wir nicht durch die Nebenwirkungen verstärken wollten. Inzwischen ist unser Sohn so stabil, dass wir es drauf ankommen ließen. Und er ist nicht aggressiv oder sonst deutlich anders geworden.

Liebe Grüße,
Katharina


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