Gott als Pädagoge

Hier könnt ihr Diskussionen bezüglich religiöser Fragen und Meinungen führen - oder auch einfach über religiöse Feste wie Taufen, Konfirmationen etc. brichten. Für Familien mit besonderen Kindern haben religiöse Sitten und Gebräuche schließlich auch einen besonderen Charakter.

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Anja Müller
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Beitragvon Anja Müller » 01.04.2015, 15:34

jo ...
Hallo Anja,

für mich sind Menschen, die auch Schwäche zeigen können, stark.

LG

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Anja Müller
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Beitragvon Anja Müller » 01.04.2015, 15:36

Vielleicht ist Stärke ganz einfach, niemals aufzugeben.....auch wenns manchmal schwer fällt, je nachdem wo man durch muss.[/quote]

könnte sein ...

VG,

Anja

Ina_mitDSKind
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Beitragvon Ina_mitDSKind » 01.04.2015, 17:11

@ "geeignete" Eltern bekommen besondere Kinder.
Ich kenne auch einige Familien, die eigentlich ungeeignet sind, besondere Kinder großzuziehen.
Vermutlich wollen damit die Menschen ihren Respekt vor dem Engagement von "geeigneten" Eltern zum Ausdruck bringen.
unser Sohn mit Down Syndrom, viiiielen Lebensmittelunverträglichkeiten, Frühchen (31+3), Wahrnehmungsstörungen und noch einige kleine Exras dazu. Unser Leben kann gar nicht langweilig sein!!!

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Beitragvon ehemalige Userin » 01.04.2015, 17:33

Vermutlich wollen damit die Menschen ihren Respekt vor dem Engagement von "geeigneten" Eltern zum Ausdruck bringen.

Hallo Ina,

irgendwo stand, als Eltern bleibt uns gar nichts anderes übrig....Ein Zitat von Anja? Wie wahr, was soll man auch machen? Im Endeffekt ist und bleibt ein Kind ein Kind seiner Eltern, die es entweder gut oder nicht so gut meistern, was Erziehung, oder einfach auch Elternhaus betrifft. Das hängt von so vielen Faktoren ab. Gott nimmt in der Hinsicht keinen Einfluss und hat auch weder ein geeignetes noch ein weniger geeignetes Elternhaus ausgesucht.

Und Fehler, die alle Eltern machen, sind in einem gewissen Rahmen ja sowas von normal. :D :wink:

Anja Müller
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Beitragvon Anja Müller » 01.04.2015, 22:25

Das mein Tun einen Sinn hat, auch wenn es wenig und sinnlos scheint..... Manchmal könnte man verzweifeln,wenn man scheinbar so gar nichts bewegt. ...Er möchte nur, dass ich für andere da bin und treu.

LG Marina
Hallo Marina,

ich weiß nicht, ob du noch mit liest, aber ich wollte dir noch sagen, dass deine Aussage, dass du sagst, du versuchst "treu zu sein", auf mich sehr anrührend und auch sympathisch wirkt.

Außerdem frage ich mich, woher die anderen oben zitierten Aussagen kommen. Du verlangst vielleicht viel von dir selber. Oder du hast schlimme Sachen erlebt.

Vielleicht unterschätzt du auch, wie viel ein guter Arzt für Betroffene wert sein kann. Schon Fachkompetenz ist Gold wert. Kommt dann noch Sozialkompetenz dazu, ist es das große Los (in dieser Mischung allerdings leider nicht selbstverständlich).

Vielleicht kennen Ärzte und Patienten manchmal auch zuwenig die Perspektive des jeweils anderen?

Alles Gute!

Anja

Julianes Sonnenschein
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Beitragvon Julianes Sonnenschein » 02.04.2015, 11:14

Hallo,

habe das Thema lange verfolgt und möchte mich an gläubige Menschen wenden, um eine Frage zu stellen.

Warum wird von manchen ein behindertes Kind als Strafe Gottes interpretiert?
wir wurden von unserer streng gläubigen Verwandschaft dsamit konfrontiert, dass wir wohl vom Gott bestraft worden sind, weil wir nicht an Gott glauben.

Wie es vor einigen Monaten rauskam, unser Sohn und der gleichaltrige Sohn von dieser Verwandschaft haben wohl beide ihre Schwierigkeiten. Ist diese Familie auch bestraft? Ich würde am liebsten Fragen, ob sie nicht gut genug gebetet haben, ansonsten hätten sie diese Strafe nicht erhalten. Damit halte ich mich aber zurück. Ich möchte sie nicht mit solchen fiesen Aussagen konfrontieren.

Früher habe ich mich aufgeregt, wenn ich gehört habe, dass der Gott besondere Kinder nur den Eltern gibt, die dafür "geeignet" sind. Inzwischen rege ich mich weniger darüber auf. Wir haben in der Verwandschaft eine Familie, die ein absolut gesundes und unproblematisches Kind haben. Sie schaffen nicht ein mal rechtzeitig zum Zahnarzt zu gehen, obwohl der Arzt sie vorgewarnt hat, dass sie zu einem bestimmten Zeitpunkt kommen müssen, damit es keine Komplikationen gibt. Sie hatten so viel zu tun und konnten über ein JAhr nicht zum Arzt kommen. also hat das Kind einen größeren Eingriff gebraucht. Bei solchen Eltern wäre unser Sohn total aufgeschmissen.
lg
- Weil Menschen gerne andere verurteilen. Ein Beispiel dazu steht schon in der Bibel, dort ist es ein Blindgeborener, von dem die Menschen fragen: Hat er gesündigt oder seine Eltern (Joh 9,1-10,21).
- Weil nicht jeder christlich ist, der sich christlich nennt. - Die ersten Einrichtungen, in denen Behinderten geholfen wurde, haben ja oft einen christlichen Ursprung, und Christen haben sich geweigert, ihre Behinderten im Dritten Reich an die Nazis auszuliefern. Wer also solche Sprüche bringt, der verhält sich zumindest in diesem Bereich nicht christlich.
- Weil Menschen schadenfroh sind.
- Und weil Menschen hoffen, dass es ihnen immer gut gehen wird, wenn sie sich richtig verhalten - wenn nur böse Menschen behinderte Kinder bekommen, kann das mir ja nicht passieren. Dass das Quatsch ist, zeigt die Geschichte von Hiob.

