Therapie Ausfallgebühr

Hier könnt ihr euch über die unterschiedlichsten Therapiemöglichkeiten (Logopädie, Petö, Cranio Sacrale) für eure Kinder austauschen und Fragen rund ums Thema Krankengymnastik und Frühförderung stellen.

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Oskar
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Therapie Ausfallgebühr

Beitragvon Oskar » 04.10.2013, 21:31

Hallo,

ich würde gerne erfahren, wie eure Therapeuten und ihr mit dem Thema
Ausfallgebühr umgeht.
Bei uns handelt es sich nur um eine von fünf Therapien und letztlich
muss man einen Kompromiss "aushandeln", der für beide Seiten trag-
bar ist, aber die Thematik treibt mich immer wieder um, weil ich sie
nicht verstehe.
Es gibt die Regel, dass man 24 Stunden vorm vereinbarten Termin
absagen muss. Man kann alles daran setzen diese Regel einzuhalten
trotzdem wird es einem, gerade bei einem Kind ohne Sprache und
plötzlich einsetzendem Fieber, regelmäßig nicht gelingen, diese
einzuhalten.
Wenn das Kind aufgrund seiner Grunderkrankung häufig an Infekten
erkrankt, wird das dann doch automatisch zum Spießrutenlauf.

Kennt jemand eine Antwort auf diese Fragen ?
1. Gibt es eine gesetzliche Grundlage für das Zahlen der Ausfall-
gebühr ?
2. Gibt es eine gesetzliche Grundlage für den Betrag der Ausfall-
gebühr ?
3. Woher weiß ich als Patient, dass niemand anderes meinen Platz
einnehmen konnte und somit ein Verlust für den Therapeuten
tatsächlich entstanden ist ?
4. Warum gilt die Reglung nicht in beide Richtungen ? (sprich auch
der Therapeut muss 24h vorher absagen, denn ich könnte und muss
in der Therapiezeit normalerweise auch arbeiten)

Viele Grüße, Oskar

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Angela77
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Beitragvon Angela77 » 04.10.2013, 21:50

Hallo Oskar,

von gesetzlichen Regelungen weiß ich nichts.

Unsere Therapeuten waren auch immer kulant. Dafür habe ich SPONTAN auch Termine angenommen, die bei denen spontan frei wurden (also habe die Termine quasi nachgeholt), aber das ging eben auch ganz gut, weil ich damals nicht arbeitete.

Meine Kids waren sozusagen Flex-Patienten :wink:

LG
Angie
Bene (2008): regressiver Autismus, schwerste expressive Sprachentwicklungsstörung (bei sehr gutem Sprachverständnis!), Bildung von Casiomorphin und Gliadorphin
Vorstellung plus Diäteffekte:
http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic73493.html

Primär nächtliche Epilepsie im motorischen Sprachzentrum (leider erst erkannt im März 2015!!!)

rayman88
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Beitragvon rayman88 » 04.10.2013, 21:51

Hallo Oskar,

Auf deine Fragen habe ich jetzt speziell keine Antworten, allerdings ist es in der Physiotherapie Praxis in der in behandelt werde auch so das es diese Klausel gibt das man 24 Std. vorher Absagen muss/soll.aAllerdings ist es so das wenn ich nun mal morgens krank aufwache, dann kann ich auch anrufen und sagennsorry aber ich liege krank im Bett und dann ist das kein Problem. Oder wenn nun auch spontan mal ein wichtiger Termin rein kommt.

Anders sieht es aber bei Patienten aus die das sehr häufig und ohne Grund machen, die müssen dann den Preis den eine normale Behandlung auf Privatrezept kostet bezahlen.

Aber für Krankheit kann man ja wirklich nichts, daher nehme ich es auch den Therapeuten nicht übel wenn sie mich mal anrufen und meinen Termin wegen Krankheit absagen.

Vielleicht hilft dir dieser Erfahrungsbericht ja trotzdem etwas.