Gott lässt es regnen über Gerechte und Ungerechte (In einer Region mit Wassermangel bzw. zu Zeiten, in denen die meisten in der Landwirtschaft tätig waren, ist es natürlich positiv, wenn es über einen regnet - heute wohl eher negativ ;-)
Ich denke, es ist lieb gemeint, wenn jemand sagt: "Gott gibt besondere Kinder besonderen Eltern." Wir haben den Spruch noch nicht gehört, aber unsere Freunde und er hat sie sehr ermutigt. Auch wenn es natürlich nicht stimmt, denn viele ungeeignete Eltern bekommen behinderte Kinder.
Liebe Grüße
Juliane
__________________________
Mama von Kind mit allg. Entwicklungsverzög., Mikrodeletion 3q29, atypischem Autismus.

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Beitragvon ehemalige Userin » 02.04.2015, 12:35

- Weil nicht jeder christlich ist, der sich christlich nennt. - Die ersten Einrichtungen, in denen Behinderten geholfen wurde, haben ja oft einen christlichen Ursprung, und Christen haben sich geweigert, ihre Behinderten im Dritten Reich an die Nazis auszuliefern.

Hallo Christiane,

es ist sicher so, dass Christen, sowie etliche andere Menschen auch viel gutes tun. Aber sie haben genauso ihre negativen Seiten. Und leider gab es im 3. Reich auch sehr schlechte Christen, wobei Krieg immer ein Ausnahmezustand ist. Vor allem Kinder, egal ob beh. oder nicht haben auch sehr unter Geistlichen gelitten. Man sollte also nicht nur die "GUTEN" nennen. :? Völlig unabhängig von Religion.

Julianes Sonnenschein
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Beitragvon Julianes Sonnenschein » 02.04.2015, 13:07

Hallo,
das meinte ich ja mit "nicht jeder, der sich christlich nennt, ist es auch".
Allerdings ist keiner perfekt und es gab leider auch viele, die auf Hitler reingefallen sind und denen ich deshalb ihr Christsein nicht absprechen möchte. Jeder ist irgendwie auch Kind seiner Zeit.
Ich kenne auch Muslime, die viel Gutes tun, das ist ganz sicher kein "Privileg" von Christen. Aber viele wichtige Entwicklungen wurden von Christen angestoßen (z. B. auch das Rote Kreuz), alles hat eben zwei Seiten.
Liebe Grüße
Juliane
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Beitragvon RenateT » 09.04.2015, 15:51

Hallo zusammen

wollte euch schnell erzâhlen, dass ich am Ostersamstag bei meiner Mutter in der Nähe einen Ostergarten besucht habe. Ich kannte das nicht und wusste also nicht, was das ist. Aber meine Mutter war so begeistert, dass ich dachte, es freut sie sicher, wenn ich auch hingehe und das Gleiche erlebe, wie sie.

Ich fand es absolute Spitze. Grundlage war http://www.sinnenpark.de/
aber es wird wohl überall wieder etwas anders sein.

http://www.ostern-erleben.de/

Übrigens hat Anja noch keine Antwort auf diese Frage, oder doch?
"das Problem mit der Geschichte von Kreuzigung und Auferstehung ist für mich halt u.a., dass ich mich frage, ob Gott, wenn er schon allmächtig ist, sich nicht was anders ausdenken hätte können, als den eigenen Sohn so leiden zu lassen ..."

Warum es so gehen musste, wie es ging, weiss ich auch nicht. Das Grosse dabei ist aber gerade, dass Gott SELBER für UNS starb. Gott-Vater, Gott-Sohn und Gott-Heiliger Geist sind eine Einheit. Gott-Sohn hat freiwillig seine Göttlichkeit abgelegt und wurde Mensch, um für uns zu sterben. Nur das gibt uns den Zugang zu Gott-Vater und zum ewigen Leben.

Im Ostergarten wurde das sehr deutlich, weil wir durch das leere Grab hindurch gehen mussten, um in den letzten Raum zu gelangen, den Raum der Auferstehung und des ewigen Lebens.

LG Renate
Mutter von drei nichtbehinderten Kindern und von Tikvah: schwere Entwicklungsstörung des Gehirns, Epilepsie, frühzeitige Pubertät

"Mut ist Angst die gebetet hat." Corrie ten Boom

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Julianes Sonnenschein
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Beitragvon Julianes Sonnenschein » 09.04.2015, 20:12

Hallo,
ich habe mal gelesen, dass Gott sich sicher ein paar andere Sachen hätte ausdenken können, aber dass er eben diesen Weg gewählt hat. Ohne Leiden wäre es wohl nicht gegangen, weil jemand für all das Leid in der Welt bestraft werden musste - ich finde das auch logisch.
Liebe Grüße
Juliane
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