Gruß rayman
ich geb. 1988, Hüftdysplasie beidseits, angeborener muskulärer Schiefhals (operiert 02/2013), Skoliose

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L.JohannaM.
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Beitragvon L.JohannaM. » 04.10.2013, 22:07

Hallo,

meine Psychotherapeutin hat mit mir ausgemacht das ich nur 20€ statt den normalen 150€ an Ausfallgebühr zahlen muss. Normalerweise muss man da 2 Tage vorher absagen, hat meine Therapeutin aber für mich auch geändert (problematische Krankheitsgeschichte, ich lande öfter mal plötzlich im KH)

Und bei Benjamins Therapeuten ist abgemacht das ich 5 Minuten vor Termin absagen kann. Ist natürlich nicht ideal und werd ich im Normalfall auch nicht machen. Aber es kann ja immer wieder was sein.

LG Johanna
Benjamin *03.08.2013 Frühchen der 36.SSW,
Goldenhar-Syndrom, Muskelhypotonie, Gaumenspalte (verschlossen), zurückgesetzter Unterkiefer, verkürzte Zunge, Hufeisenniere, Entwicklungsverzögerung, Linksseitige Taubheit, rechts schwerhörig (Hörgeräteversorgt), etc...

Vanessa167
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Beitragvon Vanessa167 » 04.10.2013, 22:19

hallo also unsere therapeuten meinten das es bei krankheit etwas anderes ist und es reicht wenn morgen anruft...lg
mein großer *07/09: deletion chromosom 17;
globale entwicklungsverzögerung;Epilepsie;
psychomotorische Entwicklungsverzögerung;schlafstörung;Gehirnschaden nach
sauerstoffmangel;Hirnblutungen(1grad) und Muskelhypotonie
meine kleine*03/12 kern gesund

Michi104
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Beitragvon Michi104 » 04.10.2013, 22:24


zwillingsmamacarina
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Beitragvon zwillingsmamacarina » 04.10.2013, 22:24

Da habt ihr echt kulante Therapeuten!!
Ich schleppe zu Not das kranke Kind in die Praxis um nach 5 min wieder zu fahren, dann bezahle ich nichts, anders wenn ich morgens absage und bei 3 Kindern ist doch öfter mal eines(spontan) krank.

Carina
Amelie und Lena 10.12.07 ehem. 24.Woche Frühchen. Amelie hat eine Engstelle im Rückenmark, mit inkomplettem Querschnitt, Syringomyelie, neurog.Blase und Darm, NI, Reflux, Skoliose, sublux.Hüften-OP im Mai.
Lena: Z.n. Ductus-OP, LH-OP, Mutismus.
Seit 2012 haben wir noch Lili. Sie ist das was uns noch fehlte.......

kati543
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Beitragvon kati543 » 05.10.2013, 00:00

Hallo,
ja, ein bitterboeses Thema, welches mich schon sehr lange aufregt. Unsere Logopaedin, bei der wir immerhin seit 4 Jahren sind hat auch diese Klausel. Ich wuerde es ja verstehen, wenn wir Termine einfach ausfallen lassen, aber so? Ich hatte schon teilweise "nur" 20 Stunden vorher angerufen und habe die Rechnung bekommen...uebrigens stolze 60€.
Durch Zufall ist mir nun die Loesung meiner Probleme in den Schoß gefallen. Mein Juengster hatte kuerzlich einen hochansteckenden Ausschlag (nein, nix gefährliches), die Kinderaerztin gab ihm ein Verbot fuer den Kindergarten, aber in die Therapien dürfte er gehen, da dort zeitgleich keine anderen Kinder sind (ich hatte extra gefragt - es war doch wieder Logopaedietag). Und nett wie ich war, habe ich nun in der Praxis sogar vorher angerufen und gefragt, was ich machen soll. Er hat eben den Ausschlag, darf nicht in den Kiga, hat aber vom Kinderarzt die ausdrückliche Erlaubnis zu Therapiebesuchen. Tja, dann wurde die Stunde von Seite der Logopaedin abgesagt. Ich musste nix bezahlen...zum ersten mal.
Katrin (Epilepsie)
O. (Frühk. Autismus (HFA), Sprachentwicklungsstörung, Ptosis, Hypotonie, AVWS, LRS, Vd. Valproatembryopathie)
D. (geistige Behinderung, Frühk. Autismus, Epilepsie, Esstörung, Trigonoceph., Hypertonie, Opticushypoplasie, Amblyopie, Mikrodeletion 3p26.3, Vd. Valproatembryopathie, Z.n. Schädelbasisfraktur)

ehemaliger User

Beitragvon ehemaliger User » 05.10.2013, 01:24

Hallo,

ich kenne das auch. Bei meinem jetzigen Physio, bei dem ich 3x wöchentlich bin ist es inzwischen kein Problem mehr. Er kennt meine diversen Grunderkrankungen, zusätzlich noch der Rolli, der jederzeit auch mal defekt sein kann.

Ich muss dazu sagen dass ich, gerade bei Bronchitis oder Pneumonie, sowieso hinzugehen versuche da mein Physio mir da dann wirklich helfen kann und bisher kam es auch noch zu keinerlei Ansteckung.

Wenn es mal vor kommt dass ich nicht kommen kann wegen einem Defekt am Rolli oder sowas in der Art rufe ich an sobald ich es weiß und gut ist.

Ich habe da wohl aufgrund meiner diversen Krankheitsbilder eine Art Sonderstatus. Hinzu kommt auch dass ich SEHR zuverlässig, also auch bei Regen usw. und sehr gerne zur Therapie gehe und wenn ich absage dann wissen sie schon dass ich entweder wirklich krank bin oder es sich um höhere Gewalt handelt.

Ich weiß dass von sonst gesunden Menschen die Ausfallgebühr in jedem Fall verlangt wird, was ich auch ok finde denn da sind viele dabei alla "Ich hab jetzt einfach mal keinen Bock".

So eine Zwischenregelung sollten meines Erachtens nach, andere auch finden.

LG
Simon

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Oskar
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Beitragvon Oskar » 05.10.2013, 10:36

Hallo,

danke für eure Rückmeldungen :-)

Hatte mich schon gewundert, dass das Thema hier noch nicht aufgeschlagen
ist, weil es ja gerade bei Kindern mit hoher Infektanfälligkeit häufig zu
solchen Problemen kommt.
Solche Fälle wie "kein Bock", "es regnet" sind natürlich außen vor,
sowas ist indiskutabel.
Aber bei der einen Therapie ist es bei mir mittlerweile wirklich so, dass
ich auf Teufel komm raus zu orakeln versuche, ob mein Kind am nächsten
Tag krank werden könnte, mich nicht traue, sie auf Kita-Ausflüge mitzu-
schicken, weil es zuviel werden könnte und ich sie plötzlich mit Fieber
aus dem Bett hole und dann nicht zur Therapie kann.
Es ärgert mich halt auch, weil wir zuverlässig jeden Termin einzuhalten
versuchen, wenn es irgend geht.
In mir kamen dann auch schon solche Ideen, wie Carina sie beschrieben
hat, auf, dann schlepp ich mein fieberndes Kind in die Praxis und geh
nach 5 Minuten wieder.
Was soll das, frag ich mich da ? Es geht schließlich um die Aufrechterhaltung
der Gesundheit...

Ich verstehe auch nicht, dass man da von Kassenseite aus so im Regen
stehen gelassen wird.
Die Kasse sagt "keine Therapie, also keine Zahlung"...
Aber wenn ein Kind kurzfristig krank wird und man spätestens am nächsten
Tag beim Kinderarzt aufschlägt und danach eine Krankschreibung vorweisen
kann, sollte doch klar sein, dass es nicht anders möglich war.

Was ist mit Eltern, die sich finanziell Ausfallgebühren gar nicht leisten können
und von Sozialhilfe leben müssen ?
Von der Logik her müssten sie ja jede Therapie ablehnen mit der Begründung,
dass sie die Begleitumstände im Falle des Falles nicht finanzieren können.

Was Katrin beschrieben hat, finde ich auch sehr "verständnisbildend"...

Liebe Grüße von Oskar


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